Fähigkeiten, Wissen, Equipment, Wollen

Vier Parameter für den Projekterfolg

Viele Unternehmen haben Projektmanagement eingeführt, ihre Mitarbeiter geschult, professionelles Equipment bereitgestellt und für eine motivierende Unternehmenskultur gesorgt – und trotzdem scheitern immer wieder Projekte. Eine mögliche Ursache ist, dass die Parameter Fähigkeiten, Wissen, Equipment und Wollen unzureichend miteinander verknüpft wurden. Thomas Baumann und Tina Nehlsen-Pein beschreiben in ihrem Beitrag, wie diese Parameter den Projekterfolg beeinflussen und warum es wichtig ist, sie gemeinsam zu betrachten.

Das Ziel von Unternehmen ist es, ihre Strategie und darauf basierende Programme und Projekte mithilfe von fähigen, wissenden und erfahrenen Mitarbeitern erfolgreich umzusetzen. Um das zu erreichen, stellen sie professionelles Equipment zur Verfügung und fördern eine Unternehmenskultur, die alle Beteiligten hoch motiviert. Diese vier Parameter Fähigkeiten, Wissen, Equipment und Wollen sind miteinander verbunden, in vielen Unternehmen sind sie jedoch nur unvollständig miteinander verknüpft. Erfolge oder Misserfolge werden nicht auf Grundlage aller, sondern nur einzelner dieser Parameter bewertet. Das führt dazu, dass die Unternehmen ihre Projekte nicht erfolgreich und effizient umsetzen können. Im Folgenden werden wir den Zusammenhang dieser vier Parameter darstellen und erläutern, wie ihre ganzheitliche Betrachtung den Projekterfolg fördern kann.

Warum misslingen Projekte?

Bei einem Unternehmen, das wir bei der weltweiten Implementierung von Projektmanagement unterstützten, waren wir gerade im Raum, als der General Manager einen Kundenanruf erhielt. Nachdem er aufgelegt hatte, wandte er sich an uns mit den Worten: "Es ist zum Haare raufen: Das war der Hauptkunde, natürlich unerwartet, und wieder der Vorwurf, wir hätten keine Ahnung vom Projektmanagement."

Situationen wie diese kommen in den Unternehmen immer öfter vor. Die Kunden fordern zunehmend Projektmanagement-Kompetenz, sie ist ein entscheidender Faktor für die Auftragsvergabe.

Um jedoch zu bewerten, ob ein Unternehmen über gutes oder schlechtes Projektmanagement verfügt, benötigt man einen objektiven Maßstab, der die Bewertung transparent und nachvollziehbar macht. In der Praxis folgen Bewertungen selten einem objektiven Schema. Fragt man die Auftraggeber differenziert und detailliert danach, was sie unter schlechtem Projektmanagement verstehen, beschreiben sie oft Beobachtungen, Wahrnehmungen und Fakten, die ihnen schmerzhaft in Erinnerung geblieben sind. Diese Aussagen sind aber häufig nicht ausreichend transparent, schlüssig und operationalisierbar. Es werden die Symptome genannt, nicht die Ursachen.

Symptome misslungener Projekte ("zu spät geliefert", "lange Entscheidungswege", "keine Kommunikation") können nicht immer mit dem schlechtem Management von Projekten erklärt werden. Der Projekterfolg hängt von verschiedenen Schlüsselfaktoren ab, die einander bedingen.

Auch in Unternehmen, die sich anscheinend intensiv, oft über längere Zeit und manchmal gar mehrfach der Implementierung von Projektmanagement widmen, misslingen Projekte. Da ist der Unmut verständlich: "Wir haben doch Projektmanagement bei uns implementiert und PM-Berater einbezogen! Unsere Mitarbeiter sind umfassend trainiert. Wieso gehen trotzdem Projekte schief?"

Äußerungen wie diese

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