25
Jan 2017
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Wer Komplexität bewältigen will, muss vorgefertigte Muster brechen

"Wer zu viel und zu scharf sieht,
sieht auch falsch.
"
Theodor Fontane (1819 - 1898),
deutscher Schriftsteller

Es ist mittlerweile schon ein Gemeinplatz, dass die Komplexität unseres gesamten Lebens beständig zunimmt und dass dies in ganz besonderem Maße für Projekte zutrifft. Die zahlreichen Lösungsansätze für den Umgang mit dieser teils objektiv vorhandenen, teils subjektiv empfundenen Komplexität lassen sich im Groben in zwei Kategorien sortieren. Die einen schlagen Methoden vor, um komplexe Systeme besser zu analysieren und mit Hilfe mathematischer Werkzeuge beherrschbar zu machen. Die anderen sehen dies als Selbsttäuschung an und sehen den richtigen Weg im Umgang mit Komplexität darin, sich vom deterministischen Denken zu verabschieden und sich auf chaotische Systeme einzulassen.

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Auch wenn diese beiden Positionen als widersprüchlich erscheinen, so glaube ich, dass beide ihre Berechtigung haben. Weder darf man vor herausfordernden Aufgaben kapitulieren noch sollte man sich von Modellen – und seien sie noch so elaboriert – täuschen lassen.

Um dies zu erreichen, braucht man eine dritte Perspektive auf Komplexität, die uns Prof. Dr. Habermann und Karen Schmidt mit ihrem Beitrag "Langsames Denken in Projekten – ein Manifest" liefern. Sie beschreiben darin eine sehr einfache Vorgehensweise, mit der wir zum einen Irrwege aufgrund intuitiver Fehlannahmen vermeiden können und uns zum anderen sehr effizient eine gemeinsame, von Vielfalt geprägte Perspektive erarbeiten können.

Viel Vergnügen beim Lesen und Brechen von vorgefertigten Mustern wünschen Ihnen
Petra Berleb und das Team des Projekt Magazins

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