Ausgabe 13/2026

Einfach kann schwieriger sein als komplex: Man muss hart dafür arbeiten, um sein Denken klar zu bekommen und Dinge einfach gestalten zu können.
Steve Jobs (1955–2011), US-amerikanischer Unternehmer sowie Mitgründer und langjähriger CEO von Apple 

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Softwareprojekte starten mit einem klaren Ziel, verlieren sich dann aber Schritt für Schritt in zusätzlichen Anforderungen, Sonderwünschen und immer neuen Funktionen. Was zunächst nach sinnvoller Ergänzung klingt, führt nicht selten zu steigender Komplexität, längeren Laufzeiten und Projekten, die am Ende kaum noch steuerbar sind. Der Wunsch, von Anfang an "alles richtig" zu machen, entwickelt sich dabei schnell zur Einladung für Scope Creep und endlose Priorisierungsdebatten.

Warum wird in Softwareprojekten fast alles priorisiert, nur nicht der Mut zum Weglassen?
 
Einfachheit erfordert klare Entscheidungen und vor allem den Mut, Dinge bewusst nicht zu tun. Wie sich dieser Anspruch im Projektalltag tatsächlich umsetzen lässt, zeigt Steffen Stark anhand eines Praxisbeispiels in seinem Beitrag "Fokus statt Funktionsflut: Erfolgsfaktor MVP in Softwareprojekten". Von der Definition eines sinnvollen Mindestumfangs über eine Fit-to-Standard-Strategie und die Priorisierung mit der MoSCoW-Methode bis hin zum laufenden Controlling im Projekt wird deutlich, wie Unternehmen mit dem Minimum Viable Product Komplexität gezielt reduzieren können.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht das Team des projektmagazins

Weitere Themen dieser Ausgabe:
Psychologische Sicherheit mit Safety Check · Use Cases KI im PM · Meeting-Transkription in MS Teams · Erster OKR-Zyklus 

NEU: Ständig neue Anforderungen, steigende Kosten und verzögerte Go-lives? Der Minimum-Viable-Product-Ansatz hilft in Kombination mit der MoSCoW-Methode und einer Fit-to-Standard-Strategie, Komplexität in Softwareprojekten gezielt zu reduzieren.

NEU: Wenn Teammitglieder in Retros schweigen oder in Meetings kaum eigene Ideen einbringen, fehlt die psychologische Sicherheit. Der Safety Check deckt Schwächen auf und liefert klare Ansatzpunkte für eine vertrauensvollere Zusammenarbeit.

NEU: KI kann Projektarbeit spürbar erleichtern – vorausgesetzt, sie wird gezielt eingesetzt. Drei Praxisbeispiele zeigen, wie KI Anforderungen strukturiert, Risiken erkennt und sensible Stakeholderkommunikation unterstützt – inklusive Promptvorlagen.

Lerne, Projektteams gezielt zu begleiten, Konflikte konstruktiv zu lösen und Veränderungsprozesse wirksam zu steuern - mit systemischem Projekt-Coaching! Stelle die richtigen Fragen und stärke Selbstverantwortung und Zusammenarbeit im Projekt.

Sie wollen die Produktivität Ihrer Online-Meetings steigern? Unser Leitfaden zeigt, wie die KI-Transkription mit Copilot in Microsoft Teams funktioniert. Lernen Sie Schritt für Schritt, wie Sie diese Funktion für Ihre Projektmeetings einsetzen.

Der erste Schritt ist meist der schwierigste. Bei der Einführung von Objectives & Key Results hat es sich bewährt, nach einem Fünf-Punkte-Plan vorzugehen. Diese Schritte sorgen für einen erfolgreichen OKR-Auftakt.