Verfahren zur Steuerung offener Punkte und Änderungen

Das "Verfahren zur Steuerung offener Punkte und Änderungen" ist das Änderungssteuerungsverfahren von PRINCE2, das zugleich zur Behandlung aller offener Punkte dient.

Die fünf Schritte dieses Verfahrens sind:

1. Erfassen (Capture)

Der Projektmanager entscheidet über die Art des Offenen Punkts (Änderungsantrag, Spezifikationsabweichung, allgemeiner Offener Punkt), beurteilt vorläufig die Priorität und dokumentiert seinen Eingang und den Inhalt.

2. Untersuchen (Examine)

Der Projektmanager untersucht die Auswirkungen des Offenen Punkts. Hierzu benötigt er ggf. die Unterstützung weiterer Personen. Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchung bewertet er - ggf. nach Rückfrage beim Lenkungsausschuss - die Priorität neu. Die ermittelten Auswirkungen und die zugewiesene Priorität kann beeinflussen, wie weiter über den Offenen Punkt entschieden wird, z.B. ob der Lenkungsausschuss oder der Projektmanager über den Offenen Punkt entscheiden muss.

3. Vorschlagen (Propose)

Der Schritt "Vorschlagen" fasst die Entwicklung der Lösung zusammen: In ihm werden die Handlungsoptionen identifiziert, beurteilt und die am besten geeignete identifiziert und vorgeschlagen.

4. Entscheidung treffen (Decide)

Abhängig von den Ergebnisse der Untersuchung des Offenen Punkts entscheidet die zuständige Autorität (Projektmnanager, Änderungsausschuss, Lenkungsausschuss) über die empfohlene Option. Dies erfolgt ergebnisoffen, z.B. kann der Änderungsausschuss kann auch einen Änderungsantrag ablehnen oder verschieben.

5. Implementieren (Implement)

Der Projektmanager sorgt dafür, dass der Beschluss dokumentiert und umgesetzt wird. Falls die Auswirkungen des Offenen Punkts oder der beschlossenen Maßnahmen dazu führen, dass die gesetzten Toleranzen überschritten werden, muss er darüber hinaus einen sog. Ausnahmeplan erstellen und diesen dem Lenkungsausschuss zur Genehmigung vorlegen.

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