Vorwärtsrechnung

Die Vorwärtsrechnung bestimmt ausgehend von einem gesetzten Startpunkt eines Prozesses (Projekts) den Endzeitpunkt desselben. Dabei werden gemäß ihrer Anordnungsbeziehungen alle Vorgänge und Ereignisse von Prozessbeginn an mit ihren jeweiligen Dauern, Zeitabständen, Pufferzeiten usw. im zutreffenden Kalender nacheinander eingetragen.

Ohne Pufferzeiten ergibt sich aus der Vorwärtsrechnung der frühest mögliche Endzeitpunkt. Der PMBOK(R) Guide 2004 und der ProjektManager erklären die Vorwärtsrechnung in diesem Sinne.

Falls der Endtermin nicht von außen gesetzt ist, erfolgt die rechnerische Bestimmung des spätesten Projektendes jedoch genauso über eine Vorwärtsrechnung. Dabei werden für alle Vorgänge die pessimistischen oder maximalen Dauern eingesetzt. Bei einem von außen gesetzten Endtermin ist die Ermittlung des spätesten Projektendes mit der Vorwärtsrechnung die Voraussetzung zur Bestimmung des Schadenspotentials durch Terminrisiken.

Die Rückwärtsrechnung ermittelt hingegen ausgehend von einem gesetzten Endtermin den spätesten Anfangstermin für den Prozess.

Die vollständige Information über die Pufferzeiten ergibt sich erst aus der Kombination von Vorwärts- und Rückwärtsrechnung. Mit Hilfe der Pufferzeiten lässt sich dann auch der Kritische Weg ermitteln.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Raoul Rudloff
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In komplexen Projekten werden Terminabläufe in der Regel mit speziellen Software-Lösungen dargestellt. Anhand der vom Planer definierten Arbeitspakte und deren Abhängigkeiten berechnet die Software Termine und Pufferzeiten. Allerdings können viele der gängigen PM-Lösungen nur einfache Anordnungsbeziehungen festlegen, sodass sich nicht alle in der Praxis auftretenden zeitlichen Wechselwirkungen korrekt abbilden lassen. Raoul Rudloff erläutert, welche Probleme daraus bei der Planung entstehen und wie sie sich umgehen lassen. Darüber hinaus stellt er einen einfachen Lösungsansatz vor, mit dem diese Probleme grundlegend beseitigt werden können.
von Josef Schwab
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Wohl jeder Projektleiter kennt den Konflikt, wenn extern vorgegebene Termine und geschätzter Zeitbedarf nicht in Einklang zu bringen sind. In einer solchen Situationen ist der Termin ein Ziel und nicht mehr Ergebnis einer Schätzung. Um das Problem zu lösen, müssen Terminziele und Projektschätzung getrennt betrachtet werden. Hilfreich ist dabei ein Projektplan, in dem sowohl die geschätzten Termine als auch die Fixtermine enthalten sind und der Pufferzeiten ebenso wie Terminkonflikte anzeigt. Josef Schwab beschreibt in seinem Artikel, wie Sie einen solchen Projektplan in Microsoft Project erstellen und zeigt, wie Sie die Pufferzeiten mit Hilfe einer selbst definierten Ansicht übersichtlich darstellen.
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