Kleine Projekte

Teil 6: Urlaubsplanung für Selbständige
Viele Selbständige tun sich schwer damit, ihr Geschäft alleine zu lassen und entspannt Urlaub zu machen. Die Folge davon sind oft seelische, geistige und körperliche Erschöpfung bis hin zum Burnout. Wie ist es möglich, sich zu erholen, ohne dabei die Firma zu vernachlässigen? Olaf Clausen gibt Selbständigen Tipps dazu, wie sie ihre Auszeiten am besten organisieren, ohne Kunden zu verärgern oder gar zu verlieren.

Wer sich für die Selbständigkeit entscheidet, kann keine geregelte Urlaubsplanung erwarten. Selbständige nahmen 1999 durchschnittlich nur 14 Urlaubstage im Jahr, Beamte dagegen schöpften ihren Jahresurlaub von durchschnittlich 30 Tagen vollständig aus. Doch Auszeiten sind durchaus erlaubt und möglich, wenn Sie ein Unternehmen führen. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihren Urlaub am besten kundenverträglich organisieren.

Was ist Urlaub?

Urlaub dient der Erholung, so hat es der Gesetzgeber festgeschrieben -  der geistigen, körperlichen und seelischen Regeneration. Das ist gerade bei Selbständigen wichtig, weil sie in der Regel weit mehr als 35 oder 40 Stunden pro Woche arbeiten und dabei manchmal an den Rand der geistigen und körperlichen Erschöpfung geraten. Es hat seinen Grund, dass Arbeitnehmer nach dem Bundesurlaubsgesetz während des Urlaubs keine Erwerbstätigkeit ausüben dürfen, die dem Urlaubszweck widerspricht.

In der Theorie heißt es, dass Sie sich im Urlaub von den üblichen Aufgaben und Verpflichtungen lösen müssen. Die erste Woche dient der Anpassung an die neue Umgebung, die zweite Woche dem Auspendeln, und erst dann beginnt die eigentliche Entspannungsphase. Sie sollten die ganze Zeit über nicht erreichbar sein, das Mobiltelefon sollte zuhause bleiben. Wichtige oder dringende Aufgaben sollte es im Urlaub nicht geben.

Die Praxis sieht jedoch oft anders aus: Selbständigen fällt meist schon das Loslösen von den täglichen Verpflichtungen schwer. Denn sie sind es gewöhnt, die Verantwortung für ihr Geschäft, für Mitarbeiter und Kunden, zu tragen. Die Angst, während ihrer Abwesenheit könnte im Betrieb etwas schief gehen, begleitet sie rund um die Uhr.

Die Kernfrage ist also: Wie ist es möglich, Urlaub zu machen und dabei das Geschäft nicht zu vernachlässigen?

Urlaub als Arbeitsplatzverlagerung

Es gibt Selbständige, die Urlaub als bloße Arbeitsplatzverlagerung betrachten. Sie nehmen alle notwendigen Arbeitsmaterialien auf dem Notebook mit und behaupten, am Strand viel besser arbeiten zu können als im Büro. Gegen diese Angewohnheit sprechen zwei Gründe:

  1. Da die Betroffenen selbst ihren
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