Flipchart statt PowerPoint – so geht’s!

PowerPoint ist zwar ein weit verbreitetes Hilfsmittel, um bei Präsentationen Inhalte zu verdeutlichen; doch häufig ist ein Flipchart die bessere Wahl. Denn der Redner kann damit das Publikum wesentlich stärker einbeziehen, die Aufmerksamkeit aufrechterhalten und es darüber hinaus als dramaturgisches Mittel einsetzen. Wie Sie mit dem Flipchart richtig präsentieren und worauf Sie bei der Verwendung achten sollten, beschreibt Dr. Annette Hartmann in diesem Tipp.

Bei Präsentationen erscheint PowerPoint als das Standardmedium schlechthin – oft nur aus Gewohnheit. Dabei gibt es noch ein weiteres Hilfsmittel, das sich für die optische Darstellung besonders gut eignet, aber in der Praxis selten in all seinen Möglichkeiten verwendet wird: das Flipchart. Der Vorteil gegenüber PowerPoint ist, dass Sie das Flipchart während der Präsentation auch dramaturgisch einsetzen können: Anstatt nur zu reden, sind Sie auch mit Schreiben, Markieren, Zeichnen, Umblättern oder Abreißen der Seiten beschäftigt und bringen damit mehr Abwechslung auf "die Bühne" als bei einem PowerPoint-Vortrag. Außerdem ermöglicht Ihnen das Flipchart, Beiträge des Publikums direkt darauf festzuhalten. Dieser Tipp beschreibt, wie sich der große weiße Block einsetzen lässt und worauf Sie bei der Verwendung achten sollten.

Einsatzmöglichkeiten

Inhalte während des Vortrags notieren

Ein Vortrag lässt sich mit einem Flipchart besonders spannend gestalten, wenn Sie die Inhalte erst während der Präsentation zu Papier bringen. Warum? Zum einen entsteht etwas vor den Augen des Publikums, was die Menschen in diesem Moment zu Zeugen eines kreativen Prozesses macht und miteinander verbindet. Zum anderen können bei der Anwendung dieses Mediums aktuelle Impulse, Meinungen, Zweifel oder Gedanken des Publikums aufgenommen und in die Präsentation eingebaut werden; ein Dialog wird in Gang gebracht und unmittelbar auf dem großen Blockblatt festgehalten.

Vorbereitete Inhalte

Wie auch in PowerPoint kann der Präsentator Inhalte auf dem Flipchart vorbereiten. Dabei blättert er einfach nacheinander die jeweils zum gesprochenen Wort gehörenden Seiten um. Zudem ist eine Mischung möglich aus vorbereiteten Flipchart-Blättern und leeren, die spontan zu füllen sind. Dies bietet sich an, wenn mehrmals gleiche Flipcharts gebraucht werden, z.B. für die Agenda eines Workshops, den vier Gruppen nacheinander besuchen. Für die Arbeitsergebnisse der einzelnen Gruppen einfach abgezählte Seiten freilassen. Praktisch sind auch vorbereitete Tabellen, bei denen die Spaltenköpfe schon eingetragen sind. Anschließend kleben Sie ausgefüllte Moderationskarten in Ihr "Formular".

Kreativtechniken

Der große weiße Block lässt sich auch als Bildträger für Fotocollagen nutzen, die zum Brainstorming inspirieren. Rechnen Sie damit, dass immer wieder neue Assoziationen nachfließen, so lange die Fotocollage für die Teilnehmer offen sichtbar im Raum hängt. Deshalb aus dem Sichtfeld nehmen, wenn Sie Inhalte fokussieren wollen.

Sie können das Flipchart auch für die Vorstellungsrunde nutzen. Dafür schicken Sie z.B. zunächst jeweils vier Personen ins Kennenlerngespräch. Anschließend trägt jeder in einen Quadranten des Kleingruppen-Flipcharts seinen Namen ein, dann zwei Gemeinsamkeiten innerhalb der Kleingruppe sowie eine Besonderheit, mit der man sich von den anderen abhebt. Jemand aus der Gruppe stellt dem Plenum die Mitglieder vor.

Außerdem können Sie mit dem Flip Meinungen abbilden und Entscheidungen herbeiführen: Bereiten Sie ein Raster mit "pro" und "contra" vor und geben dann jedem Gruppenmitglied so viele Klebepunkte aus dem Moderationskoffer, wie Entscheidungen abgefragt werden. Nun bitten Sie alle gleichzeitig zum Flip, lassen Sie die Felder bepunkten und eine Minute später erhalten Sie ein klares Stimmungs- bzw.

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