Fördern Sie das Image Ihres Projekts

Projektname und Logo überlegt auswählen

Ein griffiger Projektname und ein ansprechendes Logo sind kein reiner Luxus, sondern ein hilfreiches Marketing-Instrument – insbesondere bei größeren und strategisch wichtigen Projekten. Sie tragen zu einem positiven Image des Projekts bei und können Akzeptanz und Interesse der Stakeholder fördern. Um eine positive Wirkung zu erzielen, müssen Name und Logo jedoch überlegt ausgewählt sein. Elisabeth Wagner erklärt, wie man einen aussagekräftigen Projektnamen findet, was man bei Größe und Farbgestaltung eines Logos beachten sollte und welche Fehler man bei der Verwendung von Name und Logo unbedingt vermeiden muss.

Manche Projektmanager sind der Ansicht, es sei reiner Luxus, einem Projekt einen eigenen Namen zu geben und ein Logo zu entwerfen. Diese Einschätzung ist jedoch nicht richtig. Ein Projektname beispielsweise hat einen ganz praktischen Nutzen: Teammitglieder und Stakeholder erkennen sofort, dass die eingegangenen Unterlagen oder E-Mails von eben diesem Projekt kommen. Ein weiterer Vorteil ist die positive Wirkung, die ein eingängiger Name - und ggf. ein ansprechendes Logo - für das Projektmarketing entfalten. Beispielsweise kann der Name klar machen, worum es im Projekt eigentlich geht, und damit die Aufmerksamkeit für die kommenden Informationen erhöhen. Und wenn Name oder Logo Sympathie erzeugen, färbt dieses Gefühl automatisch auf das Projekt ab. Name und Logo tragen auf diese Weise von Anfang an zu einem positiven Image bei. Um diese Vorteile zu realisieren, müssen Name und Logo allerdings überlegt ausgewählt bzw. gestaltet werden. Das ist auch mit relativ wenig Aufwand möglich. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie schnell zu einer guten Lösung gelangen können.

Name und Logo - selbstgemacht

Für viele Projektmanager ist die Suche nach einem passenden Namen und Logo für ihr Projekt ein quälender Prozess. Das ist keine Schande, legen doch selbst die Marketingprofis Fragen dieser Art gerne in die Hände ausgewiesener Spezialisten - ein Weg, der den meisten Projekten versperrt ist. Denn das Budget, das für eine extern vergebene Namensfindung notwendig ist, steht meist nur Projekten mit höchster strategischer Relevanz zur Verfügung. Manchmal hat der Projektmanager Glück, und der Name ergibt sich mehr oder weniger von selbst: Eines der Teamitglieder, die in einer kreativen Runde Ideen für den Projektnamen austüfteln, hat plötzlich einen guten Einfall. Und ein grafisch bewanderter Kollege macht optisch etwas daraus.

Aber wie gehen Sie vor, wenn nach dem ersten und zweiten Brainstorming leider kein guter Entwurf auf dem Tisch liegt?

Wesentliche Anforderungen an Name und Logo

Damit Projektname und ‑logo ihren Nutzen entfalten können, müssen sie vier wesentliche Anforderungen erfüllen:

  1. Verständlichkeit
    Name und Logo müssen sich selbst erklären oder schnell erklärbar sein. Subtile Wort- und Bilderwelten, die man nicht in einem Satz erläutern kann, sollten Marketing-Laien lieber den Experten überlassen. Es gilt: Je einfacher, desto besser.
  2. Unverwechselbarkeit
    Name und Logo müssen sich aus der Umgebung der restlichen Unternehmenskommunikation so weit abheben, dass sie sich leicht ins Gedächtnis einprägen. Nur dann werden die Stakeholder sie wiedererkennen.
  3. Sympathie
    Vor allem bei großen strategischen Projekten hilft ein sympathischer Name, die gewünschten positiven Assoziationen hervorzurufen. Bei vielen Projekten reicht es aber auch, wenn der Name zumindest nicht unsympathisch klingt. Ein nüchterner und neutraler Name ist besser als eine positive Bezeichnung, die aufgesetzt wirkt.
  4. Gute Reproduzierbarkeit
    Projektname und Logo müssen dafür geeignet sein, in Office-Unterlagen, Webseiten und Druckmedien veröffentlicht zu werden. Sie werden an die Wand gebeamt oder sollen vielleicht auf Projekt-Kaffeetassen und Give-aways prangen. Dabei ist es wichtig, dass sie immer lesbar, erkennbar und optisch ansprechend sind.

Namenstypen

Die meisten Projekte haben eine so lange Bezeichnung, dass man sie nicht ständig verwenden kann: "Auswahl und Einführung einer neuen Software für R&D-Projekte" - hier wird zwar klar, um was es geht, aber als Projektname und Markierung des Projekt-Outputs ist diese Bezeichnung nicht geeignet. Dasselbe gilt für "Optimierung der Prozesse im Unternehmensbereich A". In solchen Fällen braucht man einen "Künstlername". Und zwar einen kurzen. Nur, wie kommt man dahin?

An dieser Stelle kann ein Blick in die Welt der großen Marken hilfreich sein, in der das äußere Image oft maßgeblich ist für den Erfolg und deshalb mit hoher Professionalität geplant und inszeniert wird. In der riesigen Vielfalt von Firmen-, Produkt- und Markennamen lässt sich eine Reihe grundlegender Namenstypen erkennen.

Am Informationsgehalt angelehnte Namen

Beispiele: Cinemaxx,

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