Rational Unified Process

Der "Rational Unified Process" ist ein bei IBM entwickeltes Vorgehensmodell für die Durchführung von Softwareprojekten. Er ist zeitlich in die vier Phasen Vorbereitung (Inception), Software-Strukturierung (Elaboration), Software-Erstellung (Construction) und Software-Übergabe (Transition) gegliedert. Die Projektdurchführung ist in die Arbeitsprozesse (Workflows) Geschäftsmodellierung (Business Modeling), Requirements Engineering, Analyse u. Entwurf (Analysis a. Design), Implementierung (Implementation), Test, Einsatz und Verteilung (Deployment), Konfigurations- und Änderungsmanagement (Configuration a. Change Management), Projektmanagement sowie Entwicklungsumgebung (Environment) gegliedert.

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Charakteristisch für den RUP sind die sechs so genannent Best Practises der Software-Entwicklung:

  • Iterative Entwicklung
  • Anforderungsmanagement / Requirements Management
  • Architekturzentrierte Entwicklung
  • Visuelle Modellierung (in der Regel mit UML)
  • Qualitätssicherung
  • Änderungsmanagement
Vor allem die iterative Entwicklung wird als besonders typisch für den RUP angesehen. Diese ist eine Reaktion auf sich noch während der Entwicklung ändernde Kundenanforderungen und die hohen Risiken von Konstruktionsfehlern. Durch kleine Entwicklungsschritte, deren Ergebnisse sofort auf Funktionalität und Kundenakzeptanz überprüft werden, versucht man, möglichst exakt ein den Kundenanforderungen entsprechendes und möglichst fehlerfrei funktionierendes Produkt zu erstellen.

Rational Unified Process und RUP sind eingetragene Warenzeichen von IBM.

Weitere Informationen über den RUP findet man im E-zine www.ibm.com/developerworks/rational/rationaledge.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 19.09.2005.
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