Das Edison-Prinzip: Systematisch neue Ideen und Produkte entwickeln

Um neue Ideen und innovative Produkte zu entwickeln, muss man kein Genie sein. Davon war Thomas Edison, Erfinder der Glühbirne, überzeugt. Er selbst ging bei der Ideenfindung in sechs Schritten vor. Dieses "Edison-Prinzip" kann auch Geschäftsführern und Projektmanagern nützlich sein, die ihr Unternehmen mit zukunftsfähigen Entwicklungen voranbringen müssen. Jens-Uwe Meyer stellt das Edison-Prinzip vor.

Um neue Ideen und innovative Produkte zu entwickeln, muss man kein Genie sein. Davon war Thomas Edison, der Erfinder der Glühbirne, überzeugt. Viel wichtiger waren seiner Meinung nach ein klares Ziel und ein strukturiertes Vorgehen. Edison ging bei der Ideenfindung in sechs Schritten vor. Dieses "Edison-Prinzip" kann auch Geschäftsführern, Abteilungsleitern und Projektmanagern nützlich sein, die vor der Aufgabe stehen, ihr Unternehmen mit zukunftsfähigen Entwicklungen voranzubringen.

Wenn die zündende Idee ausbleibt ...

Wie können wir die Produktionskosten senken? Welche Produkte und Dienstleistungen brauchen die Kunden? Womit verdienen wir künftig unser Geld? Wo gibt es neue Märkte für unsere Produkte? Wie heben wir uns von unseren Konkurrenten ab? - Fragen wie diese beschäftigen die Verantwortlichen in den Unternehmen oft. Und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, darauf gute Antworten zu finden. Doch manchmal bleibt die zündende Idee selbst nach tagelangem Brainstorming aus. Viele Entscheider verkrampfen dann mehr und mehr, insbesondere wenn die Krise sich verschärft und die Dringlichkeit, Antworten zu finden, immer weiter zunimmt.

Um Lösungen für Probleme zu finden, muss man sich nicht allein auf seine Kreativität verlassen. Das hat Thomas Edison (1847-1931) gezeigt. Er war zwar von einem großen Erfindergeist beseelt, zugleich ging er aber sehr zielgerichtet vor. Sein Grundsatz lautete: "Was sich nicht verkaufen lässt, das will ich auch nicht erfinden." Entsprechend strukturiert war seine Arbeitsweise.

1. Erkennen Sie Erfolgschancen

Nehmen wir an, Sie möchten Ihre Produktionskosten um 15% senken oder ein neues Produkt entwickeln, das Ihnen hohe Umsätze verspricht. Dann können Sie sich mit Kollegen zu einem Brainstorming treffen, Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und gemeinsam irgendwelche (verrückten) Ideen generieren. Entsprechend werden die Ergebnisse sein: weitgehend unbrauchbar.

Thomas Edison wusste das. Er hatte für sich erkannt: Wer etwas Sinnvolles entwickeln möchte, braucht zunächst einen Ansatzpunkt, an dem er mit der Ideensuche beginnen kann. Ein solcher Ansatzpunkt kann beispielsweise ein Problem sein, mit dem sich viele Kunden herumschlagen, oder ein Problem, das Mitarbeiter bei ihrer Arbeit oft haben. Erst wenn man dieses Problem identifiziert und definiert hat, kann man gezielt nach einer Lösung suchen.

Um einen Ansatzpunkt zu finden, gibt es viele Wege. In Kundenbeschwerden beispielsweise kann man nachlesen, was nicht funktioniert. Es ist auch möglich, Marktstrukturen oder Abläufe zu analysieren. Einige Zulieferer der Automobilindustrie haben diesen Prozess systematisiert. Sie entsenden zu den Automobilherstellern Personen, die die Arbeit an den Fertigungsstraßen beobachten: Welche Teile

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