Mit Kreativität Probleme lösen

Was ist eigentlich Kreativität und wie lässt sie sich fördern? Petra Berleb zeigt den Weg vom Problem über die Ideenfindung zur Problemlösung. Wie schaffen Sie als Teamleiter die richtige Umgebung für kreatives Denken?

"Wenn Sie den Geist der Kreativität ausserhalb Ihrer selbst zu finden hoffen,
dann suchen Sie am falschen Ort."
(Paul Kaufmann)

Was genau ist Kreativität?

Wie oft waren Sie schon in dieser Situation: Zu einem Problem, das Sie schon seit Tagen beschäftigt, schiesst Ihnen plötzlich ein Geistesblitz durch den Kopf. Sicherlich schon etliche Male. Das kann Ihnen bei einem Spaziergang, während der Autofahrt, oder beim Schlangestehen passieren. Und wie oft haben Sie Ihre Idee wieder verworfen, vergessen oder als zu unbedeutend abgetan?

Diese Geistesblitze mit Kreativität gleichzusetzen, käme Ihnen nie in den Sinn, denn Sie als Programmierer, einfacher Angestellter, Hausfrau und Mutter oder Abteilungsleiterin sind ja angeblich nicht kreativ. Zumindest nicht in dem Maße wie Künstler, Musiker oder Schriftsteller. Kreative Augenblicke sind entscheidend für alles, was wir tun, ganz gleich, in welchem Lebensbereich - ob in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, Familie, Beruf oder Gesellschaft. Sobald Sie festgetretene Pfade verlassen, aus der Routine ausbrechen und sich neue Methoden einfallen lassen oder Ihren Blickwinkel verändern, haben Sie schon den Weg zu einem kreativeren Leben eingeschlagen.

Doch eine gute Idee zu haben, ist noch lange nicht mit Kreativität gleichzusetzen. Erst das praktische und erfolgreiche Umsetzen der Idee ist Kreativität.

Wie wird aus einem Problem eine Idee?

Phase 1: die Einstimmung

Sammeln Sie alle Informationen

Sie vertiefen sich in das Problem und verschaffen sich alle Informationen, die damit zu tun haben könnten. Verschließen Sie sich nicht vor ungewöhnlichen Gedanken, die Ihnen vielleicht auf den ersten Blick absurd erscheinen. Daraus sind oft die besten Ideen entsprungen. Tragen Sie die unterschiedlichsten Informationen zusammen. Wichtig ist dabei, dass Sie offen sind und die Fähigkeit haben, unvoreingenommen und aufmerksam zuzuhören. Halten Sie diese Informationen schriftlich fest, um Ihre Gedanken "loszuwerden" und Platz für neue zu schaffen.

Doch das ist nicht einfach, denn wir betrachten das Problem meist nur aus der naheliegendsten Perspektive. Uns fällt nur die Methode ein, die wir stets zur Lösung von Aufgabenstellungen verwenden. Dies ist ja auch bequemer und schneller. Was sollen wir uns also mit Gedanken aufhalten? Hauptsache, die Arbeit ist erledigt und wir können uns einer anderen Aufgabe zuwenden.

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