Ausgabe 18/2026
Eine Vision ohne Taten bleibt lediglich ein Traum. Taten ohne eine passende Vision sind nur Zeitvertreib.
Joel A. Barker (1944–2025), US-amerikanischer Zukunftsforscher, Autor und Pädagoge
Liebe Leserinnen und Leser,
eine Produktvision ist schnell formuliert. Schwierig wird es, wenn sie konkrete Entscheidungen ermöglichen soll: Soll ein Team zuerst neue Funktionen entwickeln, die zusätzliche Umsätze versprechen, oder seine begrenzten Ressourcen zunächst dafür einsetzen, die technische Basis des Produkts zu modernisieren? Soll das nächste Feature dem Vertrieb helfen oder vor allem das Kundenerlebnis verbessern? Spätestens wenn mehrere berechtigte Interessen miteinander konkurrieren, muss aus einem schönen Zukunftsbild ein strategischer Kompass werden.
Haben Sie eine Produktvision – oder nur eine lange Liste guter Absichten?
Wie eine Vision entstehen kann, die tatsächlich Orientierung schafft, zeigt Julia Rupp in ihrem Beitrag "Mit KI und dem Futures Wheel eine strategische Produktvision entwickeln". Mit Future Thinking, strukturiertem Stakeholderdialog und KI als Sparringspartner werden Annahmen hinterfragt, Zielkonflikte sichtbar und mögliche Zukünfte durchgespielt. Doch welche Interessen Vorrang haben, welche Risiken ein Team eingeht und welche Richtung ein Produkt einschlagen soll, kann keine KI entscheiden. Diese Verantwortung bleibt beim Menschen.
Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht das Team des projektmagazins!
Weitere Themen dieser Ausgabe:
Dynamischer Projektkalender mit Excel · Gemeinsam KI im Unternehmen nutzen · Psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz stärken · Handlungsfähig bleiben, wenn Risikomanagement nicht mehr ausreicht