Project Canvas

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Project Canvas
Die Project Canvas (engl.: Canvas=Leinwand) ist ein Plakat mit den zentralen Rahmendaten eines Projekts. Diese sind in thematischen Blöcken strukturiert, so dass die Betrachter einen schnellen Überblick erhalten. Die Project Canvas ist ein lebendes Dokument und begleitet das Projekt während seiner gesamten Laufzeit.
  • Projektinitiierung im Rahmen eines Projektstartworkshops
  • Präsentation des Projekts vor Entscheidern
  • Einführung von neuen Projektbeteiligten
  • Projektreviews
  • Programm- und Projektportfoliomanagement
  • Die übersichtliche Darstellung der zentralen Projektinformationen bietet eine schnelle Orientierung für alle Stakeholder.
  • Das haptische Arbeiten an einem Plakat unterstützt die Zusammenarbeit der Teammitglieder bei der Projektdefinition.
  • Die physische Präsenz als Wandaushang unterstützt das Projektmarketing.
  • Die starke Strukturierung unterstützt die Effizienz von Projektstartworkshops
  • Stakeholder können den irreführenden Eindruck erhalten, dass das Projekt einfach zu steuern ist.
  • Wichtige Eigenschaften oder Risiken, die nicht im Fokus der Ersteller lagen, können übersehen und dadurch zu spät wahrgenommen werden.
  • Werden zu viele Informationen des Projekts in Form von mehreren Canvas' (Produkte, Organisation usw.) abgebildet, ist der Vorteil der Übersichtlichkeit gefährdet.
  • Im Minimum müssen die erforderlichen Rahmendaten zur Projektinitiierung definiert sein.
  • Empfehlenswert ist ein dokumentiertes Projektmanagementsystem, von dem die Canvas abgeleitet werden kann.
  • Die Projektkultur muss auf Kooperation der Projektbeteiligten und auf transparente Informationspolitik setzen
Der Moderator sollte fundierte Kenntnisse im Projektmanagement haben, um die Bedeutung der einzelnen Abschnitte korrekt erklären zu können und um die Beiträge der Teilnehmer richtig bewerten zu können. Moderationserfahrung ist insbesondere bei größeren Arbeitsgruppen dringend zu empfehlen.
  • Anforderungen des verwendeten Projektmanagementsystems an Initiierung und Definition eines Projekts
  • Falls vorhanden: Vorlage für die Project Canvas
  • Informationen über Hintergründe des Projekts (z.B. Letter of Intent, Marktdaten, technische Daten, Programmbeschreibung)
  • Expertenwissen der Beteiligten über den Projektgegenstand und die Rahmenbedingungen des Projekts
  • Falls bereits vorhanden: Projekthandbuch (Projektakte, Project Charter, Projektleitdokumentation o.ä.)
  • Eckdaten des Projekts in einer ausgefüllten oder aktualisierten Project Canvas
  • Evtl. Maßnahmenliste
  • Evtl. weitere Dokumente des Projektmanagements, z.B. Änderungsanträge
  • Moderationswand (Pinnwand mit Paketpapier, Whiteboard o.ä.) in ausreichender Größe (empfohlen ca. DIN A0)
  • Stifte in unterschiedlicher Dicke und verschiedenen Farben
  • Moderationskarten / Haftnotizen in ausreichender Zahl und evtl. verschiedenen Farben
  • Falls vorhanden: Vorlage für Project Canvas

Dieser Abschnitt beschreibt die Definition und das erstmalige Ausfüllen einer Project Canvas in Form eines Projektstartworkshops. Verwenden Sie hierzu ergänzend die Methode "Workshop". Die Verwendung für andere Einsatzbereiche wird im Abschnitt "Varianten" (s.u.) skizziert.

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird im Folgenden nur noch die grammatikalisch männliche Form (Teilnehmer, Moderator) verwendet. Es sind dabei aber stets Personen jeden Geschlechts gemeint.

Schritt 1: Definieren Sie Ihre Project Canvas!

Wenn das Projektmanagement-Handbuch Ihrer Organisation bereits eine Project-Canvas-Vorlage zur Verfügung stellt, genügt es, sich mit den einzelnen Blöcken vertraut zu machen und bereits ausgearbeitete Beispiele als Anregung zu analysieren.

Gibt es für die Anwendung einer Project Canvas noch keine Vorgaben, können Sie eine der allgemein verfügbaren Vorlagen (s.u. "Weitere Informationen") verwenden, diese an Ihre Bedürfnisse anpassen oder eine eigene Canvas entwickeln.

Stellen Sie sich dabei folgende

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  • Versuchen Sie, die Canvas so einfach wie möglich zu halten....

Projektreview

Bei Phasenübergängen und dem...

Kommerzielle Software

Alexander Osterwalder und Yves Pigneur schlugen 2009 die "Canvas" (engl. = Leinwand) als Instrument für die Entwicklung von Geschäftsmodellen vor. Die "Business Modell Canvas", bestehend aus neun sog. Building Blocks (Osterwalder A. und Pigneur Y.: Business model generation – a handbook for visionaries, game changers, and challengers, 2010, John Wiley & Sons, Hoboken), verbreitete sich schnell und animierte viele Autoren dazu, weitere Canvas-Modelle zu erstellen.

Neben diversen Vorschlägen für eine Project Canvas gibt es mittlerweile auch Product Canvas oder Service Canvas.

zum Sammeln der Beiträge
zur Identifikation und Bewertung von Stakeholdern
zur Definition des Umfangs
zur Planung der Roadmap
zur Präsentation von Risiken
weiterer Canvas zur Rollendefinition
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Bisher gibt es 4 Kommentare
was ist daran neu?
kenne dies seit den 80iger Jahren
dies hier bei Profis anzubieten und dafür auch noch geld zu verlangen naja
vor 22 Wochen 1 Tag Ulrich Zischewski
Hallo Herr Zischewski,
vielen Dank für Ihren Kommentar! Sicher haben Sie Recht damit, dass es letztlich nichts Neues unter der Sonne gibt - was ja schon Kohelet in der Bibel wusste.
Neu sind - auch hier bei den Methodenbeschreibungen - letztlich immer nur die Darstellungen, die Kontexte und die Interpretationen.
Gerade dies aber wollen wir hier im Projekt Magazin leisten: Bewährte und nützliche Vorgehensweisen so darstellen, dass sie jeder für sich umsetzen kann. Fachinformationen in den Zusammenhang stellen, so dass Projektverantwortliche das für ihre jeweilige Situation Passende finden. Wissen, Methoden, Begriffe, Tools kritisch betrachten und vielleicht sogar neue Perspektiven aufzuzeigen.
Das Projekt Magazin lebt dabei von der Kommunikation zwischen seinen über 20.000 Leserinnen und Lesern sowie den über 1.000 Autorinnen und Autoren.
Jeder ist dabei mal Profi und mal Lernender - ist das nicht wunderschön?
Beste Grüße und viel Erfolg in Ihren Projekten!
vor 22 Wochen 1 Tag Dr. Georg Angermeier
Auch wenn es bereits etwas spät ist, aber der "Namensgeber" des Business Model Canvas heißt Alexander Osterwalder, nicht Alfred :/...
vor 12 Wochen 6 Tagen BaSche
Vielen Dank für Ihren Hinweis!
Wir haben den Fehler beseitigt.
Freundliche Grüße
vor 12 Wochen 6 Tagen Daniel Vienken (Redaktion)
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