Metra-Potential-Methode

Die Metra-Potential-Methode ist eine Methode der Graphentheorie zur Berechnung von Netzplänen. Sie wurde erstmalig 1959 von B. Roy publiziert und verwendet als Darstellungsform den Vorgangsknoten-Netzplan. In ihrer originalen Form verbindet sie die Knoten ausschließlich mit Anfangsfolgen, die minimale und maximale zeitliche Abstände der Anfangszeitpunkte der Vorgänge beschreiben. Minimale Abstände werden mit positiven, maximale mit negativen Zahlen beschrieben. Vorgänge können wechselseitig miteinander verbunden sein, d.h. gegenseitig Vorgänger und Nachfolger sein. Den einzelnen Vorgängen werden ebenfalls zeitliche Dauern zugewiesen.

Damit lassen sich prinzipiell alle zeitlichen Ablaufbedingungen mathematisch beschreiben. Jeder Vorgang kann ja in zwei Vorgänge mit Dauer 0 zerlegt werden, die mit einem minimalen und maximalen Zeitabstand der ursprünglichen Vorgangsdauer gegenseitig verbunden sind.

In modernen Vorgangsknoten-Netzplänen werden alle vier Anordnungsbeziehungen gleichzeitig zugelassen, was eine erhebliche Verbesserung der Übersichtlichkeit mit sich bringt, allerdings auch die Möglichkeiten unzulässiger Netzplankonstruktionen vergrößert. Zur algorithmisch einheitlichen Berechnung des Netzplans wandeln manche Planungstools alle Arten der Anordnungsbeziehungen in eine einzige um, führen dann die Zeitrechnungen durch und wandeln die AOB wieder in ihre ursprüngliche Form zurück.

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