Ergebnisse einer Befragung Was entscheidet ĂŒber die Akzeptanz von Projektmanagement-Software?

Die Akzeptanz der Anwender ist der SchlĂŒssel fĂŒr einen effektiven PM-Softwareeinsatz. Wird dies bei der NeueinfĂŒhrung eines PM-Tools nicht beachtet, droht ein Scheitern: Das gewĂ€hlte Tool wird nicht im gewĂŒnschten Umfang verwendet oder sogar ganz abgelehnt. Doch welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz? Die UniversitĂ€t OsnabrĂŒck erforscht in einer groß angelegten Untersuchung die Ursachen fĂŒr fehlende Akzeptanz der Anwender gegenĂŒber Projektmanagement-Software und die Möglichkeiten, diese zu beheben. Kristin Vogelsang, Leiterin der Studie, beschreibt LösungsansĂ€tze, die sich aus den Ergebnissen der Befragung ableiten.

 

Ergebnisse einer Befragung Was entscheidet ĂŒber die Akzeptanz von Projektmanagement-Software?

Die Akzeptanz der Anwender ist der SchlĂŒssel fĂŒr einen effektiven PM-Softwareeinsatz. Wird dies bei der NeueinfĂŒhrung eines PM-Tools nicht beachtet, droht ein Scheitern: Das gewĂ€hlte Tool wird nicht im gewĂŒnschten Umfang verwendet oder sogar ganz abgelehnt. Doch welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz? Die UniversitĂ€t OsnabrĂŒck erforscht in einer groß angelegten Untersuchung die Ursachen fĂŒr fehlende Akzeptanz der Anwender gegenĂŒber Projektmanagement-Software und die Möglichkeiten, diese zu beheben. Kristin Vogelsang, Leiterin der Studie, beschreibt LösungsansĂ€tze, die sich aus den Ergebnissen der Befragung ableiten.

 

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Projektmanagement-Software (PM-Software) einfĂŒhren und die Software entpuppt sich - gemessen an Ihren Anforderungen - als unpassend. Stellen Sie sich weiter vor, Sie haben eine PM-Software eingefĂŒhrt und kein Mitarbeiter benutzt das Produkt. Das kann Ihnen nicht passieren? Dann gehören Sie zu den Ausnahmen.

TatsĂ€chlich scheitert immer noch mehr als ein Drittel aller PM-SoftwareeinfĂŒhrungen vollstĂ€ndig. Vermutlich ebenso groß ist die Zahl derer, die teilweise scheitern, weil die Software nicht im gewĂŒnschten Maß verwendet wird. Eigentlich nicht erstaunlich, bedenkt man die KomplexitĂ€t der Produkte und des abzubildenden Bereichs. Projektmanagement ist so facettenreich wie kaum ein zweites Managementgebiet. Die Gruppe der Stakeholder setzt sich aus Teammitgliedern, Projektleitern, dem Management und meist auch aus Kunden und Zulieferern zusammen. Schließlich bedeutet Projektmanagement das reibungslose Zusammenspiel nahezu aller Abteilungen sowie der externen Partner.

Wird eine PM-Software nicht verwendet, fĂŒhrt das zunĂ€chst auf Teamebene zu einem Schaden. Dieser weitet sich aus und zieht sich bald durch alle Bereiche des Unternehmens (Bild 1). Es beginnt meist damit, dass relevante Daten fehlen und Auswertungen nicht möglich sind. Sind einzelne Projekte fehlerhaft im System abgebildet, kann dies weit reichende Konsequenzen fĂŒr die projektĂŒbergreifende Ressourcen- und Terminplanung haben. Schließlich sind sinnvolle Statusabfragen nicht mehr möglich und Berichte enthalten InformationslĂŒcken.

Bild 1: Auswirkung mangelnder PM-Softwareakzeptanz.

Mangelnde Softwareakzeptanz wird gern als bloßer Unwillen der Mitarbeiter abgetan, dem man mit strikten Vorgaben begegnen kann. In Wahrheit ist das Problem allerdings komplexer. Trotz guter GrĂŒnde eine PM-Software einzusetzen, strĂ€uben sich Mitarbeiter oft aus mangelnden Kenntnissen im Umgang mit der Software, diese zu benutzen. HĂ€ufig entspricht die ausgewĂ€hlte Software auch nicht den relevanten Anforderungen der Anwender, die Informationseingabe wird deshalb als lĂ€stige Zusatzpflicht verstanden. Hintergrund ist, dass Anforderungen aus nahezu allen Unternehmensbereichen an die Software herangetragen werden und diese somit Projektleitern, Teammitgliedern und der Unternehmensleitung gleichermaßen Nutzen bringen muss. Die Softwareauswahl wird jedoch oft nur von einem Mitarbeiter oder einer kleinen Gruppe von Mitarbeitern vorgenommen, die nicht alle Anforderungen aus den Abteilungen (z.B. Produktion, Forschung, Entwicklung) kennen. Hinzu kommt, dass es die große Zahl unterschiedlicher Produkte den Verantwortlichen erschwert, eine geeignete Software zu identifizieren und auszuwĂ€hlen.

Die UniversitĂ€t OsnabrĂŒck erforscht in einer groß angelegten Untersuchung die Ursachen fĂŒr fehlende Akzeptanz der Anwender gegenĂŒber Projektmanagement-Software und die Möglichkeiten, diese zu beheben. Im Herbst 2007befragte sie zu diesem Zweck Anwender und Experten wie Berater und Hersteller von PM-Software. Dieser Artikel beschreibt LösungsansĂ€tze, die sich aus den Ergebnissen der Befragung ableiten.

Untersuchung zur Akzeptanz von PM-Software

Seit Herbst 2007 untersucht der Fachbereich fĂŒr Organisation und Wirtschaftsinformatik der UniversitĂ€t OsnabrĂŒck intensiv die verschiedenen Einflussfaktoren der Softwareakzeptanz. Nachdem zunĂ€chst Anwender, Hersteller und Experten zu möglichen Einflussfaktoren befragt wurden, sollen die Anwender diese Einflussfaktoren in einer Folgestudie bewerten.

Sie können selbst bis zum Dezember 2008 an der Studie teilnehmen:

umfragen.bow.uni-osnabrueck.de

Die Bausteine des erfolgreichen Software-Einsatzes

Ob der Einsatz der gewĂ€hlten PM-Software von Erfolg gekennzeichnet sein wird, hĂ€ngt von verschiedenen Einflussfaktoren oder auch Bausteinen ab. Wie die Befragung bestĂ€tigte, kommt es vor allem auf die Faktoren "Mensch", "Software" und "Unternehmen" an. Nur gemeinsam ergeben sie das Fundament fĂŒr eine erfolgreiche Arbeit mit der Software im Projekt (Bild 2). Bereits bei der Auswahl und EinfĂŒhrung der Software können Sie die richtigen Voraussetzungen schaffen, indem Sie diese drei Bausteine als Ganzes betrachten.

Was entscheidet ĂŒber die Akzeptanz von Projektmanagement-Software?


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Alle Kommentare (3)

Guest

Alexander Dworrak

Wir arbeiten seit ca. zwei Jahren mit Projekttron als PM Software. Die grĂ¶ĂŸten Schwierigkeiten bei der EinfĂŒhrung der Software liegen nach meinem DafĂŒrhalten im menschlichen Bereich. Man versteht PM Software nicht als Plattform bereichĂŒbergreifender Dokumentation von Informationen zu durchgefĂŒhrten Prozessen und sich nicht als Teil einer unternehmerischen Einheit. Daten werden in unterschiedlichen Stadien der Projektarbeit erhoben und dokumentiert. PM Software erlaubt die zentrale Ablage und Nutzung dieser in den verschiedenen Bereichen. Voraussetzung hierfĂŒr ist jedoch, dass man ein gemeinsames VerstĂ€ndnis von AblĂ€ufen und Notwendigkeiten entwickelt und das das Werkzeug als Hilfsmittel zur UnterstĂŒtzung der gemeinsam zu bewĂ€ltigenden Aufgaben anerkannt und verstanden wird. Kein Widerspruch zu Ihrem Artikel Viele GrĂŒĂŸe Alexander Dworrak

 

Josef
Schwab

Josef Schwab

★★★★★
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Der Artikel ist inhaltlich vollkommen richtig, indem er auf die Akzeptanz der Benutzer in den Focus der Betrachtung setzt. Allerdings hat man das auch schon vorher gewusst und die Daten einer Befragung, die er liefert, bieten nun absolut nichts Neues. Wieder einmal macht eine Uni eine Untersuchung, und heraus kommt das, was man vorher schon wusste. Also relativ langweilig. MfG Josef Schwab

 

Guido
Karkosch
Dipl.-Wirt.Inform.

Guido Karkosch

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Mein Wahlspruch lautet: "PM-Software ist ein notwendiger aber kein hinreichender Grund fĂŒr erfolgreiches Projektmanagement". Das beste Werkzeug nutzt nichts, wenn die Projektmanagementprozesse nicht gelebt werden und auf Planungsergebnisse der Software nicht adĂ€quat reagiert wird.