Tipp: Selbstmanagement – Von der Theorie in die Praxis

Seminarwissen erfolgreich transferieren

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – dieser Satz gilt einmal mehr für den Transfer von Seminarwissen in die Praxis. Ist der Wille da, ist alles weitere Handwerk: Die Seminarvorbereitung mit einer gründlichen inhaltlichen Auseinandersetzung, die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte während der Veranstaltung und die Maßnahmen zur praktischen Umsetzung der Kenntnisse im Nachgang. Wie Sie als Seminarteilnehmer das Erlernte nachhaltig in die Projektarbeit integrieren, erfahren Sie im Tipp von Gero Lomnitz.

Gute Seminare und Trainings leisten einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Qualifikation. Darüber hinaus kann abhängig vom Seminarthema auch die persönliche Weiterentwicklung gefördert werden. Doch Seminare kosten auch Geld und Zeit, beides sollte gut genutzt werden. Das muss im Interesse des Unternehmens und sollte im Interesse des Mitarbeiters liegen. Der Nutzen eines Seminars zeigt sich nicht zum Seminarende, sondern erst später in der täglichen Praxis: Kann der Projektleiter seine Aufgaben nun besser planen? Werden Projektmeetings effizienter geleitet? Kann die Projektleiterin sich in schwierigen Situationen mit Entscheidungsträgern souveräner verhalten?

Zu häufig kümmern sich Teilnehmer und Unternehmen viel zu wenig um den Seminartransfer. Das aufgenommene Wissen und die gewonnenen Erfahrungen werden in der Praxis nicht verankert, stattdessen lautet der Tenor: Das Seminar war interessant und hat Spaß gemacht, doch nun wieder schnell zurück in den Projektalltag. Der gezielte Praxistransfer bleibt auf der Strecke. Stellt sich die Frage, ob sich Investitionen in Zeit und Geld dann lohnen.

Auch Seminarleiter achten häufig zu wenig darauf, wie die Teilnehmer den Stoff in ihrer Praxis nachhaltig umsetzen können. Mit Seminar meine ich im diesem Zusammenhang auch die Vor- und Nachbereitungsaktivitäten. Bei der Bewertung von Seminaren sollte dem Thema Praxistransfer viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Alleine die Frage im Vorfeld der Veranstaltung oder spätestens zu Seminarbeginn, wie und wie lange im Seminar das Thema Transfer bearbeitet wird, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Doch warum gelingt der Seminartransfer so wenig? An der Schwierigkeit des Themas liegt es sicher nicht. Die Antwort erscheint mir sehr einfach: Es wird zu wenig Wert auf den Transfer gelegt, die Nachhaltigkeit wird kümmerlich behandelt. Wir können viele Erklärungen suchen und finden, letztlich gilt Erich Kästners bekanntes Zitat: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

Seminartransfer ist kein Hexenwerk – Der Wille ist entscheidend

Die folgenden Tipps funktionieren nur dann, wenn Sie wirklich Interesse haben, den Seminarstoff in der Praxis umzusetzen. Beantworteten Sie sich deshalb selbstkritisch folgende Fragen:

  • Welche Priorität hat der Transfer für mich überhaupt? Habe ich mich in der Vergangenheit mit dieser Frage jemals gründlich auseinandergesetzt?
  • Habe ich genügend Klarheit, welche Erkenntnisse aus dem Seminar ich in meinen Projektalltag umsetzen möchte?
  • Wie hoch ist die Notwendigkeit, das im Seminar erworbene Wissen anzuwenden?
  • In welchen Schritten möchte und kann ich die Umsetzung durchführen? Habe ich
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