ABC-Analyse

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ABC Analysis
Die ABC-Analyse ist eine Methode zur Entscheidungsfindung durch Einteilung in drei Klassen (wichtig, weniger wichtig, unwichtig). Sie basiert auf dem Pareto-Prinzip und hilft dabei, den Blick auf das Wesentliche zu lenken, um Schwerpunkte für das weitere Vorgehen zu setzen. Ziel der Analyse ist es häufig, die wichtigsten Leistungserbringer zu identifizieren, um sie mit geeigneten Maßnahmen steuern oder pflegen zu können. Gleichzeitig werden diejenigen Objekte identifiziert, die nur wenig zum Gesamterfolg beitragen, um unnötigen Aufwand zu reduzieren.

Die ABC-Analyse kann immer dann zum Einsatz kommen, wenn eine große Anzahl von Daten geordnet oder klassifiziert werden soll, um die bedeutsamsten Objekte zu identifizieren. Die ABC-Analyse stammt aus der Materialwirtschaft und kann auf beliebige Objekte angewendet werden, wenn Prioritäten gesetzt werden müssen, z.B. bei Produkten, Problemen, Risiken, Aufgaben oder Prozessen. Zur Priorisierung wird ein zuvor definiertes Kriterium genutzt, wie Umsatz oder Bestellmengen.

Die ABC-Analyse dient zur Vorbereitung von Entscheidungen und zur Planung operativer und strategischer Maßnahmen. Anwendungsbeispiele für die ABC-Analyse sind unter anderem:

  • Identifikation der wirtschaftlichsten Produkte im Sortiment
  • Identifikation der wichtigsten Kunden abhängig von ihrem Umsatz
  • Identifikation der wichtigsten Lieferanten
  • Klassifizierung von Projekten in einem Portfolio zur Vergabe von Finanzmitteln und Ressourcen
  • Priorisierung der Aufgaben im Zeitmanagement, um den Projektfortschritt zu beschleunigen
  • Bewertung von Mitarbeitern im Personalmanagement
  • Die Priorisierung lenkt den Blick auf das Wesentliche.
  • Die Komplexität großer Datenmengen wird durch die Einteilung in nur drei Klassen reduziert.
  • Die Methode ist einfach anwendbar und benötigt keine besondere Einarbeitung.
  • Die Ergebnisse können übersichtlich grafisch dargestellt werden.
  • Die Methode ist flexibel und kann in vielfältigen Situationen eingesetzt werden.
  • Die Einteilung in nur drei Klassen kann für bestimmte Problemstellungen zu grob gewählt sein. Dieser Nachteil kann durch Definition eigener Klassen eliminiert werden.
  • Die Klassenbildung geschieht willkürlich und muss nicht zwingend zur Situation passen.
  • Die Einstufung hängt von nur einem Kriterium ab und vereinfacht damit die Fragestellung extrem.
  • Die ABC-Analyse betrachtet keine zukünftigen Potenziale, sondern lediglich die Ist-Situation.
  • Die Daten müssen quantifizierbar sein.
  • Bei großen Datenmengen müssen Infrastruktur und Fähigkeit zu ihrer Verarbeitung gegeben sein.
Die Methode erfordert keine besonderen Qualifikationen.
Datensätze gleichartiger Objekte, die nach einheitlichen Kriterien quantifiziert wurden
  • Bewertete Daten in A-, B- und C-Klassen
  • Identifizierte Schwerpunkte für Rationalisierungen
  • Einsparpotentiale, um unrentable Anstrengungen zu vermeiden
  • Grafische Darstellung in Form einer Lorenz-Kurve
  • Für wenige Daten und einfache Analysen genügen Zettel und Stift.
  • Bei Datenmengen ab ca. 20 Objekten ist Software für Tabellenkalkulation zu empfehlen.
  • Für große Datenmengen ist eine geeignete Datenbankanwendung sinnvoll.

Die folgende Beschreibung erläutert die Durchführung einer ABC-Analyse anhand eines quantifizierbaren Kriteriums. Wird die Analyse für nicht-quantifizierbare Daten durchgeführt, z.B. zur Priorisierung von Aufgaben nach "wichtig / weniger wichtig / unwichtig", erfolgt die Einteilung oft intuitiv.

Schritt 1: Definieren Sie das Ordnungskriterium!

Die Einteilung der Objekte erfolgt anhand eines Kriteriums, das abhängig von der Situation festgelegt wird. Folgende typische Kriterien können zum Einsatz kommen:

  • Kosten
  • Umsätze
  • Deckungsbeiträge
  • Wartungsaufwände
  • ROI
  • Einkaufsvolumen
  • Verkaufszahlen
  • Herstellkosten
  • Durchschnittlicher Bestandswert

Das folgende Beispiel beschreibt die ABC-Analyse eines Unternehmens, das Rucksäcke und Taschen herstellt. Die Analyse soll dabei helfen, die wichtigsten Kunden aus dem Einzelhandel zu identifizieren, um Bemühungen im Vertrieb gezielt steuern zu können. Als Ordnungskriterium wurde der Umsatz pro Kunde in einem Quartal definiert:

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ABC-/XYZ-Analyse


Die ABC-Analyse kann noch zur ABC/XYZ-...

Die ABC-Analyse wurde erstmals 1951 vom amerikanischen Manager H. Ford Dickie von General Electric beschrieben (Dickie, H. Ford: ABC Inventory Analysis Shoots for Dollars, not Pennies, in: Factory Management and Maintenance, July, 1951, Vol. 109, pp. 92–94). Er ließ seine neue Methode auf dem 80-20-Prinzip von Pareto basieren und kombinierte sie mit der grafischen Darstellung in Form einer Lorenz-Kurve.

Die Methode dient in ihrem Ursprung der Reduzierung von Lagerkosten im Bereich der Materialwirtschaft. Aufgrund der universellen Prinzipien kann sie in vielen unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden.

Methode zur Priorisierung von Aufgaben im Zeitmanagement
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