Executive Summary Tree

English
Executive Summary Tree, EST

Der Executive Summary fasst detaillierte Analyseergebnisse zusammen, die als Kausalitätsbeziehungen grafisch dargestellt sind. Er visualisiert die wichtigsten Zusammenhänge übersichtlich auf einer Seite und unterstützt so bei der Überzeugung wichtiger Stakeholder. Die Verbindung zur detaillierten Kausalitätslogik bleibt dabei erhalten, um jederzeit auf die vollständige Analyse zurückgreifen zu können. Der Executive Summary Tree ist eine Methode der Theory of Constraints und wird meist zusammen mit Gegenwartsbaum oder Zukunftsbaum verwendet. Er eignet sich aber auch zur Vereinfachung ähnlich strukturierter Kausalitäts- oder Flussdiagramme.

Executive Summary Tree

Executive Summary Tree

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Executive Summary Tree, EST

Der Executive Summary fasst detaillierte Analyseergebnisse zusammen, die als Kausalitätsbeziehungen grafisch dargestellt sind. Er visualisiert die wichtigsten Zusammenhänge übersichtlich auf einer Seite und unterstützt so bei der Überzeugung wichtiger Stakeholder. Die Verbindung zur detaillierten Kausalitätslogik bleibt dabei erhalten, um jederzeit auf die vollständige Analyse zurückgreifen zu können. Der Executive Summary Tree ist eine Methode der Theory of Constraints und wird meist zusammen mit Gegenwartsbaum oder Zukunftsbaum verwendet. Er eignet sich aber auch zur Vereinfachung ähnlich strukturierter Kausalitäts- oder Flussdiagramme.

Executive Summary Tree

Einsatzmöglichkeiten

  • Übersichtliche Zusammenfassung eines Gegenwartsbaums oder eines Zukunftsbaums zur Präsentation vorwichtigen Stakeholdern
  • Zusammenfassung (in jeweils angepasster Form) weiterer umfangreicher Diagramme, die komplizierte logische Zusammenhänge darstellen (z.B. Entscheidungsbaum, Flussdiagramm, etc.)

 

Ergebnisse
  • Übersichtliches Diagramm der kausalen Zusammenhänge, angepasst an die jeweilig adressierten Stakeholder
  • Besseres, möglicherweise korrigiertes, Verständnis des Systems und seiner Wirkungszusammenhänge
Vorteile
Einfache Vorgehensweise, um komplexe Kausalitäsdiagramme auf das Wesentliche zu reduzieren.
Übersichtliche Darstellung auf einer Seite.
Einfachere Nachvollziehbarkeit der visualisierten Zusammenhänge.
Detaillierte Logik der Argumentation wird mit den Elementen des EST im Hintergrund verknüpft und ist jederzeit abrufbar.
Grenzen, Risiken, Nachteile
Logische Fehler im Ausgangsmaterial können bestehen bleiben.
Die Methode ist nicht geeignet für Systeme, deren Zusammenhänge und Eigenschaften unbekannt sind.
Nicht geeignet für Situationen, in denen die Entscheidungen auf emotionaler Basis erfolgen.
Voraussetzungen

Bereitschaft der Adressaten, auf Basis von Ursache-Wirkungs-Beziehungen sachlich zu entscheiden.

Qualifizierung

Die Ersteller sollten Erfahrung mit der Methode der Logikdarstellung haben, z.B. indem sie diese an einem einfachen Beispiel einüben (siehe z.B. Methode Negativer / Positiver Zweig).

Benötigte Informationen
  • Ein Diagramm, das für diese Methode geeignet ist, üblicherweise ein Gegenwartsbaum oder Zukunftsbaum
  • Möglichst umfassende Informationen über das zu bearbeitende System und das Thema
Benötigte Hilfsmittel
  • Präsentationssoftware oder andere Software, die Ursache-Wirkungs-Beziehungen visualisieren kann
  • Software zur Darstellung und Bearbeitung des Ausgangsdokuments
  • Hinreichend großer Ausdruck des Ausgangsdokuments und verschiedenfarbige Leuchtmarker (im Beispiel gelb, rot und grün)
Herkunft

Erfinder der Methode ist H. William Dettmer, ein US-amerikanischer Unternehmensberater (Dettmer, H. William: "The Logical Thinking Process: A Systems Approach to Complex Problem Solving", 2007). In seiner Zeit beim Militär erfand er den Executive Summary Tree, um seine Analyseergebnisse kurz und präzise höherrangigen Offizieren ebenso wie zivilen Partnern präsentieren zu können. Dettmer ist international renommierter Experte und Vordenker für den Einsatz und die Weiterentwicklung der TOC Denkwerkzeuge.

Durchführung: Schritt für Schritt

Im Folgenden wird die Anwendung des Executive Summary Trees zur Vereinfachung eines komplexen Zukunftsbaums beschrieben, angelehnt an H. William Dettmers Anleitung in: "The Logical Thinking Process: A Systems Approach to Complex Problem Solving", 2007 (siehe Abschnitt "Herkunft").

Als Ausgangsmaterial für das Beispiel dient ein Gegenwartsbaum erstellt von Uwe Techt, aus den Begleitmaterialien zum Buch "Projects that Flow: Mehr Projekte in kürzerer Zeit", 2015.

Schritt 1: Prüfen Sie nochmals die Logik des Ausgangsmaterials!

Der Executive Summary Tree ist für seine Adressaten nur so überzeugend wie Ihr Ausgangsmaterial logisch ist. Prüfen Sie also Ihren Gegenwarts- oder Zukunftsbaum noch einmal eingehend (siehe Methoden Gegenwartsbaum und Zukunftsbaum). Zugleich machen Sie sich dadurch nochmals intensiv mit den vollständigen Ursache-Wirkungs-Beziehungen vertraut.

Schritt 2: Wählen Sie die relevanten Effekte aus!

Für verschiedene Stakeholder sind verschiedene negative (im Gegenwartsbaum) bzw. positive (im Zukunftsbaum) Auswirkungen besonders wichtig bzw. irrelevant. Versetzen Sie sich in die Lage der Stakeholder, denen Sie die wichtigsten Aussagen Ihrer Analyse präsentieren wollen. Betrachten Sie nun aus deren Perspektive den Ausdruck der Ausgangsgrafik und kennzeichnen Sie mit dem gelben Leuchtmarker die zwei bis vier wichtigsten Elemente. Alternativ können Sie mit dem elektronischen Dokument arbeiten.

Übertragen Sie die betreffenden Elemente in ein neues Dokument (ich nenne diese in Folge "Zieldokument"). Der zur Verfügung stehende Platz im Zieldokument sollte berücksichtigen, wie viel Sie bei Ihrer Präsentation auf einer Seite darstellen können. Ordnen Sie diese Elemente entsprechend ihrer Anordnung im Ausgangsdokument von links nach rechts am oberen Rand des Zieldokuments an. Optimal sind zwei bis vier positive bzw. negative Effekte.

Mit diesem Schritt fokussieren Sie Ihren Executive Summary Tree auf das, was für Ihre Zielgruppe besonders wichtig ist und ausreicht, um ihr eine qualifizierte Entscheidung zu ermöglichen.

Beispiel:

Sie haben vor einigen Monaten die neu geschaffene Position des Head of PMO (Project Management Office) eines Anlagenbauers angetreten. Ihre Aufgaben – ein PMO aufzubauen, die einzelkämpferisch arbeitenden Projektmanager zu einem Team zu machen und das Projektmanagement zu professionalisieren – erweisen sich schwerer als erwartet. Sie haben schon einiges versucht, aber für die Kunden sichtbare Verbesserungen konnten Sie noch nicht bewirken. Nach einem unangenehmen Gespräch mit der Geschäftsführung haben Sie eine systematische Analyse mit dem Gegenwartsbaum durchgeführt und die Kernursachen identifiziert.

Nun stehen Sie vor der Herausforderung, Ihrer Geschäftsführung diese heiklen Erkenntnisse zu präsentieren. Den gesamten Baum im Detail zu präsentieren erscheint Ihnen nicht zweckdienlich (siehe Bild 1).

Bild 1: Der gesamte Gegenwartsbaum (vergrößterte Darstellung im Anhang)

Bild 1: Der gesamte Gegenwartsbaum (vergrößterte Darstellung im Anhang)
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Also beginnen Sie mit der Erstellung eines Executive Summary Trees. Aus den vielen negativen Effekten in Ihrem Gegenwartsbaum sehen Sie zwei als besonders relevant bzw. schmerzlich für die Geschäftsführung:

  • "Unzufriedene Kunden, Preisdruck, Wettbewerbsfähigkeit gefährdet"
  • "Ressourcen sind künstlich verknappt / leisten weniger als sie könnten"

Diese übertragen Sie ganz oben auf eine neue Folie in Ihrer Präsentationsdatei (siehe Bild 2).

Bild 2: Die für die Geschäftsführung wichtigsten Auswirkungen  (unerwünschte Effekte aus dem Gegenwartsbaum)

Bild 2: Die für die Geschäftsführung wichtigsten Auswirkungen (unerwünschte Effekte aus dem Gegenwartsbaum)

Praxistipps ...

Buchtipps

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Unternehmer und Manager, Management-Interessierte, Leser der Goldratt-Romane und Seminarteilnehmer fragen immer wieder:

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