Praxiswissen Controlling

Grundlagen, Werkzeuge, Anwendungen

Informationen zum Buch
Praxiswissen Controlling
Autor: Preißner, Andreas
ISBN: 3446417125
Verlag: Hanser Wirtschaft
Jahr: 2010
Seitenanzahl: 510 Seiten
Medienart: broschiert
Preis: 39,90 €
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Rezension von Dr. Georg Angermeier zur 3. Auflage

Für eilige LeserInnen: Controlling ohne Scheuklappen und Überheblichkeit. Geeignet für Controller, die mit Projektleitern zu tun haben und für Projektleiter, die mit Controllern zu tun haben.

Andreas Preißner entfaltet einen erfrischend offenen Begriff von Controlling, der sich fernab jeder Erbsenzählerei um die wesentlichen Dinge des Wirtschaftens kümmert. Wie mache ich ein Produkt wirtschaftlich erfolgreich? Wie kalkuliere ich ein Vorhaben oder eine Investition? Wie bewerte ich unterschiedliche Geschäftsmodelle? Wie bestimme ich den Nutzwert meines Projekts?

Für all diese Fragen erläutert der Autor die jeweils benötigten Grundlagen und führt mit anspruchsvolleren Kapiteln wie über die Balanced Scorecard zu einem ganzheitlichen Verständnis von Projekt, Produkt und Gewinn.

Nirgends merkt man die in anderen Darstellungen oft mitschwingende Controller-Ideologie, bei der ich immer an die grauen Männer von der Zeitsparkasse in Michael Endes "Momo" denken muss. Vielmehr handelt Preißner auch kritische Themen wie Kundencontrolling oder Komplexitätscontrolling sehr pragmatisch ab, so dass man versteht, welche Kriterien zu beachten sind, damit man selbst die richtige Entscheidung treffen kann.

Der kurze Abschnitt über Projektmanagement ist eine harmlose und nette Hinführung für Controller, die zum ersten Mal damit zu tun bekommen. Schade, dass sich der Autor hier nicht die Mühe gemacht hat, die Controlling-Methoden des Projektmanagement (Earned Value Analysis) zu erläutern. Nachdem das Buch bereits in der dritten Auflage erscheint, möchte ich dies für die vierte Auflage schon mal anregen.

Die dritte Auflage hat als wesentliche Neuerung ein bisschen Risikomanagement. Das ist absolut berechtigt, schließlich ist es im Moment ein Trendthema und wichtige Aufgabe für ein ganzheitliches Controlling, das nicht nur im Nachhinein die Belege überprüfen will.

Fachlich ist das Buch für die nicht aus der Betriebswirtschaftslehre stammenden Projektmanager eine wichtige Unterstützung in allen finanztechnischen Fragen, die während eines Projekts auf sie einstürzen. Viele Tabellen mit Begriffserklärungen, Diagramme zur Veranschaulichung der wirtschaftlichen Zusammenhänge und ein klarer Schreibstil lassen auch beim Nicht-Wirtschaftler das Verständnis für Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen wachsen.


Verlagstext

Seitdem die Fortschritte in der Informationsverarbeitung es den Unternehmen erlauben, Unmengen von Daten zu erfassen und auszuwerten, ist das «Führen mit Zahlen» aus den Chefetagen nicht mehr wegzudenken. Bevor die Führungskräfte jedoch ein Surrogat der wichtigsten Kennzahlen schwarz auf weiss in den Händen halten, jonglieren zumeist die Experten aus dem Finanz- und Rechnungswesen mit Ziffern, Abweichungen und Bytes. Welche Künste und zuweilen auch Tricks sie dabei anwenden, bleibt den im Finanzwesen weniger kundigen Managern oft vorenthalten.

Wer dennoch mehr als einen kurzen Blick in die Glaskugel der Controller-Zunft erhaschen will, sieht sich Bergen von Fachliteratur gegenüber. Diese Beiträge sind zwar umfassend, aber häufig auch theoretisch und manchmal etwas gar langweilig gehalten. In diese Lücke passt das «Praxiswissen Controlling», ein Handbuch für Fach- und Führungskräfte, die sich einen Überblick verschaffen wollen über die wichtigsten Entwicklungen und den derzeitigen Wissensstand im Controlling. In geraffter Form und mit zahlreichen Beispielen angereichert, wird der Leser eingeführt in die Zahlenwelt des Controllers. Dabei nehmen die klassischen Buchhalter-Themen wie Kostenrechnung, Kalkulation und Budgetierung breiten Raum ein.

Darüber hinaus tippt das Lehrbuch aber auch jene spannenden Bereiche an, in denen der Controller sich über seine Zahlenberge erhebt und zu einem umsichtigen Lotsen avanciert, der sich auf sein Frühwarnsystem verlassen muss. Dazu gehören solch umfassende Steuerungsinstrumente wie etwa eine Balanced Scorecard, ad hoc erstellte Sortiments-Erfolgsrechnungen, Verfahren des Kunden-Controlling oder der gegenwärtige Renner, das Komplexitäts-Management. Auf Grund der kurzen und übersichtlichen Darstellung wird der Leser schliesslich vertrauter mit dem Instrumentenkoffer des Controllers. Und das Gespenst, das für einige über dem Controlling schwebt, verliert einen Grossteil seines Schreckens.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



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