Visuelles Management

Visuelles Management ist der Einsatz von Visualisierungen als Instrument zur Unternehmensführung.

Visuelles Management

Visuelles Management ist der Einsatz von Visualisierungen als Instrument zur Unternehmensführung.

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Anstelle von Dienstanweisungen, Berichten und anderen Dokumenten treten beim Visuellen Management Bilder, Symbole, Grafiken und andere visuelle Elemente, die Informationen schneller und wirksamer als Texte an ihre Empfänger übermitteln sollen. So gibt z.B. ein ↑Ampelindikator in weniger als einer Sekunde Auskunft über ProjektstatusProjektstatusDer aktuelle Stand des Projektes hinsichtlich der Abarbeitung der Arbeitspakete, des Verbrauchs an Einsatzmitteln und Finanzmitteln und der Terminsituation wird im Projektstatus beschrieben. Der Projektstatus ist Ergebnis des Projekt-Controllings und kann in verschiedener Form dargestellt werden. und bestehenden Handlungsbedarf.

Visuelles Management geht auf viele Ursprünge zurück und hat somit weder einen Erfinder noch eine eindeutige Quelle. Zwar wird in der Literatur oftmals das Toyota Produktionssystem als Ausgangspunkt für Visuelles Management angeführt, aber z.B. bereits Henry Gantt verwendete 1910 die nach ihm benannten Gantt-Charts zur Einsatz- und Produktionsplanung.

Vorteile und Grenzen von Visuellem Management

Visuelle Signale zur KommunikationKommunikationDer Austausch von Informationen zwischen den Projektbeteiligten, insbesondere innerhalb des Projektteams, ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren des Projektmanagements. Trotz aller technischer Hilfsmittel, die Kommunikation erleichtern, bleibt ausschlaggebend, in wie weit die einzelnen Projektbeteiligten bereit sind, ihre Erfahrungen mitzuteilen und bei Problemen die anderen zu fragen. haben gegenüber Sprachsignalen (geschrieben oder gesprochen) folgende Vorteile:

Der Verwendung visueller Signale sind aber auch Grenzen gesetzt:

  • sie erlauben keine komplexen Aussagen (z.B. Entscheidungsvorlagen)
  • zu viele visuelle Signale führen dazu, dass der Empfänger sie ignoriert (z.B. Außenwerbung lenkt von Verkehrszeichen ab)
  • sie müssen in hohem Maße standardisiert sein, um sicher von allen verstanden zu werden (z.B. Tauchzeichen nach ISO 24801-2)

Erläuterungen und Kommentar

Visualisierungen und Visuelles Management leistet im Projektmanagement wertvolle Unterstützung für die Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten. Insbesondere für zusammenfassende und zeitkritische Kommunikationsprozesse (z.B. gegenseitige Statusmeldungen voneinander abhängiger Teilprojekte) oder für einfache Informationsweitergaben (z.B. Feedback an das Team über Arbeitsfortschritt) ist visuelle Kommunikation vorteilhaft. Ebenso sind viele visuelle Methoden wie z.B. Mind MappingMind MappingMind Mapping ist eine Kreativitätsmethode zur strukturierten Sammlung von Ideen, bei der Assoziationsketten in Form von neuronalen Strukturen, einer sog. ↑Mind Map , visualisiert werden. oder auch die NetzplantechnikNetzplantechnikNetzplantechnik dient zur grafischen Modellierung von zeitlichen Abläufen und zur Erstellung von Terminplänen. Sie beruht auf der mathematischen Graphentheorie . Elemente der Netzplantechnik sind Knoten und als Pfeile dargestellte Anordnungsbeziehungen zwischen den Knoten. weitaus effizienter als das Arbeiten mit Tabellen oder Texten.

Andererseits muss berücksichtigt werden, dass visuelle Darstellungen stets Informationsverlust bedeuten. So ist es z.B. notwendig, dass zu einem Netzplan zusätzliche Informationen hinterlegt werden, die z.B. die Gründe für Abhängigkeiten oder Annahmen über die RandbedingungenRandbedingungenDie Randbedingungen eines Projektes sind die vom Projektumfeld vorgegebenen Bedingungen, die bei der Projektplanung nicht beeinflussbar sind und daher als gegebene Größen verwendet werden müssen. (z.B. Wetter) dokumentieren. Ebenso ist z.B. eine RisikomatrixRisikomatrixEine Risikomatrix (auch Risikoportfolio genannt) visualisiert eine Menge von Risiken in Abhängigkeit von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung (Schadenshöhe, Tragweite ). Die Risikomatrix ist das Ergebnis von Risikoanalyse und Risikobewertung . ohne ausführliche Beschreibungen der betrachteten Risiken nutzlos, da sich aus ihr keinerlei Handlungsmöglichkeiten ableiten lassen.

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