Wie Sie Projektideen managen

Ihr Chef hat täglich mehrere Projektideen und Ihnen fehlt die Zeit, um alle umzusetzen? Wilfried Reiter zeigt Ihnen in seinem Tipp, welche Taktiken Sie anwenden können, um die Projektflut einzudämmen und Ihre Zeit für die "wirklich wichtigen" Arbeiten freizuhalten.

Sie haben kein Team, kaum Budget - aber eine Menge kleiner und mittlerer Projekte am Hals: eine neue Bürosoftware aussuchen und implementieren, eine Marktstudie für ein Produkt erstellen, das nächste Betriebsfest organisieren usw. Diese Projekte haben sich peu à peu bei Ihnen angesammelt und sollten eigentlich "nebenher" erledigt werden. Meist aber entpuppen sich scheinbar harmlose Projekte als so aufwändig, dass man sie nicht nebenher erledigen kann und sogar noch Kollegen mit ins Boot holen muss.

Um Zeit für seine eigentliche Arbeit zu haben, ist es entscheidend, nur die Projekte durchzuführen, die unbedingt notwendig sind. Hat man aber einen einfallsreichen Chef, der täglich mit drei Projektideen aufwartet, ist es gar nicht so einfach, diesen Vorsatz einzuhalten. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie es trotzdem schaffen können.

Ihr Vorsatz: Nur wichtige Projekte durchführen

Führen Sie ein Projekt nur durch, wenn ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit ein hoher Schaden entstünde. Wenn Sie den üblichen Ansatz verfolgen und Projekte durchführen, sobald sie sinnvoll sind und "was bringen", laden Sie sich damit eine Unmenge von Projekten auf - denn sinnvolle Projekte gibt es viele. Folgen Sie also der ersten Vorgehensweise. Was ein "hoher Schaden" ist, bleibt Ihrer Einschätzung überlassen. Wenn Sie z.B. ohne das Projekt nicht nur irgendeinen sondern den Top-Kunden des Unternehmens verlören, ist das ein großer Schaden. Dasselbe gilt, wenn Ihr Chef nicht nur etwas ungehalten reagieren, sondern ein Riesendonnerwetter veranstalten würde.

Bei der Beurteilung von Projektideen helfen zwei Fragen:

  • Existenzfrage: Muss das Projekt sein? (Z.B. gesetzliche Vorschriften müssen erfüllt werden).
  • Konsequenzfrage: Was geschieht, wenn das Projekt nicht durchgeführt wird? (Entsteht ein großer Schaden: ja oder nein?).

Meiner Erfahrung nach lässt sich die Projektlast mit diesen beiden Fragen um bis zu zwei Drittel reduzieren.

Ihr Problem: Wie sag ich´s meinem Chef?

Kleine und mittlere Projekte bekommt man in der Regel von seinem Vorgesetzen übertragen. Dieser ist natürlich wenig begeistert, wenn Sie ihm sagen, dass Sie seine Idee nicht umsetzen möchten, weil das Projekt Ihrer Ansicht nach keinen überragenden Nutzen hat. Im Folgenden werden ein paar Taktiken vorgestellt, wie Sie mit den Ideen Ihres Chefs

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