WSJF - Weighted Shortest Job First

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WSJF, Weighted Shortest Job First
WSJF (Weighted Shortest Job First) dient der Priorisierung von Aufgaben, insbesondere von Backlogs in agil gemanagten Projekten. WSJF berücksichtigt verschiedene Aspekte des geschäftlichen Nutzens einer Aufgabe und stellt dies in Relation zum Aufwand. So entsteht eine aus betriebswirtschaftlicher Sicht optimale Priorisierung der Aufgaben.
  • Priorisierung von Backlog-Items (User Storys, Anforderungen, Aufgaben) eines agil gemanagten Projekts
  • Priorisierung von Aufgabenlisten im geschäftlichen Kontext
  • Betriebswirtschaftliche Optimierung von Backlogs hinsichtlich des Nutzen-Aufwand-Verhältnisses
  • Neue Backlog-Items können schnell priorisiert und eingeordnet werden.
  • Backlog-Priorisierungen erfolgen schneller und mit geringerem Aufwand, da es kaum Diskussionsbedarf gibt.
  • Die Eingangsparameter beruhen auf subjektiven Schätzungen, sodass auch die Metriken einer Unsicherheit unterliegen.
  • Fertigstellungstermine müssen hinsichtlich ihrer Verbindlichkeit (z.B. Folgen einer Verzögerung) bewertet sein.
  •  Die Backlog-Items sind so definiert, dass sie unabhängig voneinander erledigt werden können.
  • Verständnis über die zu bewertenden Backlog-Items muss vorhanden sein.
Die Methode selbst erfordert keine spezifischen Qualifikationen. Die Anwender sollten über fachliche Expertise im Projektgegenstand verfügen und in der Lage sein, die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen zu beurteilen.
  • Liste mit definierten Aufgaben bzw. ein Backlog
  • falls vorhanden: Business Case des Projekts bzw. der Aufgabenstellung
  • falls vorhanden: Terminplan mit verbindlichen Fertigstellungsterminen
  • falls vorhanden: Aufwandsschätzungen für die zu bewertenden Elemente

Wenn verschiedene Personenkreise Aufwandsschätzung und Priorisierung durchführen, sollte die Aufwandsschätzung bereits im Vorfeld erfolgen. Ansonsten wird sie als erster Schritt der Durchführung (s.u.) vorgenommen.

WSJF-Index, der die relative Priorisierung einer Aufgabe im Backlog definiert
  • Bei moderierter, analoger Gruppenarbeit: Pinnwand oder große Tischfläche, Karteikarten, Klebepunkte oder ähnliches
  • Bei rechnergestütztem Vorgehen: Tabellenkalkulationsprogramm, evtl. Beamer

Vorbemerkungen:

  • Da in einem Backlog unterschiedliche Elemente wie Anforderungen, User Storys, Aufgaben, etc. enthalten sein können, werden diese Elemente im Folgenden ganz allgemein "Backlog-Items" bezeichnet.
  • Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird im Folgenden nur die grammatikalisch männliche Form (der Product Owner, Teilnehmer) verwendet. Es sind dabei aber stets Personen jeden Geschlechts gemeint.

In agilen Vorgehensmodellen (z.B. Scrum) ist der Product Owner verantwortlich dafür, die Backlog-Items zu priorisieren. Allerdings definieren diese Vorgehensmodelle dafür keine eindeutige Metrik. In der Praxis priorisieren Product Owner deshalb die Backlog-Items nach ihrer subjektiven Einschätzung, wobei Themen wie Risiko, geschäftlicher Wert (Value) und geschätzter Aufwand mit einfließen. Dies verursacht insbesondere beim Einfügen neuer Items einen hohen Aufwand, da auch die bereits bewerteten Items noch einmal betrachtet werden müssen.

WSJF bietet hier eine Hilfestellung mit ökonomischem Fokus, indem es eine Kennzahl, den WSJF-Index, gemäß einem genau definierten Ermittlungsverfahren

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Die WSJF-Methode geht auf den Berater für Produktentwicklung Donald G. Reinertsen zurück. Er beschreibt sie im Buch Reinertsen, Donald G.: The Principles of Product Development Flow: Second Generation Lean Product Development, 2009, Celeritas Publishing. Reinerts ist Gründer und Inhaber von Reinerts & Associates, California, USA.
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