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DIN 69901-5:2009-01

Zahlungsplan

Der Zahlungsplan eines Projekts, Programms oder Portfolios führt Zeitpunkte oder Termine, die Höhe sowie Debitoren und Empfänger aller vorgesehenen Zahlungen im Projekt, Programm oder Porfolio auf.

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Er leitet sich aus dem Kostenplan und dem Projektvertrag ab und bestimmt den Liquiditätsplan.

Die DIN 69901-5:2009 definiert den Zahlungsplan als "Teil des Finanzplans, der aus den anderen Projektplänen abgeleitet wird und die vorgesehenen Ein- und Auszahlungen für ein Projekt oder mehrere Projekte enthält." Allerdings definiert die DIN 69901-5 nicht, was ein Finanzplan ist, sondern lediglich, was ein Finanzmittelplan ist.

Zahlungen im Zusammenhang mit Projekten können entweder termingesteuert oder ereignisgesteuert ausgelöst werden. Ein typisches Beispiel für termingesteuerte Zahlungen sind vertraglich vereinbarte Abschlagszahlungen des Auftraggebers, damit der Auftragnehmer arbeitsfähig ist. Eine ereignisgesteuerte Zahlung ist an ein Projektereignis gebunden, z.b. begründet die (Teil)Abnahme eines Werks durch den Auftraggeber normalerweise eine Zahlungsverpflichtung.

Verbindliche Zahlungen sollten zwischen den Vertragsparteien bereits im Projektvertrag festgelegt werden.

Ein Eintrag im Zahlungsplan sollte mindestens folgende Informationen enthalten:

  • Schuldner
  • Zahlungsempfänger
  • Fälligkeitstermin oder -zeitpunkt der Zahlung
  • Höhe der Zahlung
  • Art der Zahlung (z.B. bar, per Überweisung, durch andere Werte)

Darüber hinaus können noch weitere Informationen erforderlich sein, wie z.B. die umsatzsteuerliche Behandlung der Zahlung.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 27.04.2012.
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