Rückwärtsrechnung

Rückwärtsrechnung ist die Ermittlung von Eingangsgrößen aus einer vorgegebenen Zielgröße, wie z.B. die Berechnung des spätest möglichen Starttermins aus dem vorgegebenen Endtermin eines Projekts.

Rückwärtsrechnung in der Netzplantechnik

In der ↑ Netzplantechnik wird die Rückwärtsrechnung dazu verwendet die ↑ späteste ↑ Lage aller Vorgänge und damit den spätesten Anfangstermins für das Projekt zu ermitteln, bei dem der vorgegebene Endtermin noch eingehalten werden kann.

Zusammen mit der ↑ Vorwärtsrechnung, aus der sich die ↑ früheste ↑ Lage aller Vorgänge ergibt, werden in der Netzplantechnik so die Pufferzeiten bestimmt.

Rückwärtsrechnung bei der Kalkulation (Rückwärtskalkulation)

Bei der Kalkulation von Preisen oder Angeboten werden mit Hilfe der Rückwärtsrechnung die maximalen Kosten für die Erstellung des Produkts bzw. seiner Teilprodukte ermittelt (Rückwärtskalkulation). Dies ist z.B. erforderlich, wenn man das Produkt oder Angebot eines Wettbewerbers preislich unterbieten will.

Im Projektmanagement wird die Rückwärtskalkulation benötigt, um die wirtschaftliche Machbarkeit eines Projekts zu beurteilen, um die zu erbringende Leistung (Umfang und Qualität) auf das zur Verfügung stehende Budget abzustimmen oder um selbst Vorgaben für Lieferanten machen zu können.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Raoul Rudloff
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In komplexen Projekten werden Terminabläufe in der Regel mit speziellen Software-Lösungen dargestellt. Anhand der vom Planer definierten Arbeitspakte und deren Abhängigkeiten berechnet die Software Termine und Pufferzeiten. Allerdings können viele der gängigen PM-Lösungen nur einfache Anordnungsbeziehungen festlegen, sodass sich nicht alle in der Praxis auftretenden zeitlichen Wechselwirkungen korrekt abbilden lassen. Raoul Rudloff erläutert, welche Probleme daraus bei der Planung entstehen und wie sie sich umgehen lassen. Darüber hinaus stellt er einen einfachen Lösungsansatz vor, mit dem diese Probleme grundlegend beseitigt werden können.
von Josef Schwab
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Wohl jeder Projektleiter kennt den Konflikt, wenn extern vorgegebene Termine und geschätzter Zeitbedarf nicht in Einklang zu bringen sind. In einer solchen Situationen ist der Termin ein Ziel und nicht mehr Ergebnis einer Schätzung. Um das Problem zu lösen, müssen Terminziele und Projektschätzung getrennt betrachtet werden. Hilfreich ist dabei ein Projektplan, in dem sowohl die geschätzten Termine als auch die Fixtermine enthalten sind und der Pufferzeiten ebenso wie Terminkonflikte anzeigt. Josef Schwab beschreibt in seinem Artikel, wie Sie einen solchen Projektplan in Microsoft Project erstellen und zeigt, wie Sie die Pufferzeiten mit Hilfe einer selbst definierten Ansicht übersichtlich darstellen.
von Dr. Georg Angermeier
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Welches Projektergebnis möglich ist, hängt entscheidend von der Terminplanung ab. Dies gilt für alle Branchen, egal ob es sich um den Markteintritt eines neuen Automodells pünktlich zur Internationalen Automobilausstellung, um einen Wahlkampf oder um ein Software-Release handelt. Dr. Georg Angermeier erläutert in seinem dritten Beitrag zur Netzplantechnik anhand eines Beispiels die Vorgehensweise bei der Ablauf- und Terminplanung. Er erklärt wichtige Begriffe wie etwa den "Kritischen Weg" und zeigt, wie Vorwärts- und Rückwärtsrechnung funktionieren, Pufferzeiten ermittelt und Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.
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