Interkulturelle Kompetenz: Wie heterogene Teams zu Partnern werden

Wer mit Menschen aus fremden Kulturen zusammenarbeitet, muss deren Sitten und Gebräuche, Gefühle und Befindlichkeiten kennen und respektieren. Und er muss umgekehrt auch dazu fähig sein, seinen Partnern aus anderen Kulturkreisen die eigenen Verhaltensweisen verständlich zu machen. Nur wer Unterschiede bewusst wahrnimmt, vermeidet Kosten, Zeitverluste, Fettnäpfchen und Konflikte. Jörg Storm beschreibt in seinem Beitrag, welche Kompetenzen und Regeln für ein erfolgreiches Miteinander in multikulturellen Projekten notwendig sind.

Wer mit Menschen aus fremden Kulturen zusammenarbeitet, muss deren Sitten und Gebräuche, Gefühle und Befindlichkeiten kennen und respektieren. Und er muss umgekehrt auch dazu fähig sein, seinen Partnern aus anderen Kulturkreisen die eigenen Verhaltensweisen verständlich zu machen. Nur wer Unterschiede bewusst wahrnimmt, vermeidet Kosten, Zeitverluste, Fettnäpfchen und Konflikte. Und er kann die Synergieeffekte multikultureller Zusammenarbeit besser nutzen.

"Interkulturelle Kompetenz" heißt das Schlüsselwort im Zusammenhang mit multikulturellen Projekten. Das ist keine neuartige Qualifikation oder Fähigkeit, sondern eine Kombination sozialer, kognitiver und kommunikativer Kompetenzen, gepaart mit Wissen über die eigene Kultur und Partnerkulturen.

Zwei Beispiele: Japan und die USA

Die folgenden Länderprofile sollten Sie mit ausreichend kritischer Distanz betrachten. Denn wenn Sie über die Kultur einer Gruppe reden, heißt das immer auch, dass Sie in einem gewissen Maße verallgemeinern müssen.

Japan

Japaner steuern ihren Gesichtsausdruck und ihre Körpersprache im Allgemeinen äußerst vorsichtig. Das tun sie, weil sie nach Harmonie streben und Prestigeverluste vermeiden möchten. Aus diesem Streben entsteht eine charakteristische Sprache, die für viele westliche Manager schwer zu deuten ist. Diese sollten sich bemühen, Japanisch sprechen zu lernen, um das Vertrauen ihrer japanischen Kollegen oder Geschäftspartner zu gewinnen.

Beispiel

Ein oft zitiertes Beispiel beschreibt den in Japan üblichen Gebrauch des Worts "Ja" zu allen Fragen. Nehmen wir an, ein europäischer oder amerikanischer Manager stellt einem japanischen Geschäftspartner die Frage: "Stimmen Sie mit mir darin überein, dass der 15. März ein passender Stichtag ist?" Die Antwort lautet wahrscheinlich "Ja".

Man kann dieses "Ja" aber unterschiedlich auslegen. Die erste Interpretationsmöglichkeit ist: "Ja, ich stimme mit Ihnen darin überein, dass

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