So regeln Sie die Mitwirkung des Kunden bei IT-Projekten

Mangelnde Mitwirkung des Kunden kann in IT-Projekten zu unnötigen Reibungsverlusten führen und den Terminplan gefährden. Diese Probleme lassen sich jedoch verringern, wenn der Auftragnehmer im Vorfeld wesentliche Punkte der Mitwirkung vertraglich regelt und erläutert, welches Engagement notwendig ist. Rechtsanwalt Dr. Christoph Zahrnt erklärt in diesem Tipp, was Sie im Vertrag berücksichtigen müssen, damit Sie den Kunden angemessen in das Projekt einbinden. Die Empfehlungen gelten nicht nur für IT-Projekte, sondern auch für andere Projekttypen, die eine ähnlich intensive Mitwirkung des Kunden erfordern.

Mangelnde Mitwirkung des Kunden kann in IT-Projekten zu unnötigen Reibungsverlusten führen und den Terminplan gefährden. Das gilt auch für andere Projekttypen, bei denen der Kunde ähnlich intensiv mitwirken muss wie bei typischen IT-Projekten.

Ist ein fester Termin oder ein fester Preis vereinbart, ist das für den Auftragnehmer besonders kritisch. Er kann den Termin möglicherweise nicht halten, bzw. zusätzlich entstandene Kosten nicht in vollem Umfang abrechnen. Auf den Hinweis, aus der mangelnden oder mangelhaften Mitwirkung des Kunden seien neue Ansprüche des Auftragnehmers entstanden, wehrt sich der Kunde z.B. mit dem Argument, er sei nicht ausreichend angeleitet oder auf die erforderliche Mitwirkung hingewiesen worden. Häufig vertritt der Kunde auch die Position, der Auftragnehmer könne die Verzögerung doch leicht wieder aufholen.

Vertrauen Sie auf Selbstverständlichkeiten

Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben einige Anbieter damit begonnen, Kataloge über Mitwirkungspflichten in Verträge aufzunehmen. Rechtlich sind diese wegen des Verstoßes gegen das Klarheitsgebot von Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedoch nicht relevant. Hinzu kommt, dass der Kunde solche Kataloge nicht liest. (Der Katalog eines der größten Anbieter umfasste am Ende zwei Seiten mit möglichen Mitwirkungspflichten!)

Die meisten Kunden bestreiten nicht, dass sie bei der Projektdurchführung mitwirken müssen. Die Kataloge regeln also Dinge, die beide Seiten ohnehin als selbstverständlich betrachten und verdecken damit das Wesentliche.

Klären Sie die Situation beim Kunden

Schon in der Akquisitionsphase muss der Kunde damit konfrontiert werden, wie viel Mitarbeit welche Funktionsträger erbringen müssen.

Es gibt Anbieter von Standardsoftware, die für die Einführungsphase nicht nur angeben, welchen Aufwand ihre Berater voraussichtlich erbringen werden, sondern auch, wie viel Aufwand auf Seiten des Interessenten erforderlich sein wird. Der Anbieter darf das allerdings nicht als verbindliche Aussage, geschweige denn als Garantie definieren, sonst besteht die Gefahr, dass ihn der Kunde später zur

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