Voraussetzungsbaum

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Prerequisite Tree (PRT)
Der Voraussetzungsbaum dient dazu, bei anspruchsvollen Projekten wichtige Hindernisse zu identifizieren und einen groben Ablaufplan so zu erstellen, dass diese überwunden werden. Er ist damit eine nützliche Vorstufe für den vollständigen Netzplan. Die proaktive Identifikation und Bearbeitung von Hindernissen erhöht die Erfolgschancen von Projekten, wodurch auch Zuversicht und Motivation der Projektbeteiligten steigen.
  • Grobplanung von Projekten
  • Strategieentwicklung
  • Identifikation erster Schritte, um ein sehr ambitioniertes / scheinbar unmögliches Ziel zu erreichen
  • Risikoidentifikation
  • Problemlösung
  • Zu erwartende Schwierigkeiten in einem neuen Projekt werden frühzeitig klar.
  • Lösungswege für scheinbar unerreichbare Ziele und unüberwindliche Hindernisse werden aufgezeigt
  • Die Durchführbarkeit des Projektplans wird verbessert.
  • Die Projektverantwortlichen erhalten einen groben Überblick über die kritischsten Elemente des Projekts.
  • Das Projektteam gewinnt Vertrauen in die Machbarkeit und wird dadurch angespornt.
  • Der Voraussetzungsbaum liefert keinen vollständigen Umsetzungsplan, sondern lediglich den entscheidenden Lösungsansatz. Dieser sollte anschließend detailliert geplant werden, z.B. mit Netzplantechnik.
  • Die Methode liefert zwar auch Lösungsansätze für Vorhaben, die weit außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen, der Anwender muss jedoch selbst entscheiden, ob diese tatsächlich erstrebenswert und sinnvoll sind.
  • Die Beteiligten müssen mit dem Thema bzw. mit dem Projekt und seinem Umfeld eng vertraut sein.
  • Das Projekt/Thema ist anspruchsvoll und unsicher genug, um Material für eine Hindernisanalyse zu bieten.
  • Der Auftraggeber und die anderen Projektverantwortlichen müssen bereit sein, die erkannten Unsicherheiten zu tragen.
  • Es muss im Unternehmen bzw. in der Projektorganisation die Bereitschaft vorhanden sein, Projekte oder Themen vorbehaltslos hinsichtlich Hindernisse und Risiken zu analysieren.
Die Methode erfordert keine besondere Qualifikation. Im Einsatz mit Gruppen und Großgruppen sind Moderationskenntnisse hilfreich.
  • Grundlegendes inhaltliches Wissen zum Projekt/Thema
  • Grobe Zielvorstellung
  • Liste kritischer Hindernisse am Weg zum Ziel und Ideen, wie sie überwunden werden können
  • Meilensteinplan wichtiger Zwischenziele in der Umsetzung
  • mindestens ein Flipchart
  • mindestens zwei Pinn-Wände und Moderationskarten oder eine freie Wand und Haftnotizen
  • entsprechende Stifte
  • optional: geeignete Software zur Darstellung von Ursache-Wirkungsketten.

Bei neuartigen und risikobehafteten Projekten stößt das Team im Projektverlauf immer wieder auf neue Hindernisse und Schwierigkeiten, die einen erfolglosen Abbruch des Projekts zur Folge haben können. Dieser Abbruch kann sehr früh stattfinden: Die Vermutung von schwerwiegenden Hindernissen kann dazu führen, dass ein Projekt, obwohl es sehr profitabel wäre, von vornherein abgelehnt und erst gar nicht gestartet wird.

Aber auch ein Projekt, das auf den ersten Blick einfach scheint, kann sich im Projektverlauf als schwierig herausstellen. Meist waren diese Schwierigkeiten vorhersehbar, dies floss aber nicht in die Projektplanung ein, da den Beteiligten ganz einfach inmitten der vielen Projekte und Verpflichtungen die Zeit fehlte, um sich ausreichend mit der Frage zu befassen.

Wichtige mögliche Hindernisse benötigen vorausschauendes Denken (siehe dazu u.a. den sehr lesenswerten Artikel "Langsames Denken in Projekten – ein Manifest" von Prof. Dr. Frank Habermann und Karen Schmidt, Projekt Magazin, 02/2017) und werden oft nur durch

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  • Die Identifikation der Zwischenziele ist für viele Menschen...
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Der Voraussetzungsbaum ist eine Methode der Theory of Constraints (TOC). Erfinder der TOC ist Dr. Eliyahu M. Goldratt (1947 - 2011), ein israelischer Physiker, Unternehmensberater und Autor.
zur Erstellung eines detaillierten Projektplans auf Basis des Voraussetzungsbaums
ergänzende Methode, um die Risiken des Projekts zu analysieren
zur Identifikation einer Lösung, wenn nur ungeeignete Zwischenziele (richten Schaden an, nicht leistbar,…) gefunden wurden
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