Vorgangsknoten-Netzplan

Ein Vorgangsknoten-Netzplan (VKN) verwendet Knoten zur Symbolisierung von Vorgängen und Pfeile zur Darstellung der Anordnungsbeziehungen. Der VKN die derzeit am weitesten verbreitete Darstellungsform in der Netzplantechnik. Entwickelt wurde diese Darstellung 1957 im Zusammenhang mit der sog. Metrapotentialmethode (MPM). Die MPM in ihrer ursprünglichen Form ist nach wie vor als graphentheoretische Grundlage der Zeitplanungsalgorithmen in Planungsinstrumenten relevant. MPM wird oft auch synonym für den Vorgangsknoten-Netzplan bzw. die heute übliche Mischform der Netzplantechnik verwendet, auch wenn dies nicht exakt ist.

Sowohl die mit dem Begriff "Netzplan" üblicherweise assoziierte zeitunabhängige Darstellungsform der logischen Ablaufstruktur als auch der Balkenplan sind Vorgangsknoten-Netzpläne. Auch das Flussdiagramm zur Prozessbeschreibung ist ein um viele Details angereicherter Vorgangsknoten-Netzplan, insbesondere wenn man auch Entscheidungen als Vorgänge betrachtet.

Der Vorgangsknoten-Netzplan kann jederzeit in einen Vorgangspfeil-Netzplan umgewandelt werden, indem Anfangs- und Endzeitpunkt eines jeden Vorgangs in Ereignisse umgewandelt und mit einem Vorgangspfeil verbunden werden. Allerdings trug die anschauliche Verschmelzung von Netzplan und Gantt-Diagramm zu einem Balkendiagramm mit Anordnungsbeziehungen sicherlich dazu bei, dass der Vorgangspfeil-Netzplan derzeit kaum noch verwendet wird.

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von Dr. Georg Angermeier
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