Spiralmodell

Das Spiralmodell oder "Boehm Spiral Model" geht auf zwei Publikationen von Barry Boehm zurück (Boehm, Barry: A Spiral Model of Software Development and Enhancement. ACM SIGSOFT Software EngineeringSoftware EngineeringDie Entstehung des Begriffs Software Engineering wird gemeinhin auf die "NATO Software Engineering Conferences" 1968 (Garmisch, Deutschland) und 1969 (Rom, Italien) zurückgeführt. Die Protokolle dieser Konferenzen sind unter der URL http://homepages.cs.ncl.ac.uk/brian.randell/NATO/ als PDF-Dateien verfügbar. Notes, August 1986; Boehm, Barry: A Spiral Model of Software Development and Enhancement. IEEE Computer, Vol.21, Ausg. 5, Mai 1988, pp 61-72.).

Spiralmodell

Das Spiralmodell oder "Boehm Spiral Model" geht auf zwei Publikationen von Barry Boehm zurück (Boehm, Barry: A Spiral Model of Software Development and Enhancement. ACM SIGSOFT Software EngineeringSoftware EngineeringDie Entstehung des Begriffs Software Engineering wird gemeinhin auf die "NATO Software Engineering Conferences" 1968 (Garmisch, Deutschland) und 1969 (Rom, Italien) zurückgeführt. Die Protokolle dieser Konferenzen sind unter der URL http://homepages.cs.ncl.ac.uk/brian.randell/NATO/ als PDF-Dateien verfügbar. Notes, August 1986; Boehm, Barry: A Spiral Model of Software Development and Enhancement. IEEE Computer, Vol.21, Ausg. 5, Mai 1988, pp 61-72.).

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Es beschreibt als eines der ersten Vorgehensmodelle den sogenannten iterativ-inkrementellen Entwicklungsprozess von Software. Es wird visualisiert durch eine Spirale, die ausgehend vom Ursprung eines rechtwinkligen Koordinatensystems im Uhrzeigersinn eine immer größer werdende Fläche umschließt. Jeder Umlauf entspricht dem Durchlaufen eines Entwicklungszyklus in den Phasen des Wasserfallmodels.

Üblicherweise werden den vier Quadranten des Koordinatensystems folgende Phasen zugeordnet:

  1. Klärung der Ziele, Erhebung von Anforderungen, Bestimmung der RandbedingungenRandbedingungenDie Randbedingungen eines Projektes sind die vom Projektumfeld vorgegebenen Bedingungen, die bei der Projektplanung nicht beeinflussbar sind und daher als gegebene Größen verwendet werden müssen.
  2. RisikoanalyseRisikoanalyseDie Risikoanalyse umfasst alle Aktivitäten zur Einschätzung, Bewertung und Priorisierung der Risiken (inkl. Chancen) im Projekt. Sie liefert damit die Ausgangsbasis für alle weiteren Schritte der Maßnahmenplanung und –bewertung wie auch für die Risikoüberwachung im Projekt. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Risikomanagements und als wiederkehrender Prozess im Projektverlauf zu sehen, der sich an die Risikoidentifikation anschließt., Entwurf und Erstellung eines Prototypen
  3. Implementierung und Anwendertest
  4. Auswertung der Iteration und Planung der nächsten Iteration bzw. Stop des Projekts.

Typisch für das Spiralmodell ist die starke Betonung der Risikoanalyse, die einem Scheitern des Projekts frühzeitig vorbeugen bzw. ein aussichtsloses Projekt möglichst schnell beenden soll.

Die von der Spirale eingeschlossene, größer werdene Fläche soll den erreichten FertigstellungsgradFertigstellungsgradFertigstellungsgrad ist der zu einem bestimmten Zeitpunkt erbrachte, in Prozenten angegebene Anteil der vereinbarten Leistung eines Arbeitspakets oder Projekts. symbolisieren. Problematisch ist allerdings, dass sie nicht den für jede Iteration benötigten Zeitaufwand visualisiert. Die geplante ProjektdauerProjektdauerProjektdauer ist der in Einheiten der Arbeitszeit gemessene Zeitraum zwischen Projektstart und Projektende. Der Begriff " Projektdauer " wird in den Richtlinien und Normen für Projektmanagement nicht explizit definiert. Weiterhin wird der Begriff " Dauer " nicht einheitlich verwendet. Dauern können entweder in kalendarischen Einheiten (Tage, Wochen, Monate, Jahre) oder in Einheiten der Arbeitszeit (z.B. in Arbeitstagen) angegeben werden. Der PMBOK® Guide definiert "Dauer" eindeutig im Sinne von Arbeitszeit und grenzt sie von "elapsed time" (verstrichener Zeit) und "effort" ( Arbeitsaufwand ) ab. kann bei Anwendung des Spiralmodells nur eingehalten werden, wenn für jede Iteration verbindlich terminierte Meilensteine gesetzt sind.

Boehm entwickelte das Spiralmodell weiter zum sogenannten WinWin Spiral Model. Hierbei ist das Spiralmodell im Wesentlichen um eine Methode zur Erhebung und Behandlung von Änderungsanforderungen ergänzt (Boehm, Barry and Bose, P.: A Collaborative Spiral Software Process Model Based on Theoy W. Third International Conference on the Software Process, 1994).

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