Prompts und Daten für LLMs beliebig wiederverwenden Markdown – das Passepartout für KI-Anwendungen

Mit Markdown Prompts und Daten für KI-Anwendungen beliebig wiederverwenden

Markdown macht Prompts und Dokumente für KI-Anwendungen übersichtlicher, leichter wiederverwendbar und oft effizienter zu verarbeiten. So entstehen strukturierte Eingaben, die den Arbeitsalltag mit Sprachmodellen deutlich erleichtern.

Management Summary

Prompts und Daten für LLMs beliebig wiederverwenden Markdown – das Passepartout für KI-Anwendungen

Mit Markdown Prompts und Daten für KI-Anwendungen beliebig wiederverwenden

Markdown macht Prompts und Dokumente für KI-Anwendungen übersichtlicher, leichter wiederverwendbar und oft effizienter zu verarbeiten. So entstehen strukturierte Eingaben, die den Arbeitsalltag mit Sprachmodellen deutlich erleichtern.

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Die rapide zunehmende Benutzung von generativen Sprachmodellen hat einem Format, das bisher nur Spezialisten bekannt war, zu ungeahnten Höhenflügen verholfen: Das minimalistische und funktionsarme Markdown-Format wird immer mehr zum Standard bei Prompts und sogar bei Texten, die mit LLMs erzeugt und bearbeitet werden.

In erster Linie benötigen Sie das Markdown-Format für fortgeschrittene Anwendungen. Aber bereits beim alltäglichen Arbeiten mit Prompts im einfachen Textformat kommen Sie schnell an den Punkt, wo Markdown eine echte Hilfe darstellt.

Beschränkungen des reinen Textformats sind unter anderem:

  • Sie können umfangreiche Prompts nicht mit Überschriften strukturieren, z.B. um der Rollenbeschreibung, den Hintergrundinformationen, der Aufgabenstellung und dem angestrebten Ergebnis jeweils eigene Abschnitte zu geben. Natürlich können Sie nach einer Abschnittsbezeichnung eine Leerzeile einfügen, aber das ist nicht eindeutig.
  • Es ist nicht möglich, wichtige Informationen z.B. durch gefettete Schrift hervorzuheben.
  • Sie können gleichartige Informationen nicht als Listen oder Aufzählungen eingeben.
  • Wenn Sie eine Sammlung von Prompts haben, die Sie immer wieder verwenden, sind diese nicht übersichtlich lesbar und können nicht schnell und fehlerfrei angepasst werden.

Markdown kann das alles, und zwar ausschließlich mithilfe von Textzeichen! Das Markdown-Format verwendet einige Sonderzeichen wie z.B. ″#″, ″*″ und ″+″ dazu, Formatierungen zu markieren. Aufzählungen werden beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass jeder Punkt eine neue Zeile mit einem vorangestellten Bindestrich erhält (siehe Tabelle 1).

Was ist Markdown?

Markdown geht auf den Webentwickler John Gruber zurück, der 2004 die Spezifikation veröffentlichte (https://daringfireball.net/projects/markdown/). Seine Motivation war, eine einfache Syntax für das Erstellen von Texten zu entwickeln, die anschließend mit einem Parser (einem Programm zur automatischen Umwandlung der Textstruktur) in HTML umgewandelt wird. Es ging ihm also – pointiert gesagt – ganz einfach darum, weniger spitze Klammern tippen zu müssen, wie dies bei HTML erforderlich ist. Da HTML zu den Markup-Formaten zählt, nannte er seinen vereinfachten Ansatz ″Markdown″.

Grubers Idee wurde vielfach aufgegriffen, und so existieren derzeit eine ganze Menge unterschiedlicher Markdown-Varianten, die mit dem Original kaum noch etwas gemeinsam haben, außer der Grundidee, Formatierungen möglichst einfach im reinen Textformat zu kennzeichnen. Einen guten Überblick über diese Varianten erhalten Sie im Chatbot Ihres Vertrauens mit folgendem Prompt:

Gib mir einen Überblick über die Entwicklung und die Varianten des Markdown-Formats. Stelle die Unterschiede in einer Vergleichstabelle gegenüber. Stelle das Ergebnis als herunterladbare Markdown-Datei zur Verfügung.

Eine vollständige Referenz der Markdown-Syntax finden Sie auf der Website Markdown.org.

Hier jedoch geht es nur um den pragmatischen Einsatz von Markdown in der Kommunikation mit Chatbots. Einige wichtige Elemente des Markdown-Formats zeigt Tabelle 1. In der letzten Spalte sehen Sie, wie ein Markdown-Editor – in diesem Falle Panwriter – den Markdown-Text formatiert darstellt.

FormatMarkdown-KennzeichnungEingabeAnzeige im Markdown-Editor Panwriter
ÜberschriftHashtags (#) in der Zahl der Ebene, gefolgt von einem Leerzeichen

# Überschrift Ebene 1

## Überschrift Ebene 2

### Überschrift Ebene 3

..


 

FettZwei Sterne vor und nach dem Textnormal**fett**nichtmehrfett.


 

KursivEin Stern vor und nach dem Textgerade*kursiv*nichtmehrkursiv.


 

Fett und kursivDrei Sterne vor und nach dem Textnormal***fettkursiv***normal.


 

Nicht nummerierte ListeBindestrich, Stern oder Pluszeichen mit nachfolgendem Blank vor dem Item. Empfohlen: Nach dem Item ein Blank, bevor die neue Zeile begonnen wird

- Erster Spiegelstrich

- Zweiter Spiegelstrich


 

Nummerierte ListeZahl, mit der die Aufzählung beginnen soll, gefolgt von einem Punkt und einem Leerzeichen vor dem Item. Anschließende Items beginnen mit einer beliebigen Zahl, ebenfalls mit einem Blank getrennt. Die Konvertierung nummeriert neu.

1. erstes Item

7. zweites Item

5. drittes Item


 

HyperlinkAngezeigter Text in eckigen Klammern, Blank, URL in runden Klammern, optional Titel in Anführungszeichen[projektmagazin] (https://www.projektmagazin.de ″Das Fachportal für Projektmanagement″)(Panwriter formatiert Hyperlinks nicht)

Tabelle 1: Grundelemente von Markdown

Vorteile von Markdown für den Einsatz bei LLMs

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