Ausgabe 19/2026

Alles, was du berührst, veränderst du. Und alles, was du veränderst, verändert dich.

Octavia E. Butler (1947–2006), US-amerikanische Schriftstellerin und Science-Fiction-Autorin

Liebe Leserinnen und Leser, 

Veränderung kündigt sich nicht immer lautstark an. Manchmal beginnt sie mit einer ungewöhnlichen Kundenanfrage, einem neuen Wettbewerber oder einer Technologie, die noch niemand so recht ernst nimmt. Wer solche schwachen Signale früh erkennt, kann aus ihnen mögliche Zukunftsbilder entwickeln – und sich auf mehr als nur einen vermeintlich sicheren Weg vorbereiten. Wie das systematisch gelingt, zeigt Dr. Maximilian Lude in seinem Beitrag "So entwickeln Sie strategische Zukunftsszenarien in 10 Schritten“.

Was, wenn die entscheidenden Signale längst da sind und wir sie nur nicht erkennen?

Strategic Foresight bedeutet nicht, die Zukunft vorherzusagen, sondern unterschiedliche Zukünfte durchzuspielen und daraus Entscheidungen für die Gegenwart abzuleiten. Dieser Perspektivwechsel kann helfen, nicht nur auf Veränderungen zu reagieren, sondern den eigenen Handlungsspielraum bewusst zu gestalten.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht das Team des projektmagazins!

Weitere Themen dieser Ausgabe: 
Missverständnisse im Projekt früh vermeiden · Das Achsenkreuz-Modell: Mensch, Methodik, Software und Organisation im Gleichgewicht · Warum Sie Mediation statt Rechtsstreit vor Gericht wählen sollten · Lean Management: 6 Praxistipps für erfolgreichere Projekte

NEU: Klassische Prognosen stoßen angesichts unsicherer Märkte schnell an ihre Grenzen. Mit Strategic Foresight entwickeln Sie plausible Zukunftsszenarien und übersetzen diese mithilfe von Backcasting in konkrete Entscheidungen.

NEU: Alle haben dasselbe gehört – und doch Unterschiedliches verstanden. Erfahren Sie, wo Missverständnisse im Projektalltag lauern, woran Sie sie erkennen und wie Sie rechtzeitig für Klarheit sorgen.

NEU: Ein guter Plan allein macht noch kein erfolgreiches Projekt. Wer Probleme früh erkennen und wirksam gegensteuern will, muss ihre Ursachen verstehen. Eine strukturierte Analyse zeigt, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Einen größeren Konflikt im Bauprojektmanagement per Gerichtsurteil zu klären ist oft der teurere und vor allem nicht nachhaltige Lösungsweg. Die Mediation sucht dagegen eine konstruktive Lösung, mit der beide Seiten zufrieden sind.

Die Lean-Management-Prinzipien lassen sich auch auf das Projektmanagement übertragen: In seinem Artikel stellt Prof. Dr. Pautsch die elementaren Prinzipien vor und liefert eine Anleitung für die Umsetzung eines erfolgreichen Projekts.