Konzepte aus der Transaktionsanalyse

Kommunikation verstehen und bewusst gestalten mit dem Ich-Zustands-Modell

"Immer soll ich mich nach Dir richten – mit mir kann man es ja machen." Klingt nach einem trotzigen Kind? Stimmt, doch auch Erwachsene kommunizieren z.T. auf der Kind-Ebene. Im Projektalltag ist diese Form der Kommunikation allerdings nur selten erfolgreich. Elisabeth Wagner zeigt Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie mit Hilfe der Transaktionsanalyse die Kommunikation in Ihrem Projektteam analysieren und bewusst steuern.

Ein offener Austausch auf Augenhöhe ist für eine erfolgreiche Teamarbeit im Projekt unverzichtbar. Deshalb sollten Sie bei Aussagen wie den folgenden hellhörig werden: "Wenn ich mich nicht um alles selbst kümmere" oder: "Meine Meinung interessiert hier ja sowieso keinen!"

Was solche Sätze über die Kommunikationsbeziehung zwischen den Beteiligten aussagen, was sie für den Gesprächsverlauf bedeuten und wie wir diesen aktiv beeinflussen können, sind zentrale Themen der Transaktionsanalyse. Ihr Konzept der Ich-Zustände liefert eine aufschlussreiche und praxisnahe Theorie zum Verständnis von individueller Persönlichkeit und zwischenmenschlicher Kommunikation.

"Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

"Transaktionsanalyse" – klingt kompliziert und theorielastig? Mag sein, aber zu Unrecht! Eric Berne, der Begründer der Transaktionsanalyse war ein Pionier darin, Psychologie auch Laien zugänglich zu machen. Obwohl seine Konzepte durchaus komplex sind (zumindest teilweise), war es ihm wichtig, sie allgemein verständlich zu formulieren. Denn er wollte Schluss machen mit Psychologie als "Geheimwissen", das von studierten Fachleuten auf Patienten bzw. Klienten angewandt wird, ohne dass diese wissen, was da eigentlich mit ihnen geschieht.

Mit der Transaktionsanalyse können Menschen anhand psychologischer Konzepte ihre erlebte Wirklichkeit analysieren, verstehen und verändern. Der grundlegende Begriff "Transaktion" lässt sich ebenfalls einfach entschlüsseln: Eine Transaktion ist eine Kommunikationseinheit zwischen zwei Menschen, bestehend aus Anrede bzw. Stimulus und Reaktion. A: "Es regnet." B: "Ja, schon wieder." Das ist eine Transaktion. Jede Reaktion kann wieder die Funktion einer Anrede haben: B: "Ja, schon wieder." A: "Aber morgen soll es aufhören." Auch das ist eine Transaktion.

Eine fortlaufende Unterhaltung besteht also aus ineinander verketteten Transaktionen. Das Untersuchen dieses Ablaufs dient der Transaktionsanalyse als Schlüssel, um den Erfolg von Kommunikation zu verstehen und zu steuern – für Projektbeteiligte in vielen Situationen ein wertvolles Wissen!

Ich-Zustände als bestimmender Kommunikationsfaktor

Unter einem Ich-Zustand versteht Eric Berne die Art, wie

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