In fünf Schritten zum fertigen Kostenplan in Excel

Auch kleinere Projekte benötigen eine Kostenplanung. Diese muss nicht aufwändig sein – eine einzige, übersichtlich nach Arbeitspaketen gegliederte Tabelle, z.B. in Microsoft Excel, reicht dafür aus. Eine solche Vorlage für die Kalkulation kleiner und mittlerer Projekte haben wir im Artikel "Projektkalkulation leicht gemacht mit professioneller Excel-Vorlage" vorgestellt. Cornelia Niklas zeigt in diesem Beitrag, wie Sie damit in der Praxis arbeiten und in fünf Schritten von der Zusammenstellung der Rohdaten bis zum fertigen Kostenplan gelangen. Dabei berücksichtigt sie u.a. auch die Themen Schätzungen, Risikobudget und Was-wäre-wenn-Szenarien.

Kostenplanung ist selbst für kleinere Projekte ein Muss – auch wenn der damit verbundene Aufwand nicht allzu groß sein sollte. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie die praktische Planung von Kosten in kleineren Projekten knapp und einfach lösen können. Basis ist die Excel-Vorlage für die Kostenplanung, die im Artikel "Projektkalkulation leicht gemacht mit professioneller Excel-Vorlage" (Projekt Magazin 19/2013) vorgestellt wurde. Während dort vor allem die Funktionsweise der Vorlage selbst beschrieben ist, erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie die Vorlage in der Praxis anwenden, um Schritt für Schritt einen aussagekräftigen Kostenplan zu erstellen.

Anhand der gezeigten Vorgehensweise gelingt die Kostenplanung auch Einsteigern – egal ob es um die Einführung einer neuen IT, ein Entwicklungsprojekt oder die Veranstaltung eines gemeinnützigen Events geht. Erfahreneren Kostenplanern bietet die Vorlage Flexibilität, etwa durch die Möglichkeiten, ein Risikobudget zu berücksichtigen oder unterschiedliche Planungsszenarien durchzuspielen ("Best Case – Worst Case").

Vorab ein kurzer Ausflug in die Systematik der Kostenplanung

Grundbaustein für die Kostenplanung ist der Projektstrukturplan (PSP), der – heruntergebrochen auf die einzelnen Arbeitspakete – Informationen zu den benötigten Ressourcen und dem erforderlichen Aufwand (bzw. den benötigte Sachmitteln) liefert. Wenn Sie die Kosten für jedes Arbeitspaket anhand des zugrunde liegenden Aufwands berechnen, erhalten Sie als Ergebnis eine sogenannte "Bottom-up" Planung.

Bild 1: Ausgangsdaten zur Erstellung eines Kostenplans.
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Falls zum Zeitpunkt der Planung noch nicht alle Informationen zu den Projektinhalten im Detail vorliegen, ist eine "Bottom up" Planung allerdings nicht möglich – wie z.B. meist bei Entwicklungsprojekten oder bei der Konzeption eines Events. In diesem Fall gehen Sie anders herum vor und teilen das zur Verfügung stehende Budget "Top-down" auf die noch nicht im Detail geplanten Teilprojekte bzw. Arbeitspakete auf. (Beide Planungsarten – "Bottom up" und "Top down" – lassen sich mit der Planungsdatei abbilden).

Ein weiteres wesentliches Element für die Kostenplanung ist der Ablaufplan, mit dem Sie die Kostenaufstellung in Bezug zum zeitlichen Ablauf des Projekts setzen. Auf diese Weise erhalten Sie wichtige Informationen für das spätere Kostencontrolling. Tiefer einsteigen in die theoretischen Grundlagen können Sie mit dem Artikel "Was Projektleiter über Kosten wissen sollten. Teil 2: Der Kostenplanungs-Prozess im Überblick" (Projekt Magazin 1/2011), dem auch die Übersicht in Bild 1 entstammt.

Bild 2: Ausgangsbasis, notwendige Schritte und Ergebnis der Kostenplanung.

Die praktische Umsetzung

Die hier gezeigte Vorgehensweise für die

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