Mit Emotion, Struktur und Mnemotechniken überzeugen Präsentieren Sie noch oder begeistern Sie schon?

Überzeugende Präsentationen

Präsentieren will gelernt sein! Patrick Nini gibt Ihnen in diesem Artikel praktische Tipps, wie Sie Ihre Präsentation optimal strukturieren, das Publikum emotional überzeugen und sich Ihren Vortrag mithilfe von Mnemotechniken einprägen.

Management Summary

Mit Emotion, Struktur und Mnemotechniken überzeugen Präsentieren Sie noch oder begeistern Sie schon?

Überzeugende Präsentationen

Präsentieren will gelernt sein! Patrick Nini gibt Ihnen in diesem Artikel praktische Tipps, wie Sie Ihre Präsentation optimal strukturieren, das Publikum emotional überzeugen und sich Ihren Vortrag mithilfe von Mnemotechniken einprägen.

Management Summary

Projektpräsentationen haben zwar nicht den Anspruch, der Keynote eines:einer Top-Speaker:in Konkurrenz zu machen. Sie sollten aber immerhin informativ und überzeugend sein, sodass sie möglichst lange im Gedächtnis der Zuhörenden bleiben.

Somit liegt es auf der Hand, dass es bei Projektpräsentationen um mehr geht, als darum, Informationen nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. Ich persönlich habe während meiner Zeit als IT-Consultant viele Projektpräsentationen erlebt. Wirklich beeindruckt haben mich aber nur wenige. Fakt ist: Uns bleiben nur besonders gute oder besonders schlechte Eindrücke dauerhaft in Erinnerung.

Doch richtig präsentieren will gelernt sein. Oftmals wird aber gerade der Vorbereitung auf eine wichtige Präsentation zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt. In diesem Artikel gebe ich Ihnen wichtige Tipps für gelungene Präsentationen an die Hand: So erfahren Sie, wie Sie Emotionen bei Ihren Zuhörerenden wecken, Ihre Präsentation optimal strukturieren und sich Ihren Vortrag mithilfe von Mnemotechniken einprägen.

So liefern Sie in Zukunft mit wenig Aufwand Präsentationen mit Wow-Effekt ab und hinterlassen einen bleibenden Eindruck!

Vorbereitung ist alles!

In ihrer Ausbildung lernen angehende Redakteur:innen den Satz:

Einer muss sich plagen – der:die Leser:in oder der:die Schreiber:in.

Dieser Satz gilt auch für Präsentationen und somit für die Präsentierenden sowie Zuhörenden.

Beispiel:

Kurz vor der Projekt-Livenahme, also dem Zeitpunkt in dem die kompletten Entwicklungs- und Testarbeiten in das produktive System übergehen, fand eine Kick-off-Veranstaltung statt. Das gesamte Rechenzentrum einer großen Bank sollte an einen neuen Standort umziehen – das Interesse war dementsprechend groß. Alle IT-Mitarbeitenden waren zu diesem Termin eingeladen. Als ich meinen Platz einnahm, seufzte mein Sitznachbar: "Die nächsten zwei Stunden werden richtig langweilig!“ Als die Präsentation losging, war mir klar, wovon er sprach. Der Vortragende hatte eine Excel-Datei mit allen IT-Systemen der Bank in PowerPoint-Folien gegossen. Jedes IT-System – von der kleinsten Microsoft-Access-Anwendung bis zu den verschiedensten SAP-Komponenten – war dabei in einer Entwicklungs-, Test und Produktionsumgebung abgebildet. Folienanzahl: deutlich über 250 – in einer Präsentation! Richtig relevant für die Zuhörenden war ein Bruchteil davon. Ja, die Präsentation blieb in Erinnerung (im negativen Sinne), der Inhalt leider nicht.

Wenn Zuhörende sich langweilen, werden sie sich nicht durch Ihre Präsentation plagen – vielmehr driften ihre Gedanken ab und sie legen ein mentales Nickerchen ein. Die investierte Zeit war in dem Fall umsonst – und Zeit ist Geld. Wenn man bedenkt, dass sowohl der:die Präsentierende als auch die Zuhörenden den selben internen Stundensatz haben – auch wenn die Gehälter unterschiedlich sind – wäre es kostentechnisch definitiv sinnvoller, der:die Vortragende würde sich im Vorfeld mehr "plagen“. Denn die Kosten einer irrelevanten, zweistündigen Präsentation multipliziert mit 100 Leuten, die zuhören aber mental ausgeklinkt sind, lassen sich nicht mehr vernachlässigen. Bei einem internen Stundensatz von 130 Euro kommt man in Summe auf eine Schadenshöhe von 26.000 Euro.

Muss sich also der:die Vortragende plagen? Die Antwort ist "Ja" – wenn auch nicht im direkten Sinn. Gemeint ist vielmehr die Zeit, die Sie vorab in eine gute Präsentation investieren sollten. Denn eine gute Präsentation entsteht nicht nur auf der Bühne, sondern in der Vorbereitung.

Vorsicht vor Standardvorlagen!

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Alle Kommentare (1)

Stefan
Moser
Project Manager Engineering

Danke für den Beitrag, schön, wieder ein paar interessante Impulse mitnehmen zu können.