Praxisbeispiel der DORMA Gruppe

Effizienz und Effektivität von Projekten messen und erhöhen

Wertvernichtung in der Projektarbeit, das gibt es nur bei anderen. So dachten auch die Mitarbeiter des Unternehmens DORMA - bis sie die Effizienz und Effektivität ihrer eigenen Projektarbeit selbst überprüften. Anlass dafür war eine Studie von Prof. Dr. Manfred Gröger, der 2004 alarmierende Zahlen über die Wertvernichtung durch Projekte veröffentlichte. Die Untersuchungsergebnisse der DORMA-Mitarbeiter bescheinigten dem Unternehmen zwar überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit, blieben aber weit hinter der eigenen Einschätzung zurück. DORMA reagierte sofort: Es entwickelte und implementierte eine Methode, um Schwachstellen in der Projektarbeit sowie deren Ursachen zu identifizieren. Christopher Nimsch beschreibt die Methode und erklärt, wie die Wirksamkeit der Projektarbeit erhöht werden kann.

Wertvernichtung in der Projektarbeit, das gibt es nur bei anderen. So dachten auch die Mitarbeiter des Unternehmens DORMA ‑ bis sie die Effizienz und Effektivität ihrer eigenen Projektarbeit selbst überprüften. Anlass dafür war eine Studie von Prof. Dr. Manfred Gröger, der 2004 alarmierende Zahlen über die Wertvernichtung durch Projekte veröffentlichte. Die Untersuchungen der DORMA-Mitarbeiter bescheinigten dem Unternehmen zwar überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit, blieben aber weit hinter der eigenen Einschätzung zurück. DORMA reagierte sofort: Es entwickelte und implementierte eine Methode, um Schwachstellen in der Projektarbeit und ihre Ursachen zu identifizieren. Heute misst DORMA Effizienz und Effektivität der Projektarbeit, indem es den Erfüllungsgrad von Erfolgsfaktoren bestimmt. Außerdem ist es möglich, die Konsequenzen unzureichender Projektmanagementkompetenz monetär zu bewerten. Im Folgenden wird die Methode vorgestellt.

Wertvernichtung durch Projektarbeit?

Alarmierende Zahlen

Nach einer Studie von Prof. Dr. Manfred Gröger (2004) tragen lediglich 13% der Projektarbeit in deutschen Organisationen zur Wertsteigerung bei (siehe "Ergebnisse einer Studie: Projektmanagement: Abenteuer Wertvernichtung." Ausgabe 1/2006). Laut der Studie wurden allein im Jahr 2002 in der deutschen Wirtschaft zwischen 122 Mrd. und 194 Mrd. Euro durch ineffektive (d.h. falsche Projekte) und ineffiziente (d.h. nicht zielführende) Projektarbeit verschwendet.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen nach Aussagen von Buschmann (2003) bereits US-amerikanische Untersuchungen aus den 1990er Jahren. 83% der befragten Unternehmen waren damals mit den Ergebnissen ihrer komplexen Umbauprozesse weit gehend bis völlig unzufrieden.

Das Unternehmen: Die DORMA Holding GmbH + Co. KGaA

DORMA ist eine weltweit operierende Unternehmensgruppe mit 62 Gesellschaften in 44 Ländern und rund 6.000 Mitarbeitern. Das Spektrum der Gesellschaften reicht von Handelsvertretern und Beteiligungen über Vertriebsniederlassungen bis hin zu Vollorganisationen mit Verwaltung, Produktion und Service. Das Produktportfolio ist fokussiert auf Komponenten und Systeme "rund um die Tür". DORMA ist heute Weltmarktführer in den Geschäftsbereichen Türschließtechnik und Raumtrennsysteme sowie technologischer Marktführer bei Glasbeschlagsystemen.

Weitere Informationen unter www.dorma.com.

Das geht uns nichts an - oder?

Die Studien von Gröger und Buschmann stießen bei DORMA zunächst auf Skepsis und Ablehnung: "Ist das bei uns etwa genau so?"; "Wie viel Geld vernichten wir?"; "Nein, die Studienergebnisse treffen nur bei anderen Firmen zu, wir sind ja wirtschaftlich erfolgreich und haben ein gutes Projektmanagement."

DORMA betreibt seit zwölf Jahren eigenes Projektmanagement. Begleitend zu einem ersten Pilotprojekt wurde 1993 ein PM-Handbuch erstellt, außerdem fanden erste Mitarbeiterschulungen statt. Die Ein

Anzeige
Jetzt kostenlos weiterlesen!
Abonnenten des Projekt Magazins wissen mehr!
Starten Sie jetzt unser 4-wöchiges Kennenlern-Angebot: Die Anmeldung dauert nur ein paar Minuten – Sie können also gleich weiterlesen.
  • KostenlosDas Kennenlern-Angebot kostet Sie nichts.
  • Kein RisikoSie können jederzeit kündigen, ohne dass Ihnen Kosten entstehen.
  • Einen Monat lang alles lesen4 Wochen Online-Zugriff auf alle Inhalte des Projekt Magazins.
Tech Link