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Begriff
  • Cybernetics

Kybernetik

Kybernetik in der von Norbert Wiener (geb. 26.11.1894, gest. 18.3.1964) definierten Form kann als Grundlagentheorie des Projektmanagements gelten. Der geniale Mathematiker N. Wiener prägte den Begriff "Kybernetik" 1948 in seinem Werk: "Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine". Das Wort "Kybernetik" ist vom griechischen Wort für Steuermann (kybernetes) abgeleitet und bezeichnet die Lehre von Regelkreisen und Informationsaustausch. Die Kybernetik ist damit zugleich Grundlage der elektrotechnischen Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR), der Systemtheorie in der Informatik und der Systemik in den Sozial- und Geisteswissenschaften.

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Die Grundaufgaben des Projektmanagements, Planen, Überwachen und Steuern, sind somit originär Gegenstand der Kybernetik. Allerdings sind aufgrund der Komplexität der Interaktionen innerhalb eines Projekts hier keine analytischen Methoden umfassend einsetzbar. Controlling-Methoden wie die Earned Value Analyse oder Kennzahlensysteme (z.B. Balanced Scorecard) versuchen, das Projektgeschehen zumindest messbar zu machen. Bereits die Frage nach den möglichen Stellgrößen zur Projektsteuerung kann aber nicht mehr allgemein beantwortet werden, so dass in der Literatur bisher lediglich der allgemeine Zusammenhang von Kybernetik und Projektmanagement hergestellt wird. Immerhin weist die IPMA Competence Baseline bereits auf die Notwendigkeit zum Systemdenken im Projektmanagement hin.

Der Versuch, die Kybernetik auf Führungsaufgaben anzuwenden wird auch als Managementkybernetik bezeichnet. Als Protagonist dieser Fachrichtung gilt Prof. Stafford Beer (geb. 25.9.1926 in London), der auch als Vater der "Team Syntegrity" bzw. "Syntegration" gilt.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 12.11.2003.
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