Theory of Constraints (ToC)

Produktivitätssteigerung: Den Engpass in fünf Schritten überwinden

Nach der Theory of Constraints (ToC) gibt es in jedem Unternehmen einen Engpass, der die Produktivität des gesamten Unternehmens begrenzt. Soll also die Gesamtproduktivität gesteigert werden, muss die Leistungsfähigkeit dieser Engpass-Ressource oder -Maschine erhöht werden. Das erfolgt in fünf Schritten. Uwe Techt stellt die einzelnen Schritte vor und erklärt, wie Unternehmen in der Praxis ihre Engpässe erkennen und produktiv damit umgehen können.

Viele Unternehmen haben Ideen, wie sie ihre Produktivität verbessern können - die erhofften Erfolge können viele von ihnen aber nicht erzielen. Der Grund dafür, so der israelische Unternehmensberater und Physiker Dr. Eliyahu M. Goldratt, ist eine falsche Verbesserungsstrategie. Goldratt betrachtet Unternehmen ganzheitlich als System. Er empfiehlt, zunächst den jeweiligen Engpass des Unternehmens zu suchen. Das ist der Faktor, der die Leistungsfähigkeit des Systems begrenzt. Nach diesem ersten Schritt können - zunächst ohne kostspielige Investitionen - Unternehmen in vier weiteren Schritten ihre Leistungsreserven aktivieren und ihre Produktivität steigern. Diese fünf Schritte beschreiben den Grundprozess der Theory of Contraints (ToC); sie sind ein Baustein aus dieser Methodik, Unternehmen ganzheitlich zu verbessern. Im Folgenden werden die einzelnen Schritte des Grundprozesses vorgestellt und Sie erfahren, wie Unternehmen in der Praxis ihre Engpässe erkennen und produktiv damit umgehen können.

Engpass: Leistungslimitierung für das gesamte Unternehmen

Stellen Sie sich eine Sanduhr mit einer Verengung in der Mitte vor: Der Sand kann von oben nur so schnell durch die Sanduhr fließen, wie es die engste Stelle erlaubt. Sie ist der limitierende Faktor für das gesamte System "Sanduhr", so dass sich im oberen Trichter der Sand staut. Wäre die Sanduhr Ihre Maschine, und der Sand ein zu verkaufendes Produkt, bestünde Ihr Ziel darin, so viel Sand wie möglich durch die Verengung rieseln zu lassen. Um das zu erreichen, würden Sie versuchen, jede Störung beim Sandfluss in dieser Enge zu vermeiden, denn je mehr Sand die Enge passiert, desto mehr Sand können Sie verkaufen.

Unternehmen möchten mit ihren vorhandenen Ressourcen so viel wie möglich leisten. Doch wie im Beispiel mit der Sanduhr können sie nur so produktiv sein, wie es ihr Engpass erlaubt. Dieser Engpass limitiert die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems. Wenn man also die Leistungsfähigkeit dieses einen Engpasses erhöht, erhöht man auch die Leistungsfähigkeit des Systems. Optimierungen abseits des Engpasses werden die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems nicht verbessern. Im Gegenteil: Arbeiten die Nicht-Engpass-Ressourcen deutlich schneller als der Engpass, wird der Rückstau vor dem Engpass immer größer, der Engpass kann verstopfen und arbeitet dann sogar noch langsamer.

Fünf Schritte zur Produktivitätssteigerung

Möchten Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens verbessern, müssen Sie

  • alles tun, um den Engpass optimal zu nutzen (z.B. maximal auslasten),
  • alles andere der Nutzung des Engpasses unterordnen, unter Umständen auch die Produktivität bei "Nicht-Engpässen" drosseln.

Diese Verbesserungsstrategie kann in jedem Unternehmen und in jeder Organisation angewendet werden - unabhängig davon, wo es einen solchen Engpass gibt: in der Produktion, im Projektmanagement, in der Verwaltung, im Vertrieb oder im Marketing.

Die Strategie umfasst fünf Schritte. Die ersten drei sind:

1. Schritt: Identifizieren Sie den Engpass.

2. Schritt: Entscheiden Sie, wie Sie den Engpass bestmöglich ausnutzen.

3. Schritt: Ordnen Sie alles andere dieser Entscheidung unter.

So können Sie sicherstellen, dass Sie mit den vorhandenen Mitteln das bestmögliche Ergebnis erzielen - und zwar ohne zusätzliches Geld

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