Doppelrolle Projektleiter und Berater

Mit Konvergenter Beratung Projekte managen und den Wandel begleiten

Teil 2: Die Veränderung bewirken und Dilemmata überwinden
Die Konvergente Beratung verbindet traditionelles Projektmanagement mit Change Management, um nachhaltigen Projekterfolg zu erzielen. Gabriele Danzebrink und Matthias Eberspächer präsentieren diesen Beratungsansatz anhand eines realitätsnahen Beispiels. Im zweiten Teil stellen sie zunächst den Interventionsplan vor, der traditionelles und systemisches Vorgehen integriert. Anschließend beschreiben sie, wie es gelingt, die Systemänderung beim Kunden zu implementieren und dauerhaft zu verankern. Damit der Projektleiter auch zum Prozessbegleiter wird, muss er acht Dilemmata überwinden. Die Autoren geben abschließend Denkanstöße, wie Projektleiter auf dem Weg zum konvergenten Berater diese Herausforderungen in Angriff nehmen können.

Im ersten Teil stellten wir das Prinzip der Konvergenten Beratung vor, die operatives Projektmanagement mit Change Management verbindet. Sie folgt dem Fünf-Phasen-Modell der GPM, Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V.:

  1. Die Kundenproblemstellung erkennen
      – Auftragsklärung
  2. Das Kundensystem verstehen
      – Bestandsaufnahme
  3. Die Veränderung gestalten / Mitarbeiter
      qualifizieren – Sollkonzeption und externe
      Orientierung
  4. Die Veränderung implementieren
      – schrittweise Entwicklung und Implementierung
  5. Die Veränderung verankern
      – Stabilisierung und Evaluation

Dabei begleitete uns das realitätsnahe Beispiel der Einführung einer CRM-Software bei einem Versicherungsunternehmen. Zusammen mit dem externen Projektmanager Chris Probst des IT-Systemhauses und Sandra Augenstein, der Projektportfoliomanagerin (interne Projektleiterin) des Versicherungsunternehmens lernten wir die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Systembetrachtung kennen und durchliefen die ersten beiden Phasen der Konvergenten Beratung: Die Auftragsklärung und die Bestandsaufnahme.

Im zweiten Teil geht es nun darum, nicht nur den vordergründigen Auftrag zu erfüllen, sondern die damit verbundene Systemänderung beim Kunden zu implementieren und dauerhaft zu verankern. Dies geschieht in den nächsten drei Phasen der Konvergenten Beratung, die wir zunächst anhand des Beispiels erläutern.

Damit Konvergente Beratung aber überhaupt möglich wird, muss der Projektleiter einige Dilemmata überwinden, um nicht nur Experte, sondern auch Prozessbegleiter zu sein. Wie Projektleiter diese Herausforderung in Angriff nehmen können, stellen wir anschließend vor.

Phase 3: Die Veränderung gestalten / Mitarbeiter qualifizieren

Ausgestattet mit dem Wissen und dem Verständnis der Kundenorganisation entwirft der Berater gemeinsam mit der Kundenorganisation in der dritten Phase den Vorgehensplan für seine Beratungsleistungen. In traditionellen Projektplänen liegt der Schwerpunkt auf der technischen Machbarkeit und auf möglichst realistischen

Anzeige
Der vollständige Artikel ist für Abonnenten frei zugänglich.
Artikel kaufen (4,50 €)
  • 13 Seiten Praxiswissen
  • PDF-Download
Kostenlos weiterlesen!
  • Diesen Beitrag kostenlos lesen
  • 4 Wochen Online-Zugriff auf alle Artikel, Methoden und das Glossar
Tech Link