CargoLifter - Ein Projekt gigantischer Dimensionen

Es ist ein Projekt gigantischer Dimensionen, das der erst 35 Jahre alte Christian Vogt leitet: Der Bau des riesigen Lasten-Luftschiffs 'CargoLifter CL 160' auf einem ehemaligen Militärflughafen in Briesen-Brand bei Berlin. Bei dem Projekt, gemanaged mit Hilfe der Software 'Scitor Project Scheduler 7', stehen viele hundert Millionen Mark auf dem Spiel. Die deutsche Industrie verfolgt die Entwicklung des vielseitigen Kolosses mit Spannung.
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Es ist ein Projekt gigantischer Dimensionen, das der erst 35 Jahre alte Christian Vogt leitet: Der Bau des riesigen Lasten-Luftschiffs 'CargoLifter CL 160' auf einem ehemaligen Militärflughafen in Briesen-Brand bei Berlin.

Dort entsteht in einer eigens konstruierten freitragenden Werfthalle diese moderne Neuauflage eines Zeppelins. Konzerne wie Siemens, Hochtief und Linde beteiligen sich an dem Projekt, das Bundeskanzler Gerhard Schröder wiederholt mit medienwirksamen Besuchen bedacht hat, um dem hohen Stellenwert des Vorhabens Ausdruck zu verleihen.

Bild: Cargolifter AG

Der 260 Meter lange, bis zu 160 Tonnen schwere 'fliegende Kran' soll ab 2003 Güter transportieren, die für herkömmliche Transportmittel wie Lkw und Bahn zu groß, zu schwer oder zu sperrig sind. Ausserdem eignet er sich für Transporte, die großen Aufwand, viel Zeit und hohe Kosten verursachen. Der mit nicht brennbarem Helium gefüllte CargoLifter kann Lasten ohne zu landen bis zu 10.000 Kilometer weit transportieren. Über schmale Straßen, enge Kurven, schwache Brücken und steile Berge brauchen sich die Koordinatoren solcher Transporte damit keine Gedanken mehr zu machen. Profitieren dürfte besonders der Maschinen- und Anlagenbau, die Öl-, Offshore und Autoindustrie, sowie humanitäre Einsätze in schlecht zugänglichen Gebieten der Erde. Bedarf bestehe derzeit für weltweit 200 Lasten-Luftschiffe, meint die CargoLifter AG.

Gespannte Erwartung bei der Industrie

Die deutsche Industrie verfolgt die Entwicklung des vielseitigen Kolosses mit Spannung. Gelingt das Projekt, dann können bald schwerste, sperrige Güter wie Kraftwerksturbinen oder Windräder in einem Stück und umweltschonend in unwegsames Gelände transportiert werden, etwa von Hamburg in den brasilianischen Regenwald.

Foto: Cargolifter AG

Güter, mit denen die heute noch üblichen Schwertransporte ihre liebe Not haben, müssen dann nicht mehr wie bisher nach der Produktion wieder demontiert, verschifft, Monate lang über die Weltmeere gefahren, am Zielort wieder zusammengebaut und nochmals getestet werden. Statt acht Stundenkilometern wie die herkömmlichen Schwertransporte sollen die CargoLifter 90 Stundenkilometer auf den Tacho bringen.

Ende 2000

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