Mediation durch neutrale Mitarbeiter

Teil 2: Beispiele für eine erfolgreiche Konfliktklärung
Wenn bei Konflikten eine projektinterne Vermittlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann es vorteilhaft sein, auf einen Mitarbeiter mit Mediationskompetenzen zurückzugreifen, der im Unternehmen hohes Ansehen genießt und eine neutrale Position gegenüber den Projektbeteiligten einnimmt. Wie die Arbeit eines unternehmensinternen Mediators aussehen kann, illustrieren Brigitte Gans und Sabine Wolff im zweiten Teil der Artikelserie anhand von drei Beispielen: einen Ressourcenkonflikt zwischen zwei Teilprojekten, einem Konflikt zwischen internem Auftraggeber und Projektteam und einem Migrationsprojekt im Zeitverzug.

Wenn bei Konflikten eine projektinterne Vermittlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, ist es sinnvoll, einen Mediator hinzuzuziehen. Dabei kann es vorteilhaft sein, auf einen Mitarbeiter mit den entsprechenden Kompetenzen zurückzugreifen, der im Unternehmen hohes Ansehen genießt und eine neutrale Position gegenüber den Projektbeteiligten einnimmt.

Im ersten Teil der Artikelserie haben Sie die Prinzipien und Phasen der Mediation kennengelernt. Auch haben Sie erfahren, welche Voraussetzungen und Kompetenzen ein Mitarbeiter mitbringen muss, um die Rolle eines Mediators im Projekt gut auszufüllen, und wo die Vorteile, aber auch die Grenzen einer Mediation durch einen Mitarbeiter liegen.

Wie hilfreich die Arbeit eines unternehmensinternen Mediators sein kann, illustrieren im zweiten Teil der Artikelserie drei Beispiele aus dem Projektalltag:

  • ein Ressourcenkonflikt zwischen zwei Teilprojekten
  • ein Konflikt zwischen internem Auftraggeber und Projektteam
  • ein Migrationsprojekt in Zeitverzug

Beispiel 1: Ressourcenkonflikt zwischen zwei Teilprojekten

Ausgangssituation

Um bei der Einführung einer neuen Softwareversion die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, beauftragte eine Bank zwei Teilprojekte, die zeitlich parallel und sich inhaltlich ergänzend aufgesetzt wurden. Dadurch waren die zuständigen Projektleiter Anzinger und Braun darauf angewiesen, sich gegenseitig zu unterstützen, um den vorgegebenen engen Zeitrahmen einhalten zu können. Dies sollte ein gemeinsam erstellter Terminplan mit klar definierten Meilensteinen sicherstellen.

Auch die beiden Projektteams wurden in einer gemeinsamen Kick-off-Veranstaltung aufeinander "eingeschworen" und es wurde ihnen vermittelt, wie wichtig es sein würde, dass die Zusammenarbeit funktionierte. Das Teilprojekt-Team "Anzinger" sollte vorrangig die neue Oberfläche der Anwendung mit dem Kunden abstimmen und entwickeln, das Teilprojekt-Team "Braun" die vorhandenen Daten migrieren.

Unfallbedingt fiel nach einiger Zeit ein strategisch relevanter Programmierer für längere Zeit aus. Sein Ausfall bedeutete für das Teilprojekt "Anzinger" einen enormen Zeitverzug,

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