Kreative Workshoptechniken

So setzen Sie in Ihrem Workshop neue Impulse

Teil 1:
Vier originelle Techniken für den Workshopstart und die Themenbearbeitung
Sie suchen nach neuen und kreativen Möglichkeiten, um frischen Wind in Ihren Workshop zu bringen und die Teilnehmer zu Höchstleistungen zu motivieren? Dr. Tomas Bohinc stellt Ihnen in diesem Zweiteiler insgesamt zehn Techniken für eine kreative Workshopgestaltung vor. Im ersten Teil beschreibt der Autor, wie Sie die Dramaturgie eines Workshops gestalten und präsentiert Ihnen vier Methoden für einen gelungenen Workshopstart sowie eine interessante Themenbearbeitung.

 

Kreative Workshoptechniken

So setzen Sie in Ihrem Workshop neue Impulse

Teil 1:
Vier originelle Techniken für den Workshopstart und die Themenbearbeitung
Sie suchen nach neuen und kreativen Möglichkeiten, um frischen Wind in Ihren Workshop zu bringen und die Teilnehmer zu Höchstleistungen zu motivieren? Dr. Tomas Bohinc stellt Ihnen in diesem Zweiteiler insgesamt zehn Techniken für eine kreative Workshopgestaltung vor. Im ersten Teil beschreibt der Autor, wie Sie die Dramaturgie eines Workshops gestalten und präsentiert Ihnen vier Methoden für einen gelungenen Workshopstart sowie eine interessante Themenbearbeitung.

 

Ein Workshop ist eine Methode, um mit Experten gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, Entscheidungen vorzubereiten oder Themen mit Stakeholdern zu diskutieren. Er lebt davon, dass die Teilnehmer aktiv und kreativ mitarbeiten. Ob, und wie sie dies tun, hängt entscheidend davon ab, wie der Workshop gestaltet ist.

In diesem Beitrag werden bewährte Techniken vorgestellt, mit denen Sie einen abwechslungsreichen Workshop gestalten können und so die Motivation Ihrer Teilnehmer anregen.

Kreativität stimuliert

Ein Workshop ist dann erfolgreich, wenn die Teilnehmer neue Ideen entwickeln und auf innovative Lösungen kommen. Die Entfernung vom Alltag und dem Trott der täglichen Arbeitswelt ermöglicht dies. Zusätzlich kann der Moderator die Kreativität der Teilnehmer steigern, indem er mit neuen, ungewohnten Arbeitsweisen überrascht. Durch die Gestaltung des Workshops selbst kann der Moderator die Teilnehmer stimulieren und motivieren. Hilfreich dabei sind Techniken, die dazu anregen, einmal etwas anders zu machen und auf neue Weise miteinander zu kommunizieren.

So gestalten Sie Ihre eigene Workshop-Dramaturgie

Die in diesem Artikel dargestellten Techniken ergänzen die klassischen Moderationstechniken (siehe Lösungen im Team entwickeln Teil 1 und Teil 2). Ihre Workshop-Dramaturgie gestalten Sie am besten mit einer Planungsliste. In Bild 1 ist ein Template einer solchen Planungsliste dargestellt. Zur Veranschaulichung wurde hier die Get-together-Party beispielhaft eingetragen. Die Planungsliste gibt den Verlauf des Workshops wieder. Dokumentiert werden sowohl die Zeit, für wann der Technikeinsatz geplant ist, als auch die Dauer. Außerdem werden das Thema, zu welchem die Technik eingesetzt wird, eingetragen sowie das Ziel des Einsatzes, die Methode, die Medien und die bei der Durchführung beteiligten Personen. Eine weitere Spalte bietet Platz für Bemerkungen und andere Informationen.

Bild 1: Planungsliste für Workshops.

Bild 1: Planungsliste für Workshops.
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Welche Techniken eingesetzt werden, muss aus dem Verlauf des Workshops entschieden werden. Situationen und Zeitpunkte im Workshop, die sich für eine Technik eignen, sind in den jeweiligen Abschnitten aufgeführt. Die hier ausgewählten Techniken stellen vor allem die Interaktion der Teilnehmer miteinander in den Vordergrund und erlauben, dass Teilnehmer sich über die sachliche Ebene hinaus auch emotional am Thema beteiligen können.

Bild 2 zeigt sowohl kreative Workshop-Techniken als auch klassische Moderationstechniken und stellt sie einander gegenüber. Zudem ist hier dargestellt, wie Sie die einzelnen Techniken miteinander kombinieren können und welche Moderationstechnik durch welche kreative Technik ersetzt werden kann. Insgesamt bietet sich dem Moderator dadurch eine größere Methodenvielfalt, auf die er während des Workshops – abhängig von Workshop-Typ und Situation – zurückgreifen kann.

Bild 2: Kombinationsmöglichkeiten von klassischen Moderationstechniken und kreativen Workshop-Techniken.

Bild 2: Kombinationsmöglichkeiten von klassischen Moderationstechniken und kreativen Workshop-Techniken.
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Die Techniken

Jeder Workshop hat eine eigene Dramaturgie, die aber einer immer ähnlichen Reihenfolge von Schritten folgt. (siehe auch https://www.projektmagazin.de/methoden/workshop). Die Reihenfolge, in der hier die Techniken dargestellt werden, orientiert sich in etwa an diesen Schritten (siehe auch Bild 2):

  • Workshopstart
  • Themenbearbeitung
  • Abschluss

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die verschiedenen Workshop-Techniken und zeigt, wann welche Technik im Workshop eingesetzt werden kann. In Teil 1 werden vier Techniken genauer vorgestellt, Details für weitere sechs Techniken erfahren Sie im zweiten Teil.

Tabelle 1: Zuordnung der Workshop-Techniken zu den Phasen im Workshop.

Tabelle 1: Zuordnung der Workshop-Techniken zu den Phasen im Workshop.
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Das Kurzreferat

Zu Beginn eines Workshops kann der Auftrag als einleitende Worte in Form eines Kurzreferats vorgetragen werden. Solch ein Kurzreferat kann vom Auftraggeber des Workshops gehalten werden, von einem wichtigen Stakeholder oder von einem Experten zu dem Thema. Hält der Auftraggeber oder ein Vertreter aus dem Management das Referat, kann das Ziel des Workshops aus der Managementperspektive verdeutlicht werden. Dadurch wird dem Workshop selbst ein größeres Gewicht beigemessen. Die besondere Wirkung eines Kurzreferats liegt in seiner Kürze und Prägnanz.

Auf die folgenden Fragen sollte der Moderator während des Kurzreferats eingehen:

  • Warum spreche ich zu den Teilnehmern?
  • Welche Geschichte oder welches Bild verdeutlicht das Thema?
  • Was erwartet die Teilnehmer in den folgenden Stunden / Tagen?

Ziele

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Fortsetzungen des Fachartikels

Teil 2:
Sechs originelle Techniken für die Themenbearbeitung und den Workshop-Abschluss
In diesem Zweiteiler lernen Sie insgesamt zehn kreative Möglichkeiten kennen, um frischen Wind in Ihren Workshop zu bringen und die Teilnehmer zu Höchstleistungen zu motivieren. Im ersten Teil schilderte Dr.
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