9 Eskalationsstufen

Aus einer harmlosen Interessenkollision kann ein handfester Krieg werden, den die Beteiligten bis zur Vernichtung des Gegenübers zu betreiben suchen. Nach der Theorie des Organisations- und Konfliktforschers Friedrich Glasl können Konflikte bis zu neun Eskalationsstufen durchlaufen. Was oft unbemerkt als Verhärtung beginnt, kann sich so weit steigern, dass schließlich alle Beteiligten gemeinsam in den Abgrund stürzen. Diese typischerweise in jedem Konflikt lauernde Dynamik ist auch mit ein Grund dafür, warum geschäftliche wie private Partnerschaften scheitern, obgleich dieses zu Beginn der Auseinandersetzungen von keiner Seite gewollt war.

9 Eskalationsstufen

9 Eskalationsstufen

Aus einer harmlosen Interessenkollision kann ein handfester Krieg werden, den die Beteiligten bis zur Vernichtung des Gegenübers zu betreiben suchen. Nach der Theorie des Organisations- und Konfliktforschers Friedrich Glasl können Konflikte bis zu neun Eskalationsstufen durchlaufen. Was oft unbemerkt als Verhärtung beginnt, kann sich so weit steigern, dass schließlich alle Beteiligten gemeinsam in den Abgrund stürzen. Diese typischerweise in jedem Konflikt lauernde Dynamik ist auch mit ein Grund dafür, warum geschäftliche wie private Partnerschaften scheitern, obgleich dieses zu Beginn der Auseinandersetzungen von keiner Seite gewollt war.

9 Eskalationsstufen

Einsatzmöglichkeiten

  • Reflexion über Konflikte oder misslungene Kommunikationssituationen, um Auslöser, Art und Intensität des Konflikts zu erkennen.
  • Ableiten von geeigneten Maßnahmen, um einen Konflikt zu deeskalieren
  • Entwickeln von Schutzmechanismen vor Verlusten, die aus dem Konflikt entstehen

 

Ergebnisse
  • Deeskalation von erkannten Konflikten
  • Vorbeugung von heftigen, irreparablen Konflikten
  • Aufbau eines offenen und vertrauensvollen Miteinanders
Vorteile
Wer die neun Eskalationsstufen beachtet, kann Enttäuschungen, Verbitterungen und Verhärtungen, die im schlimmsten Fall Beziehungen untereinander dauerhaft (zer-)stören, vermindern oder sogar ver-meiden.
Frühes Wahrnehmen, Ansprechen und damit Eingreifen vermindert Schaden, reduziert Reibungsverluste und verbessert die Zusammenarbeit, weil frühe Phasen mit weniger Aufwand aufgefangen werden können als spätere.
Das Ansprechen psychosozialer Risiken stärkt das Vertrauen und die Offenheit untereinander, sodass in der Folge auch die Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen zu Konflikteskalationswächtern werden. Dies minimiert insgesamt das Risiko für Verschlechterungen.
Grenzen, Risiken, Nachteile
Wahrscheinlich sind nicht alle im Team immer in der Lage, die Konfliktrisiken wahrzunehmen. Somit droht Unverständnis, Irritation und sogar zusätzlicher Ärger, wenn Teammitglieder davon überrascht werden, dass Sie den Konflikt explizit ansprechen.
Wahrscheinlich sind nicht alle im Team bereit, die von Ihnen angesprochenen Konfliktrisiken anzuerkennen, obwohl sie ihnen bewusst sind. Denn häufig wird die Sache bzw. das Projekt höher bewertet als die Beziehung bzw. der Mensch.
Voraussetzungen
  • Fähigkeit und Bereitschaft, eigene und fremde Stimmungsmerkmale wahrzunehmen
  • Wahrnehmung innerer und externer Stimmungsmerkmale. Zu den inneren Merkmalen zählen körperliche, geistige und seelische bzw. emotionale Veränderungen. Zu den äußeren Merkmalen zählen verbale, stimmliche und körpersprachliche Veränderungen.
  • Mut und innere Freiheit, sich gegen Erwartungen und Gepflogenheiten zu behaupten
  • Berücksichtigung des Grundsatzes "Störungen haben Vorrang" aus der Themenzentrierten Interaktion (TZI)
Qualifizierung

Die Kenntnis der neun Eskalationsstufen für Konflikte und ihre Anwendung bilden eine wichtige Basis für Sozialkompetenz.

Benötigte Informationen
  • Das Eskalationsmodell mit seinen neun Stufen und den jeweiligen Merkmalen
  • Wahrnehmung interner Konfliktmerkmale bei sich selbst (häufig zuerst wahrnehmbar)
  • Wahrnehmung externer Konfliktmerkmale
Herkunft

Das Phasenmodell der Eskalation geht auf den österreichischen Unternehmensberater und Konfliktforscher Friedrich Glasl zurück, der es erstmalig im Jahr 1980 publizierte (Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement. Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater, 11. Auflage, 2013).

Praxistipps ...

Aufgabengebiete

Download PDFDownload PDF

Bewertungen und Kommentare

Diese Funktion steht nur eingeloggten Nutzern zur Verfügung.
0 Kommentare anzeigen & selbst mitreden!
Gesamt
Bewertungen 7
Kommentare 0