Spannend und souverän präsentieren

Techniken für einen gelungenen Vortrag

Vorträge sind ein fester Bestandteil in jedem Projekt. Wer gute Vorträge halten will, braucht auch gute Präsentationstechniken. Sonst passiert es leicht, dass er sein Publikum langweilt oder überfordert. Georg von Stein hat sich mit dem Rhetorik-Trainer Matthias Pöhm unterhalten und einige seiner Empfehlungen zusammenstellt. Er zeigt u.a. wie Vortragende Zahlen und Fakten ansprechend präsentieren, mit der Zeitlupentechnik mehr Spannung erzeugen und selbst mit hartnäckigen Störern souverän umgehen.

Vorträge sind ein fester Bestandteil in jedem Projekt. Wer gute Vorträge halten will, braucht auch gute Präsentationstechniken. Sonst passiert es leicht, dass er sein Publikum langweilt oder überfordert. Ich habe mich mit dem Rhetorik-Trainer Matthias Pöhm unterhalten und im Folgenden einige seiner Empfehlungen zusammenstellt. Er zeigt Ihnen u.a., wie Sie Zahlen und Fakten ansprechend präsentieren, mit der Zeitlupentechnik mehr Spannung erzeugen und selbst mit hartnäckigen Störern souverän umgehen.

Mehr Dramaturgie, weniger Details

Die meisten Redner und Referenten verschenken viel Wirkung, weil sie ihre Präsentation nicht interessant gestalten. Es fehlt die Dramaturgie. Dafür tragen sie den Zuhörern viel zu viele Details vor. Jeder ist irgendwie um Vollständigkeit bemüht, egal ob in Hochschulen oder Unternehmen. Ein Fehler ist z.B., die PowerPoint-Folien mit Zahlen und Fakten vollzustopfen. Die Referenten denken: Je mehr Argumente ich liefere, umso eher sind die Zuhörer überzeugt. Aber das ist ein Irrtum. Zu viele Details sind ermüdend und langweilig. Von den Zahlen, die präsentiert werden, sind meist nur drei oder vier spannend oder relevant für eine Entscheidung. Deshalb gehören die Details ins Handout. Reduzieren Sie die Details, Argumente oder Zahlen Ihrer Präsentation auf weniger als die Hälfte - wirklich wichtig sind meistens gerade mal zehn Prozent.

Die Blackbox-Technik

Fachleute, z.B. Ingenieure, sind oft von der technischen Realisierung begeistert und stellen sie ihren Zuhörern ausführlich und im Fachjargon vor. Der Zuhörer kennt die Fachsprache aber nur bedingt oder ist Laie, er ist kein Architekt, kein Banker, kein Software-Entwickler. Reden Sie als Referent deshalb so, dass auch Laien Sie verstehen. Sparen Sie an den fachlichen Details, den Zuhörer interessieren sie nicht. In erster Linie will er wissen, was ihm das Produkt oder die Dienstleistung bringt, die Sie ihm präsentieren. Dafür eignet sich die Blackbox-Technik. Mit dieser Methode können Sie Ihre Präsentationen straffen und von zu vielen Details befreien.

Dazu ein Beispiel: Ich hatte Finanzdienstleister in Österreich geschult, die ein neues Produkt zur privaten Rentenvorsorge für gut verdienende Kunden entwickelt hatten, also für Freiberufler, Rechtsanwälte, etc. Um das Produkt zu erklären, hatten sie in ihrer PowerPoint-Präsentation auf eine Folie acht Kästchen gemalt und zwischen die Kästchen dreizehn Pfeile. Das war so verflochten und kompliziert, dass ich den ganzen Vormittag gebraucht habe, um es zu verstehen. Zum Schluss habe ich das ganze Ding als leere Blackbox eingerahmt, oben einen Pfeil rein gemalt und unten einen Pfeil raus gestrichen. "Das in der Blackbox vergessen wir jetzt mal", war mein Kommentar. "Was ist der letztliche Effekt für die Kunden?" Das muss immer die Kardinalfrage für Sie sein. Mit der Antwort auf diese Frage konnten wir das Ergebnis herausarbeiten: Der Kunde investiert einmal 10.000 Euro in das System, dann wartet er zehn Jahre, und bekommt von da an jedes Jahr 2.000 Euro bis zu seinem Lebensende ausbezahlt. Plötzlich wurde die komplizierte Präsentation ganz einfach. Arbeiten Sie vorab den Kerneffekt heraus und legen Sie einen Schwerpunkt Ihrer Präsentation darauf, diesen Kerneffekt darzustellen.

Spannungsbogen

Konzentrieren Sie sich also auf die wenigen Zahlen und präsentieren Sie diese mit einem Spannungsbogen. Jeder glaubt, das Ergebnis ist wichtig, aber das stimmt nicht. Das Ergebnis - selbst wenn es sehr gut ausgefallen ist - löst keine Begeisterungsstürme aus. Die Entstehung des Ergebnisses vor den Augen und Ohren der Zuschauer weckt die Emotionen - nicht das Ergebnis selber.

Die

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