Auf die eigenen Bedürfnisse achten

Freundlich "Nein" sagen – so geht's

Sie stecken bis zum Hals in Arbeit, stehen unter großem Zeitdruck und dann bittet Sie auch noch ein Kollege um Ihre Hilfe – was tun Sie? Anstatt an dieser Stelle ehrlich mit einem Nein zu antworten, willigen Sie ein und bürden sich noch mehr Arbeit auf. Warum es uns manchmal schwer fällt, nein zu sagen und wie Sie eine Anfrage verneinen ohne dabei andere vor den Kopf zu stoßen, erklärt Ihnen Christian Bremer in diesem Tipp.

Kennen Sie Situationen, in denen Sie sich gewünscht hätten, Nein gesagt zu haben? Doch irgendetwas hielt Sie davon ab und Sie willigten entgegen Ihren eigenen Bedürfnissen ein?

Ein Beispiel: Ein Kollege bittet Sie darum, "mal eben" mit in ein Meeting zu gehen, "weil Sie doch von IT so viel Ahnung hätten und das jetzt gebraucht würde". Allerdings stecken Sie gerade selbst in einer zeitlich angespannten Lage. Grundsätzlich helfen Sie natürlich gerne, aber Sie ahnen schon, wohin das führt: Sie reichen den Finger, er nimmt die ganze Hand.

Doch "Nein" zu sagen, ist nicht gerade leicht: Denn was würde er vielleicht von Ihnen denken? Dass Sie unkooperativ und unkollegial sind? Dass er Ihnen nicht helfen wird, wenn Sie mal seine Hilfe benötigen? Wie Sie mit solchen Situationen souverän umgehen und es schaffen, freundlich aber bestimmt Nein zu sagen, erfahren Sie in dem folgenden Tipp.

Vorweg: Natürlich wird es Situationen geben, in denen Sie besser Ja sagen, obwohl Ihnen ein Nein lieber wäre. Und natürlich geht es nicht darum, generell zu allem und jedem Nein zu sagen. Sondern es geht hier um Situationen, in denen Sie gerne Nein sagen würden, Ihnen das aber aus verschiedenen Gründen schwer fällt. Dieser Artikel dient Ihnen dabei als Unterstützung. Sie erhalten Ideen und Techniken – Nein sagen müssen Sie jedoch selbst.

Warum sagen wir oft "ja", wenn wir lieber Nein sagen möchten?

Die Gründe für ein "Ja", obwohl ein Nein ehrlicher wäre, sind zahlreich. Grundsätzlich ist das Wort NEIN eines der deutlichsten Wörter, die uns zur Verfügung stehen. Manche Menschen scheuen aus Angst, andere vor den Kopf zu stoßen, vor so viel Deutlichkeit zurück. Andere wiederum befürchten, nach einer Absage einen Imageschaden zu erhalten und als "nicht teamfähig" oder "leistungsorientiert" dazustehen.

Die Gefahr, wenn wir zu oft "Ja" sagen

Natürlich helfen wir gerne und es ist auch vollkommen in Ordnung, dass wir auf diese Weise nach Anerkennung streben. Schließlich kann sie motivieren. Zudem stärkt genseitiges Helfen den Teamgeist und ein gut funktionierendes Team ist ein wichtiger Schlüssel für Erfolg. Allerdings gibt es auch hier ein Zuviel des Guten.

Die Gefahr besteht darin, dass Sie:

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