PM-Community-of-Practice: So teilen Projektleiter ihr Praxiswissen effektiv

Die PM-Community-of-Practice (PM-CoP) ist eine Methode, nach der Projektleiter in Unternehmen regelmäßig zusammenkommen, z.B. alle sechs Wochen, um ihr Wissen auszutauschen. Sie bietet auch den vertraulichen Rahmen dafür, dass sich die Teilnehmer gegenseitig bei der Lösung von individuellen Problemen unterstützen. Dr. Herbert Haubold beschreibt Merkmale und OrganisationsformOrganisationsformDie Organisationsform charakterisiert die Art der Unternehmens- und Projektorganisation. Aus Sicht des Projektmanagements gibt es drei grundlegende Organisationsformen: reine Linienorganisation oder abteilungsorientierte Organisationsform Matrixorganisation reine Projektorganisation einer CoP und schildert, wie ihm schrittweise die Einführung einer PM-CoP gelang. Beispielhaft zeigt er, wie ein Treffen konkret ausgestaltet sein kann und nennt die wesentlichen ErfolgsfaktorenErfolgsfaktorenErfolgsfaktoren im Projektmanagement sind empirisch bestimmte Bedingungen, die dazu beitragen, dass die Stakeholder ein Projekt als erfolgreich bewerten. In der Fachliteratur und in – meist qualitativen – Untersuchungen werden regelmäßig folgende Bedingungen für eine erfolgreiche Projektdurchführung genannt:.

PM-Community-of-Practice: So teilen Projektleiter ihr Praxiswissen effektiv

Die PM-Community-of-Practice (PM-CoP) ist eine Methode, nach der Projektleiter in Unternehmen regelmäßig zusammenkommen, z.B. alle sechs Wochen, um ihr Wissen auszutauschen. Sie bietet auch den vertraulichen Rahmen dafür, dass sich die Teilnehmer gegenseitig bei der Lösung von individuellen Problemen unterstützen. Dr. Herbert Haubold beschreibt Merkmale und OrganisationsformOrganisationsformDie Organisationsform charakterisiert die Art der Unternehmens- und Projektorganisation. Aus Sicht des Projektmanagements gibt es drei grundlegende Organisationsformen: reine Linienorganisation oder abteilungsorientierte Organisationsform Matrixorganisation reine Projektorganisation einer CoP und schildert, wie ihm schrittweise die Einführung einer PM-CoP gelang. Beispielhaft zeigt er, wie ein Treffen konkret ausgestaltet sein kann und nennt die wesentlichen ErfolgsfaktorenErfolgsfaktorenErfolgsfaktoren im Projektmanagement sind empirisch bestimmte Bedingungen, die dazu beitragen, dass die Stakeholder ein Projekt als erfolgreich bewerten. In der Fachliteratur und in – meist qualitativen – Untersuchungen werden regelmäßig folgende Bedingungen für eine erfolgreiche Projektdurchführung genannt:.

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Das Umweltbundesamt in Wien wurde 1999 von einer nachgeordneten Dienststelle eines Ministeriums in eine GmbH umgewandelt. Dadurch veränderte sich das Aufgaben- und Betätigungsfeld der OrganisationOrganisationDer Begriff "Organisation" wird in drei, eng miteinander verknüpften Bedeutungen verwendet: Organisation als System Die Aufgabe, innerhalb des Systems Prozesse und Strukturen zu gestalten. Die Struktur eines solchen Systems und weitete sich aus. Die wachsende Nachfrage unterschiedlicher nationaler und internationaler Kunden führte dazu, dass die Mitarbeiterzahl innerhalb der letzten zehn Jahre von ca. 200 auf ca. 480 Personen erhöht wurde, und der Bedarf wuchs, das Projektmanagement (PM) unternehmensweit zu vereinheitlichen. (Anmerkung: Im Text wird der einfacheren Lesbarkeit halber bei der Nennung von Personen nur die männliche Form verwendet, z.B. Mitarbeiter. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.)

Zunächst eigneten sich die Mitarbeiter der verschiedenen Organisationseinheiten unabhängig voneinander PM-Kenntnisse an. Dies führte dazu, dass Projekte im Unternehmen sehr unterschiedlich abgewickelt wurden. Vor einigen Jahren wurde daher auf Initiative der Geschäftsführung damit begonnen, an dem Standard IPMAIPMAIPMA ist eine Abkürzung von International Project Management Association orientierte einheitliche Prozesse für die Projektarbeit im Hause einzuführen.

In dieser Umstellungsphase entstand eine Vielzahl völlig neuartiger Erfahrungen, insbesondere da das Unternehmen bislang eher traditionell-hierarchisch aufgebaut war. Es musste sich das Verständnis für die RolleRolleRolle bezeichnet eine temporäre Funktion einer Person oder Organisationseinheit innerhalb der Projektorganisation. Eine Rolle wird beschrieben durch Aufgaben, Befugnisse und Verantwortungen. Zur vollständigen Definition einer Rolle gehört die Angabe, ob sie teilbar (d.h. ob sie von mehreren Personen wahrgenommen werden kann) und kombinierbar (d.h. ob sie mit anderen Rollen gemeinsam von einer einzigen Person wahrgenommen werden kann). eines Projektleiters erst bilden – für die eigenständige Planung und Entscheidungsfindung innerhalb ihrer Projekte und dafür, dass vereinbarte Ressourcenzusagen auch eingehalten werden.

Hinzu kam, dass die Projektbeteiligten nun in den Projekten Probleme lösen mussten, die es in der rein hierarchischen Organisation nicht gegeben hatte. Im Zuge der Eigenverantwortung der Mitarbeiter im Projekt teilten nun nicht mehr Abteilungsleiter den Mitarbeitern einfach ihre Aufgaben zu, sondern Projektleiter mussten mit ihren Teams die Art der Abwicklung und den Vertiefungsgrad der Arbeitsvorhaben abstimmen, wie auch die Teammitglieder untereinander die Aufgaben und Verantwortlichkeiten klären mussten.

In all diesen Fällen entstand zunächst punktuell an unterschiedlichen Orten, d.h. in den einzelnen Projekten, neues Erfahrungswissen zur Lösung dieser Probleme. Es projektübergreifend verfügbar zu machen, indem Projektleiter im Austausch voneinander lernen, sah die Leitung der OrganisationsentwicklungOrganisationsentwicklungNach Wendell L. French und Cecil H. Bell ist Organisationsentwicklung "eine langfristige Bemühung, die Problemlösungs- und Erneuerungsprozesse in einer Organisation zu verbessern, vor allem durch eine wirksamere und auf Zusammenarbeit gegründete Steuerung der Organisationskultur – unter besonderer Berücksichtigung der Kultur formaler Arbeitsteams – durch die Hilfe eines OE-Beraters oder Katalysators und durch Anwendung der Theorie und Technologie der angewandten Sozialwissenschaften unter Einbeziehung von Aktionsforschung." (French, W. L., Bell, C.H.: Organisationsentwicklung. Stuttgart 1994 IV). (OE) als eine wichtige Unterstützungsmaßnahme im Rahmen der OE an. Ihr war bewusst, dass es die Erfolgswahrscheinlichkeit von Projekten im Unternehmen erhöht, wenn Praktiken oder Problemlösungen, die in einem Projekt erfolgreich eingesetzt wurden, auch in anderen Projekten Anwendung finden. Hierfür war eine Methode zur Wissensweitergabe erforderlich, die einfach zu implementieren und dennoch effektiv war und dabei den Projektleitern umgehend bei ihrer Arbeit nützte, sodass sie bereit waren, sich von Anfang an aktiv einzubringen.

Vor diesem Hintergrund entstand Ende 2010 in der Umweltbundesamt GmbH eine Projektmanagement Community of Practice (PM-CoP). Da ich selbst bereits positive Erfahrung mit der Methode der Community of Practice im Rahmen der Group on Earth Observation (einer internationalen Vereinigung mit dem ZielZielZiel ist ein prognostizierter Zustand, der ein bestimmtes Handeln legitimiert. Um ein Ziel zu erreichen ist ein Plan erforderlich. Sowohl Ziel als auch Plan sind charakterischte Bestandteile eines Projekts . Siehe Projektziel ., unterschiedliche Umweltdaten global zu erfassen und verfügbar zu machen) gesammelt hatte und zu diesem ZeitpunktZeitpunktIn der Netzplantechnik wird mit " Zeitpunkt " ein Punkt auf einer frei gewählten Zeitachse bezeichnet, solange diese noch nicht auf die Echtzeit abgebildet ist. bereits ein erfahrener Projekteiter war, wurde ich mit der Einführung betraut.

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Alle Kommentare (3)

Dirk
Radtke

Das Bild mit den Wildblumen hat mir besonders gefallen. Wie man mittelfristig Teilnahme an solchen Veranstaltungen mit dem Projektalltag in sehr stressigen Kontexten erhält, braucht vermutlich noch besondere Motivationsmaßnahmen.

 

Walter
Plagge

sehr informativ, die Einzelheiten zu den Regeln!

 

Birgit
Rattay

Die Informationen im Artikel sind äußerst nützlich und direkt aus der Praxis verdichtet.