Gehalt und Karriere im Projektmanagement – Status quo 2013

Wer sich im Projektmanagement beruflich weiterentwickeln oder sein aktuelles Einkommen bewerten möchte, braucht Vergleichswerte zur Orientierung: Wie hoch ist das durchschnittliche Gehalt? Was verdienen andere in den verschiedenen Projektmanagement-Ebenen? Welche Branchen bieten die höchsten Gehälter? Zahlt sich eine Zertifizierung aus? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die "Karriere- und Gehaltsstudie für Projektpersonal 2013", die im Auftrag der GPM zwischen Mai und Juli 2013 durchgeführt wurde. Christoph Schneider und Prof. Yvonne Schoper haben die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst.

Wer sich im Projektmanagement beruflich weiterentwickeln oder sein aktuelles Einkommen bewerten möchte, braucht dazu Vergleichsmöglichkeiten: Wie hoch ist das durchschnittliche Gehalt im Projektmanagement? Wer verdient wie viel in welcher Projektmanagement-Ebene? Welche Branche zahlt die höchsten Gehälter? Antworten auf diese Fragen liefert die aktuelle "Karriere- und Gehaltsstudie für Projektpersonal 2013" der GPM, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. Die nach 2005, 2008 und 2011 bereits zum vierten Mal durchgeführte Befragung ist mit aktuell mehr als 900 Teilnehmern die größte dieser Art in Deutschland. Außer den Gehaltsstrukturen beleuchtet sie auch Themen wie Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sowie Karriereperspektiven für Projektleiter in den Unternehmen.

Vorgehensweise und Stichprobe

Die Gehalts- und Karrierestudie 2013, die von der EBS Universität für Wirtschaft und Recht im Auftrag der GPM durchgeführt wurde, fand in Form einer standardisierten Online-Befragung von Mai bis Juli 2013 statt. An der Befragung beteiligten sich insgesamt 913 Personen; nach Bereinigung der Daten um nicht vollständig ausgefüllte Fragebögen und nicht plausible Datensätze, ergab sich eine Netto-Stichprobe von 737 Fällen.

Der Altersdurchschnitt der Befragungsteilnehmer beträgt – wie bereits bei der Gehaltsstudie 2011 (siehe Projekt Magazin, 23/2011) – 40 Jahre. Der Frauenanteil liegt bei 20,5% und damit um 5% höher als bei der letzten Befragung. Das kann als Indiz dafür gewertet werden, dass sich Frauen zunehmend das Berufsfeld Projektmanagement erschließen. Der größte Teil der Befragten hat einen akademischen Abschluss, wobei dieser überwiegend in den Fachdisziplinen Ingenieurswesen und Wirtschaftswissenschaften absolviert wurde (Bild 1). Bei der Branchenzugehörigkeit liegt der Schwerpunkt bei Software (12%), Consulting/Training/Coaching (11%) und Maschinenbau (9%). Branchen wie z.B. Automotive (5%), Pharma/Chemie (4%) oder Computer/Büromaschinen (3%) sind weniger stark vertreten; das Schlusslicht bilden Bau, Ingenieurbüro und Forschung (jeweils mit 2%). Die meisten Teilnehmer arbeiten in großen (> 5.000 Mitarbeiter, 33%) oder mittelgroßen (1.000-5.000 Mitarbeiter, 22%) Unternehmen.

Bild 1: Strukturmerkmale der Stichprobe.

Mehr als ein Drittel der Befragten arbeitet fast ausschließlich (>90%) und etwa drei Viertel zu mehr als 70% ihrer Arbeitszeit in Projekten. Lediglich 15% gaben an, weniger als die Hälfte der Zeit mit Projektarbeit beschäftigt zu sein. Die Projektmanagement-Erfahrung ist vergleichsweise groß: Über 80% der Befragungsteilnehmer arbeiten bereits fünf oder mehr Jahre in Projekten (Bild 2).

Bild 2: Verteilung der Studienteilnehmer nach Jahren Berufserfahrung im PM.

Die Mehrheit der Befragten ist in einer leitenden Funktion im Projektmanagement tätig. So sind 9% als Teilprojektleiter (Ebene 4), 39% als Projektleiter (Ebene 3), 36% als Senior-Projektleiter (Ebene 2) und 8% als Projekt-Direktor (Ebene 1) beschäftigt (Bild 3).

Bild 3: Verteilung der Teilnehmer nach Projektmanagementebene.

Die zumeist leitende Funktion wird auch durch die wahrgenommenen Verantwortungsbereiche bestätigt (Bild 4). So verfügen 85% über eine fachliche Führungsverantwortung, 67% über Budgetverantwortung und 25% über disziplinarische Personalverantwortung. Lediglich 8% der Studienteilnehmer gaben an, keine dieser

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