Unternehmensübergreifendes Projektmanagement

Über die Unternehmensgrenzen hinweg gehende Beziehungen eines Projekts werden durch Verträge geregelt und sind Bestandteil des Vertragsmanagements. Bei Bauprojekten kann z.B. ein Generalunternehmer gegenüber dem Auftraggeber die Gesamtverantwortung übernehmen und die Arbeiten an die Unterauftragnehmer vergeben.

Oft sind die Arbeiten mehrerer Unternehmen innerhalb eines Projekts aber so stark ineinander verzahnt, dass sie nur mit einem gemeinsamen Projektmanagement plan-, überwach- und steuerbar sind.

Dies ist in vielfältigen Zusammenhängen gegeben: Komplexe Bauwerke erfordern intensive gewerkeübergreifende Koordinierung, Zulieferketten in der Automobilindustrie setzen sehr detaillierte Abstimmung von Ablaufplänen voraus und Sozialprojekte leben von einer reibungslosen Kommunikation und Abstimmung der Beteiligten.

Unternehmensübergreifendes Projektmanagement ist somit sowohl in vertikaler Integration (entlang der Wertschöpfungskette) als auch in horizontaler Integration (zwischen Elementen verschiedener Wertschöpfungsketten) anzutreffen.

Eine organisatorische Möglichkeit zur Gestaltung unternehmensübergreifenden Projektmanagements ist die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) bzw. Arbeitsgruppe (AG).

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Kay Schulz
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Damit Offshoring tatsächlich die erwarteten Kosteneinsparungen bringt, sind professionelles Projektmanagement, profunde Kenntnisse der kulturellen Unterschiede und eine angepasste Projektorganisation erforderlich. Anhand eines Software-Entwicklungsprojekts mit einem indischen Offshore-Partner schildert Kay Schulz, mit welchen gezielten Maßnahmen Projektleiter die mit Offshoring verbundenen Herausforderungen meistern können. Er liefert dabei wertvolle Tipps, wie z.B. zur Gestaltung von Abnahmekriterien, mit denen Sie Ihr Offshore-Projekt zum Erfolg führen können.
von Dr. Gerhard Graën
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Projekte sanieren ist eine echte Herausforderung: Um den Turnaround zu schaffen, muss der Projektsanierer Maßnahmen kurzfristig ausarbeiten und einleiten. Bei dieser fachlich anspruchsvollen Aufgabe gerät er zudem schnell unter politischen Druck, wenn er durch seinen Maßnahmenplan indirekt frühere Entscheidungen kritisiert. Der Projektsanierer muss also nicht nur fachliches Know-how haben, sondern u.a. auch krisenresistent sein und gut kommunizieren können. Dr. Gerhard Graën zeigt in diesem Artikel anhand mehrerer Entwicklungs-Projekte aus dem Automotive-Bereich, wie die Projektsanierung gelingt. Dabei stützt er sich auf eine Vorgehensweise aus der Wirtschaftsmediation. Außerdem zeigt er beispielhaft konkrete Gründe für eine Projektkrise und gibt Hinweise, worauf Sie bei der Auswahl des richtigen Sanierers achten sollten.
von Björn Engelhardt
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Nicht nur in der Automobilindustrie delegieren Hersteller zunehmend Entwicklungsprojekte an Lieferanten. Deren Arbeit wird dadurch komplexer, allerdings fehlt es vielen Lieferanten – speziell aus dem Bereich KMU – an ausreichendem Projektmanagement-Know-how. Wie Sie als Auftraggeber die durch Lieferanten bedingten Projektrisiken minimieren, indem Sie Ihre Zulieferer frühzeitig und zielgerichtet unterstützen, zeigen Björn Engelhardt und Jan-Eric Nimsch anhand von Beispielen aus ihrer Beraterpraxis.
von Dr.-Ing. Karin Haese
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Es ist entscheidend für den Projekterfolg, dass alle Stakeholder ein gemeinsames Verständnis von den Projektzielen entwickeln. Allerdings ist der Abstimmungsaufwand hierfür umso höher, je komplexer und umfangreicher der Leistungsumfang eines Projekts ist und je mehr Akteure am Projekt beteiligt sind. Dr.-Ing. Karin Haese schlägt deshalb vor, dass die Stakeholder komplexer Projekte gemeinsam in einem Peer-Production-Prozess eine Balanced Scorecard für das Projekt entwickeln. Für diese "Collaborative Balanced Scorecard" (cBSC) beschreibt sie zum einen das mögliche Vorgehen, zum anderen stellt sie eine Open-Source-Software zur Unterstützung des zeit- und ortsversetzten gemeinschaftlichen Arbeitens vor.
von Klaus Niebecker
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Um kostengünstiger und schneller produzieren zu können, übertragen Automobilhersteller ihren Zulieferern immer mehr Entwicklungsaufgaben. Diese Projektkooperationen verlaufen allerdings nicht immer reibungslos: Die Partner haben oft Probleme, die Projektziele abzustimmen, es gibt Unklarheiten in der Kommunikation oder die Verantwortlichkeiten sind nicht ausreichend geregelt. Eine Verbesserung kann die Collaborative Project Scorecard (CPS) bringen. Die CPS ist von der Balanced Scorecard (BCS) abgeleitet. Sie unterstützt die Projektpartner dabei, gemeinsam Ziele und Messgrößen zu definieren und verbessert damit die Kommunikation und das gegenseitige Verständnis. Klaus Niebecker, Dag Plischke und Reinhard Wagner stellen die CPS vor und zeigen, welches Potential sie für die Praxis birgt.
von Sigrid Pander
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Der Resident Engineer ist eine gängige Organisations- bzw. Arbeitsform, um in Entwicklungsnetzwerken einen effektiven Austausch von Informationen und Wissen zwischen den Projektpartnern zu gewährleisten. Sigrid Pander beleuchtet die Rolle des dauerhaft beim Kunden eingesetzten Verbindungsingenieurs. Dabei geht sie den Fragen nach, wer von einer solchen Arbeitsform profitiert und welche Vorteile bzw. Nachteile für den Resident Engineer mit dieser Position verbunden sind. Sie empfiehlt konkrete Maßnahmen, um eine solche Kooperation für den Kunden, den Resident Engineer und das entsendende Unternehmen gewinnbringend zu gestalten.
von Dag Plischke
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Der Automotive-Markt erfordert immer kürzere Entwicklungszyklen - bei steigender Komplexität der Produkte. Unter diesen Bedingungen ist eine effektive Kooperation der Hersteller mit ihren Partnerfirmen notwendig. Das ProSTEP iViP Vereinsprojekt "Collaborative Project Management (CPM)" hat Lösungen für die Kommunikation und Dokumentation von Projektinformationen sowie für die Terminplanung und Steuerung von Aktivitäten in Entwicklungsnetzwerken erarbeitet. Dabei kann jeder Partner seine eigenen optimierten Prozesse weiterleben und ist nicht gezwungen, seine Kernkompetenzen offen zu legen. Dag Plischke und Dr. Steven Vettermann stellen die CPM-Recommendation vor.
von Dr. Georg Angermeier
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Projektmanagement überschreitet sowohl Abteilungs- als auch Unternehmensgrenzen. Aber der fehlerfreie und vollständige Austausch von Planungsdaten zwischen Projektpartnern scheitert an einem grundlegenden Hindernis: Es gibt kein unabhängiges Datenmodell für Projektmanagement. Nun haben sich zehn PM-Software-Anbieter zu einem Konsortium zusammengeschlossen und die Universität Osnabrück mit der Ausarbeitung eines ersten Datenmodells auf XML-Basis zur Einreichung beim DIN beauftragt. Dr. Georg Angermeier ist maßgeblich an dieser Initiative beteiligt und beschreibt in seinem Beitrag ihre Hintergründe, Chancen und Risiken.
von Dr. Thomas Becker
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Der Trend zur Kooperation nimmt zu und schließt kaum eine Branche aus. Vorteile bringt das Konzept auf beiden Seiten: Der Kunde profitiert, denn er hat weniger Reibungsverluste durch nur einen Ansprechpartner, die beteiligten Partnerfirmen ziehen Gewinn daraus, denn sie sparen Kosten durch Synergien und können sich besser am Markt positionieren. Doch das Projektmanagement in Kooperationen bringt besondere Herausforderungen mit sich. Dr. Thomas Becker beschreibt, auf was es ankommt, damit die Partner ihre unterschiedlichen Stärken erfolgreich zusammenführen und zeigt wirksame Ansätze für das Controlling, die Ressourcenplanung und das Risikomanagement in Kooperationen.
von Reinhard Wagner
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Obwohl die Zukunftsaussichten in der Automobilindustrie vielversprechend sind, herrscht dort eher Krisenstimmung und Verunsicherung. Durch starke Konkurrenz und immer kürzere Innovationszyklen wächst der Druck auf die Automobilhersteller, den diese direkt an die Zulieferer weitergeben. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit bleibt dabei oft auf der Strecke. Reinhard Wagner analysiert die schwierige Situation und zeigt Lösungswege auf.
von Dr. Peter Duwe
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Im Rahmen der Globalisierung wird es in Zukunft immer mehr Projekte geben, die über Organisationsgrenzen hinweg geführt werden. Zunehmender Kostendruck, immer kürzere Innovationszyklen und steigende Komplexität, verbunden mit hohem Kommunikationsaufwand, erfordern neue Lösungen im Projektmanagement. Peter Duwe stellt am Konzept des "Cross Company Planning" der Firma Actano einen Ansatz vor, der sich besonders für ein komplexes Projektumfeld eignet: Er bricht die Philosophie der klassischen Netzplantechnik auf, strafft die Kommunikationsprozesse und spart Kosten.
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