Konfliktmanagement im Beruf

Teil 3: Soziale Kompetenz
Wie wird "Soziale Kompetenz" definiert? Dieser Teil der Serie sagt Ihnen, welche Eigenschaften Sie haben müssen, um sozial kompetent zu sein.

Eine genaue Definition dieses Begriffs ist schwer zu finden. Allerdings gibt es bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten, die man einem als "sozial kompetent" geltenden Menschen zuordnen würde.

Die Welt mit den Augen des Anderen sehen

Ein wichtiger Begriff, der in diesem Zusammenhang in der Literatur immer wieder auftaucht, ist Einfühlungsvermögen. Die Welt mit den Augen des Anderen zu sehen hilft, seine Beweggründe zu verstehen. So lassen sich damit Konflikte vermeiden oder schneller beilegen. Das heißt aber nicht, dass jeder begeistert "Ja" sagen muss, wenn ihm sein Gegenüber seine Sicht der Dinge darlegt. Da würde Einfühlungsvermögen mit falscher Rücksichtnahme verwechselt. Außerdem: Wer allen gefallen will, qualifiziert sich in den Augen der anderen als Persönlichkeit ab. Sich in jemand anderen zu versetzen bedeutet also nicht, ihm nach dem Mund reden zu müssen.

Tipp: Schließen Sie nicht einfach von sich auf andere. Menschen haben verschiedene Erfahrungen gemacht, interpretieren Situationen unterschiedlich. Sagen Sie sich nicht: "Er wird es schon so meinen, wie er`s gesagt hat." Fragen Sie freundlich nach. Versichern Sie sich, ob Sie Ihren Mitarbeiter wirklich so verstanden haben, wie er seine Aussagen gemeint hat. Viele Missverständnisse sind vermeidbar, wenn beide Seiten prüfen, ob sie richtig "rüberkommen".

Kooperieren statt Überfahren

Die Bereitschaft, mit anderen zusammenzuarbeiten, ist Voraussetzung für eine konstruktive Atmosphäre im Team. Das gilt, obwohl dabei zwangsläufig die eigenen Ziele und Verfahrensweisen nicht hundertprozentig verwirklicht werden können. Diese Bereitschaft ist auch grundlegend wenn es darum geht, einen Konflikt zu lösen.

Tipp: Ziel der Teamführung muss es sein, die handfesten Vorteile von kooperativem Verhalten deutlich zu machen. Denn ein Mitarbeiter, der nur unter Zwang zurücksteckt, wird bei der nächsten Gelegenheit wieder ausbrechen.

Seien Sie sich Ihrer selbst sicher

Wer weiß, wer er ist und was er will, der tut sich leichter im Umgang mit anderen. Übertriebene, andauernde Selbstkritik führt zu Unsicherheit. Das spürt jeder Gesprächspartner. Niemand muss sich als Ganzes, als Person in Frage stellen. Zielgerichtete, angemessene Selbstkritik bezüglich bestimmter, abgrenzbarer Eigenschaften oder Verhaltensweisen

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