Bauprojekt

Projekte in der Bauwirtschaft weisen eine hohe branchenspezifische Ausprägung auf. Sie sind durch Gesetze, Verordnungen und Normen in ein sehr starres Projektumfeld eingebettet. Der Ablauf von Bauprojekten ist durch die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) sowie die Verdingungsordnung Bau (VOB) detailliert geregelt.

Bauprojekte weisen eine eigene Sprache auf. Beispielsweise entspricht dem Lastenheft in etwa die Kombination aus dem Leistungsverzeichnis und dem aktuellen Planstand. Neben den Begriffen des Projektleiters und des Projektmanagers wird im Bau noch der Begriff des Projektsteuerers verwendet. Traditionell übernimmt ein Architekt die Rolle des Projektleiters bei Bauprojekten.

Nur bei kleineren Projekten wird noch ein einzelner Architekt sowohl die planerische Leistung als auch das Projektmanagement übernehmen. In der Regel wird sich ein Team von mehreren Spezialisten oder spezialisierten Architekturbüros die einzelnen Managementaufgaben innerhalb des Bauprojekts teilen.

Teilprojekte im Bau werden in der Regel nach Gewerken (Aufgabenteilung zwischen den Handwerksberufen) und Losen (räumliche Aufteilung) gebildet.

Aufgrund dieser branchenspezifischen Ausprägung gibt es für die Baubranche eigene Software, die z.B. die Kostenschätzung, die Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung (AVA) sowie das eigentliche Projektmanagement unterstützen.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Hendrik Hilmer
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Wo ein Projekt, da ein Konflikt – so scheint es sehr oft. Gerade bei öffentlichen Bauprojekten treten zwischen einzelnen Bürgern und Bauunternehmen häufig Konflikte auf. Hendrik Hilmer zeigt Ihnen in 6 Schritten, wie Sie Konflikte frühzeitig erkennen und lösen.
von Hendrik Hilmer
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Sie befürchten negative Konsequenzen, wenn Sie Projektpuffer offen kommunizieren? Hendrik Hilmer räumt mit diesen Bedenken auf und plädiert für einen offenen Umgang mit Puffern. Hierfür setzt er eine vertrauensvolle Teamarbeit voraus – auch im Bauprojektmanagement.
von Helmut Mersch
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Zukünftig werden Bauprojekte (unabhängig von ihrer Größe) nicht mehr in realen Büros geplant, sondern in virtuellen Projekträumen stattfinden. Helmut Mersch erläutert, für wen sich die Investition in einen solchen virtuellen Projektraum lohnt und stellt den aktuellen Stand der Technik vor. Zudem wagt er einen Blick in die Zukunft der Projekträume für das Bauwesen. Eine Checkliste für die Einrichtung eines virtuellen Projektraums liefert er mit.
von Christopher Nimsch
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Blaming Culture, Insha'Allah-Mentalität und Kastendenken – diesen und weiteren Herausforderungen mussten sich Christopher Nimsch und Andreas Linden in Dubai stellen. Als Mitarbeiter des Zulieferers DORMA waren sie an einem Teilprojekt für den Bau des "Burj Khalifa" beteiligt, dem höchsten Gebäude der Welt. Sie zeigen, wie es mit projektbegleitendem Coaching gelang, Spielregeln, Lösungswege und Tools zu entwickeln, um ein internationales Großprojekt erfolgreich abzuschließen – trotz starker soziokultureller Unterschiede der Projektbeteiligten und hoher logistischer Komplexität.
von Elisabeth Wagner
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Beate Cornils ist als Seniorprojektleiterin für den Bau des Konzertbereichs der Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich. Als Frau auf einer Baustelle zu arbeiten, war anfangs jedoch nicht leicht. Die männlichen Kollegen taten sich schwer, die Kompetenz der angehenden Architektin zu akzeptieren. Im Gespräch mit Elisabeth Wagner erzählt die PM-Expertin über den Beginn ihrer beruflichen Karriere und wie es ihr gelang, sich in diesem von Männern dominierten Arbeitsumfeld zu behaupten.
von Dr. Peter Wotschke
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Projektorientierte Unternehmen, wie z.B. aus dem Baugewerbe, müssen ihre Allgemeinen Geschäftskosten (AGK) vollständig über Projekterträge decken. Projektverzögerungen können deshalb zur Unterdeckung der AGK führen. Verursacht der Auftraggeber diese Verzögerung, lehnt er Nachforderungen der AGK des Auftragnehmers in der Regel ab, da sie seiner Meinung nach nicht durch das Projekt bedingt sind. Der Auftragnehmer kann mit einer stringenten Argumentation jedoch eine schlüssige Begründung dafür liefern, dass der Auftraggeber die Deckungslücke der AGK verursacht hat. Dr. Peter Wotschke zeigt anhand einfacher Beispiele die Problematik auf, gibt Hinweise für die Erstellung und Kalkulation der AGK und liefert eine Argumentationshilfe für den Auftragnehmer, der die AGK über eine Nachforderung beim Auftraggeber geltend machen will.
von Anton Unterluggauer
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Kommunale Bauvorhaben scheitern leicht an politischen Unstimmigkeiten. Das wussten auch die Initiatoren des Projekts "Errichtung Ferry Porsche Congress Center" in der Stadtgemeinde Zell am See, Österreich. Sie legten bei Planung und Bau des Kongresszentrums deshalb großen Wert darauf, alle Stakeholder von Anfang an einzubeziehen. Das Konzept ging auf: Das Vorhaben konnte erfolgreich durchgeführt werden, obwohl es in früheren Jahren mehrmals am mangelnden politischen Konsens gescheitert war. Außerdem erhielt Zell am See für das Projekt den pma award 2007 der Projekt Management Austria. Projektleiter Anton Unterluggauer berichtet, welche Aspekte des Stakeholdermanagements für den Projekterfolg ausschlaggebend waren.
von Thomas Mathoi
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In Bauprojekten steht die Planung des Bauwerks unter hohem Zeitdruck. Um sie dennoch solide aufzusetzen, muss man sie sorgfältig vorbereiten – zugespitzt kann man hier von der "Planung der Planung" sprechen. Leider wird diese zugunsten eines möglichst raschen Starts der Bauplanung oft vernachlässigt, was zu Mehrarbeit, Zusatzkosten und Verzögerungen im eigentlichen Planungsprozess führen kann. Dr. Thomas Mathoi beschreibt in seinem Beitrag, welche Bedeutung die "Planung der Planung" für den Projekterfolg hat und wie man sie im Hochbau Schritt für Schritt umsetzt.
von Thomas Mathoi
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Mit Value Management ist es möglich, unnötige Projektkosten zu identifizieren und so eine höhere Kostensicherheit zu gewährleisten. Im Baubereich wird das Value Management als Value Engineering bezeichnet und ist insbesondere im anglo-amerikanischen Sprachraum bereits Bestandteil der Projektabwicklung im öffentlichen Bereich. Ein zentraler Aspekt ist die Einbindung des bauausführenden Auftragnehmers. Gemeinsam können Planer und Ausführende leichter neue Wege finden, um Kosten einzusparen und das Projektergebnis verbessern. Dr. Thomas Mathoi stellt das Value Engineering vor.
von Patrick Schwerdtner
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Viele Auftraggeber beurteilen ihre Lieferanten ausschließlich danach, ob diese ihre Leistungen pünktlich und in der geforderten Qualität erbringen. Für den Projekterfolg reicht das aber oft nicht aus. Insbesondere wenn eine projektbegleitende Planung erfolgt und während der Abwicklungen noch viele Änderungen vorgenommen werden, müssen Lieferanten außerdem eine qualitativ hochwertige Kommunikation pflegen und z.B. drohende Probleme rechtzeitig an die Projektleitung melden. Patrick Schwerdtner stellt einen Lösungsansatz vor, mit dem die Kommunikationsqualität von Lieferanten gemessen und bewertet werden kann. Der Ansatz wird anhand von Bauvorhaben erläutert, kann aber auch in anderen Branchen verwendet werden.
von Melich Seefeldt
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Große Projekte bergen große Risiken – das gilt auch für Projekte in der Bauwirtschaft und im Anlagenbau. Beide Industrien sehen sich denselben grundlegenden Problemen gegenüber: hohe Vorfinanzierungsquoten bei geringen Margen, große Beschaffungsanteile, Ausführungsmängel usw. Im Rahmen der Studie "Zukunftsstrategien der Bau- und Anlagenbauindustrie im Vergleich" wurden Vorstände und Geschäftsführer von Bau- und Anlagenbauunternehmen befragt, welche Maßnahmen sie ergriffen haben, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Melich Seefeldt und Steffen Pekrul stellen die Ergebnisse der Studie vor.
von Melich Seefeldt
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Die desolate wirtschaftliche Lage im Baugeschäft ist nach der Studie "Projektmanagement im Auf-Bau" nicht nur auf konjunkturelle, sondern auch auf unternehmensinterne, strukturelle Schwachstellen in der Projektabwicklung und -organisation zurückzuführen. Dipl.-Ing. oec. Melich Seefeldt stellt die Ergebnisse dieser Studie in seinem Artikel vor.
von Ute Kuhlmann
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Ute Kuhlmann zeigt in ihrem Praxisbericht, wie ein gigantisches Projekt geplant und umgesetzt wurde: 30 Jahre Planung, Neuschaffung einer Behörde, Austausch mit internationalen Spezialisten und ein umfassendes Risikomanagement sind nur einige der Gründe für den erfolgreichen Projektverlauf. Der Bau des "Fränkischen Seenlands" und die Umgestaltung der angeschlossenen Flüsse haben das Landschaftsbild Mittelfrankens komplett verändert.
von Dr. Georg Angermeier
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Dr. Georg Angermeier erläutert in seinem Artikel, warum sich die amerikanischen Anbieter aus Deutschland zurückgezogen haben und welche der deutschen und europäischen Firmen sich etablieren konnten.
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