Microsoft Office Project Server 2007: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Spätestens im Januar 2007 soll die finale Version von Microsoft Office Project 2007 zur Verfügung stehen. Nachdem in Ausgabe 9/2006 bereits die Neuerungen in Project Professional 2007 erläutert wurden, widmet sich dieser Beitrag dem Project Server 2007. Die aktuelle Version wurde nahtlos in SharePoint 3.0 integriert und um zahlreiche Funktionen, u.a. für das Ressourcenmanagement, erweitert. Johann Strasser hat den Project Server genauer unter die Lupe genommen und stellt die wichtigsten Neuerungen vor.

 

Microsoft Office Project Server 2007: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Spätestens im Januar 2007 soll die finale Version von Microsoft Office Project 2007 zur Verfügung stehen. Nachdem in Ausgabe 9/2006 bereits die Neuerungen in Project Professional 2007 erläutert wurden, widmet sich dieser Beitrag dem Project Server 2007. Die aktuelle Version wurde nahtlos in SharePoint 3.0 integriert und um zahlreiche Funktionen, u.a. für das Ressourcenmanagement, erweitert. Johann Strasser hat den Project Server genauer unter die Lupe genommen und stellt die wichtigsten Neuerungen vor.

 

Der Termin für die Verfügbarkeit von Microsoft Office Project 2007 rückt immer näher. Die finale Version soll im Dezember 2006 für Partner und Großkunden zum Download bereit stehen, im Januar 2007 soll sie dann für jedermann erhältlich sein. Die Neuerungen in Microsoft Office Project Professional 2007 wurden bereits in Ausgabe 9/2006 vorgestellt. Die Software lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in einer Beta-Version vor (Version Beta 1), die allerdings schon einen annähernd finalen Zustand hatte. Für den Server traf das damals allerdings noch nicht zu. Die derzeit aktuelle Version Beta 2 TR (Technical Refresh) soll dem Endprodukt jedoch von den Funktionen her gleich sein, so dass wir den Server in diesem Beitrag ausführlich unter die Lupe nehmen können.

Integration in SharePoint

Bisher war der Project Server 2003 eine einzelne Webanwendung die auch ohne Windows SharePoint Services 2.0 (WSS) betrieben werden konnte. Nun bildet SharePoint 3.0 die Basis für den Project Server 2007 und wird automatisch mit installiert. Die neue Project Version ist ein "Shared Service Provider" in SharePoint 3.0 und somit nahtlos integriert. Die Zentraladministration von SharePoint 3.0 hat sich damit allerdings deutlich verändert.

Projekte und deren Arbeitsbereiche

Die Navigation an der Oberfäche von SharePoint 3.0 hat sich durch die Integration des Project Server für den Benutzer erheblich verbessert, ist aber an einigen Stellen immer noch nicht ganz durchgängig. Mittlerweile kann der Benutzer beim Publizieren des Projekts entscheiden, ob für das Projekt eine SharePoint Site (Projekt Arbeitsbereich) angelegt werden soll oder nicht. Zusätzlich können Subsites erzeugt werden, ohne auf die Synchronisation der User und deren Rechte zwischen Projekt und zugehöriger Site zu verzichten. Somit lässt sich der Arbeitsbereich komfortabel in Projektprogramme, Projekte und Subprojekte strukturieren.

Bild 1: Erzeugen eines Project Workspace beim Veröffentlichen des Projekts.

Die verbesserte Ergonomie erfährt man auch direkt beim Einstieg in den Project Web Access (PWA). Dort ist auf der Homepage eine Liste der veröffentlichten Projekte samt Link zu deren Sites zu finden. Wollte man bisher eine ProjectSite direkt erreichen, musste man entweder einen Link für jede Site anlegen oder den Umweg über Project Center wählen.

Bild 2: Auf der Homepage des Project WebAccess 2007 sind veröffentlichte Projekte samt Link zu deren Sites aufgelistet.

In einem Project Workspace werden wie bisher Risiken, Probleme und Dokumente verwaltet, wobei aber in SharePoint 3.0 Berechtigungen nicht mehr nur für Listen vergeben werden können, sondern auch für Elemente der Listen.

Projektübergreifende Lieferumfänge als SharePoint Listen

Neu dazu gekommen sind Deliverables (Lieferumfänge), die dazu dienen, weiche, projektübergreifende Abhängigkeiten auf Vorgangsebene zu verdeutlichen. In Terminplänen lässt sich damit die gewünschte zeitliche Lage von inhaltlich abhängigen Vorgängen anzeigen. Die betroffenen Projektleiter können so erkennen, wie sie ihren Plan anpassen müssen, um die reibungslose Zusammenarbeit mit anderen Projekten zu gewährleisten. Lieferumfänge werden als SharePoint Liste im Workspace des Programms verwaltet, das die zugehörigen Projekte beinhaltet. Die Lage des gewünschten Lieferzeitraums ist in Bild 3 als roter Balken sichbar, der beliebig formatiert werden kann.

Bild 3: Weiche, projektübergreifende Abhängigkeiten können in SharePoint mit Hilfe von Deliverables dargestellt werden. 

Wie bei jeder SharePoint-Liste können auch an die Deliverables beliebige Dokumente angehängt werden, um die Abhängigkeit bzw. den Lieferumfang genau zu beschreiben.

Bild 4: Deliverables in SharePoint.

Administration

Die Administrationsseite des Project Servers ist immer noch über die Homepage des PWA unter "Server Settings" erreichbar. Durch den erweiterten Funktionsumfang gibt es jedoch einige Neuerungen und Änderungen.

Bild 5: Übersicht der Project Server Administrationsseite.

Benutzer und Ressourcen

Die Verwaltung der Benutzer und Ressourcen war in der bisherigen Version schwer verständlich: Eine Ressource musste im Ressourcenpool angelegt werden und erhielt dabei auch einen Account. Ein Benutzer hingegen erhielt zwar einen Account, erschien aber nicht als Ressource. In der aktuellen Version kann man im PWA Benutzer anlegen und mit Hilfe einer Checkbox entscheiden, ob diese auch als Ressource für die Zuordnung zu Vorgängen zur Verfügung stehen sollen oder nicht. Auch bei Ressourcen, die im Ressource Center angelegt werden, lässt sich mit Hilfe einer Checkbox (und ggf. durch Angabe eines Anmeldenamens) festlegen, ob eine Anmeldung am Project Server erlaubt ist oder nicht.

Die Synchronisation der Benutzer bzw. Ressourcen mit dem Active Directory ist nach wie vor nicht wirklich flexibel und andere automatisierbare Quellen stehen ohne Programmierung nicht zur Verfügung. Für eine komfortable Übernahme der Benutzerdaten und –rechte aus dem Active Directory muss nach wie vor auf Software von Drittherstellern zurückgegriffen werden.

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